13. November 2012

[Rezension] George Mann - Immorality Engine

George Mann
Immorality Engine
Verlag: Piper
Seiten: 432
Ausgabe: Klappbroschur
ISBN: 978-3-492-70275-1
Preis: 16,99€
Erscheinungstermin: 10.09.2012
Leseprobe


Eine unheimliche Einbruchsserie in London hält Kommissar Bain­bridge in Atem: Die Leiche des berühmtesten Londoner Diebes Edwin Sykes wurde aufgefunden, aber die Verbrechen gehen immer nach dem gleichen Muster, wie es der Verstorbene zu Lebzeiten getan hat. Schließlich wird an einem weiteren Tatort noch einmal ein menschlicher Körper gefunden, der Edwin Sykes bis (fast) bis ins Detail gleicht.
Da hier irgendetwas nicht mit rechten Dingen zu geht, beschließt Kommissar Bainbridge das Ermittlerduo Sir Maurice Newbury und Veronica Hobbes hinzuzuziehen. Doch Newbury ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Als er erfahren hat, dass seine Assistentin Veronica ebenfalls eine Ermittlerin der Queen ist, und ihn für sie überwacht, hat er sich zurückgezogen und ist dem Opium verfallen.
Um ihn wieder auf den rechten Weg zu bringen, holen Bainbridge und Veronica ihn aus einer Opi­um­höhle und konfrontiert ihn mit dem rätselhaften Fall des doppelten Sykes. Schnell kommen sie einer großen Verschwörung auf die Spur, die sie zu einer mysteriösen Geheimgesellschaft, der Bastion Society, führt. Aber auch die Queen höchstpersönlich, sowie ihr Leibarzt Doktor Fabian, scheinen darin verwickelt zu sein. Für Veronica entwickelt sich diese Spur schließlich zu einer persönlichen Angelegenheit, denn ihre kleine Schwester befindet sich aufgrund ihrer hellseherischen Fähigkeiten in der Obhut von Dr. Fabian…
 
„Immorality Engine" ist das dritte Newbury  und Hobbes  Abenteuer, das einige Monate nach dem zweiten Teil „The Osiris Ritual" ansetzt. Dieses Mal startet der Autor seine Geschichte aber ganz anders als bisher. So beginnt die Geschichte eigentlich mehr oder weniger mit  ihrem eigentlichen Ende: Der Bei­set­zung von Miss Hob­bes hell­sich­ti­ger Schwes­ter Ame­lia. Aber: Die Vorwegnahme des Endes der Geschichte  tut ihr keinen Abbruch. Im Gegenteil. Die Geschichte wird deshalb sehr viel spannender und wer George Mann kennt, der weiß, dass er noch ein Ass im Ärmel hat.
Nach dem ersten Kapitel gibt es einen Zeitsprung von „sieben Tagen vorher" und die eigentliche Geschichte nimmt ihren Lauf. So kommt es zu der Entdeckung des Leichnams von Edwin Skyes, der jedoch auf mysteriöse Weise trotz seinem Tod noch in der Lage ist, Verbrechen zu begehen.
 
Obwohl nach dem spannenden Einstieg die Geschichte zunächst etwas abfällt weiß George Mann, wie er seine viktorianische Steampunk-Geschichte mit einer guten dazugehörigen Portion Grusel zünden kann. Ausgangspunkt ist hierfür die Bastion Society, eine Gesellschaft von Männern die an die Inkarnation glaubt, und den Okkultismus pflegt. Geführt werden sie von dem Vorsitzenden Enoch Graves, der besondere technische Hilfsmittel für seine Zwecke zur Verfügung hat.
 
Um der Geschichte die nötige Spannung zu verleihen, bleibt George Mann seinem Schema treu, mehrere parallel laufende Ereignisse in seinen Roman einzubauen, die auf den ersten Blick unabhängig voneinander sind, aber doch im Lauf der Geschichte miteinander zu tun haben, bis sie schließlich von ihm gekonnt miteinander verwoben werden.
So trägt auch Queen Victoria dazu bei, denn sie ist auf Grund von Dr. Lucien Fabians Maschinen eine lebende Tote, die jeglichen Gefühle abgelegt hat. Sie präsentiert sich nun als böse, skrupellose Person, die nicht aufzuhalten ist.
 
Gemein ist auf jeden Fall, dass es am Ende des Romans einen bösen Cliffhenger gibt, mit dem diese Trilogie abgeschlossen ist.
 
ABER…
Ich hab mal etwas recherchiert und dabei ist herausgekommen, dass George Mann gerade an einer weiteren Trilogie von Newbury  und Hobbes  arbeitet. In Amerika ist der erste Teil erschienen und sieht vom Cover so aus:
 
 
Fazit:
Ganz klar: George Manns Bücher sind richtig großes Kino und auch im letzten Band dieser Trilogie „ballert" der Autor so einiges an Dramaturgie raus. Es gibt geniale Verbrecher, eine Geheimgesellschaft, eine böse Königin und dampfbetriebene Rösser und Kampfkolosse. Ein absolut actionreiches Buch, und ich freue mich schon sehr auf die neue Trilogie, die weitere Geschichten des Ermittlungsduos parat hält.
Hier hab ich noch das Cover der amerikanischen Ausgabe von „Immorality Engine", die vielleicht etwas besser zeigt, was es mit den dampfbetriebenen Rössern auf sich hat:

 

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