11. März 2012

[Rezension] Steve Mosby - Schwarze Blumen

  Steve Mosby
Schwarze Blumen
Verlag: Droemer
Seiten: 400
Ausgabe: Klappenbroschur HC
ISBN: 978-3-426-19927-5
Leseprobe

Zum Inhalt:
Neil Dawson steht vor einem Rätsel. Sein Vater ist auf unerklärliche Weise gestorben und alles deutet auf Selbstmord hin. Im Haus seines Vaters findet Neil einen Krimi mit dem Titel „Schwarze Blumen“. Das Buch handelt von einem kleinen Mädchen, das in einem merkwürdigen Kleid und einer Damenhandtasche an einer Uferpromenade aufgefunden wird. Zusätzlich hält sie eine seltsame schwarze Blume in der Hand. Sie erzählt der Polizei eine haarsträubende Geschichte: Sie ist dem Vater davongelaufen, der Frauen entführt und sie zu Tode quält. Je mehr Neil über das Buch herausfindet umso unheimlicher wird es ihm. Denn wie sich herausstellt wurde die Geschichte auf einer wahren Begebenheit geschrieben. Die Farm und der wahnsinnige Entführer konnten jedoch nie gefunden werden.
Seltsamerweise gibt es zwischen dem verstorbenen Autor und Neils verstorbenen Vater gewisse Parallelen, die nicht zu leugnen sind.
Und dann verschwindet plötzlich Neils schwangere Freundin Ally. Während in der gemeinsamen Wohnung Kampfspuren zurück bleiben, bekommt er einen Anruf von Allys Handy. Ein Mann will, dass Neil dessen Forderung erfüllt, sonst sieht er seine Freundin und das Kind nie wieder…

Zur gleichen Zeit macht die Polizistin Hannah eine seltsame Entdeckung. Im Haus ihres verstorbenen Vaters, einem ehemaligen Polizisten, findet sie in Plastik verpackt ein Mordinstrument sowie eine Landkarte mit fünf eingezeichneten Kreuzen. Und eines der Kreuze bezeichnet jene Stelle, an der Neils Vater gestorben ist…


Meine Rezension:
"Schwarze Blumen“ von Steve Mosby bietet einen ziemlich ungewöhnlichen und rätselhaften Einstieg. Schnell merkt man, dass die Geschichte außerordentlich komplex in ihrer Handlung aufgebaut ist und mit verschiedenen Perspektiven aufwartet, die nicht ganz einfach auseinander zu halten sind. So gibt es neben einer „Buch-in-Buch-Geschichte“ auch die Handlungsstränge von Neil, der Polizistin Hannah und dem Mörder. Wegen dieser Vielschichtigkeit kann man das Buch auch nicht einfach nur so dahin lesen, sondern muss mitdenken um den Überblick nicht zu verlieren. Der Leser muss viele Namen im Kopf behalten, Geschehnisse sortieren und kombinieren. Gegen Ende werden dann die zahlreichen Handlungsstränge miteinander verwoben, so dass Inhalt und Ende stimmig sind und man das Buch emotional beenden kann.




Zwar hat Mosby versucht den Spannungsbogen hoch zu halten, jedoch war ich so mit der Ordnung der Geschichte in meinen Gedanken beschäftigt, dass mit für einen Thriller der Nervenkitzel gefehlt hat. Also das Gefühl beim Lesen den Atem anhalten zu müssen weil gleich was ganz spannendes passiert. Auch waren leider die Zufälle, die gegen Ende einiger Kapitel aufgetreten sind nicht unbedingt glaubwürdig und dadurch gut zu verstehen.


Die Charaktere sind sehr gut dargestellt. Zum einen ist da Neil Dawson, der in die Fußstapfen seines Vaters treten will um Autor zu werden. Hierfür versucht er sich an einer Kurzgeschichte in der er die widersprüchlichen Gefühle niederschreibt, die er für seine Freundin aber vor allem für das ungeborene Kind entwickelt. Nur leider wird sein Vater die Geschichte nie zu lesen bekommen – statt dessen eine unheimliche dritte Person, die kurzerhand seine schwangere Freundin entführt und für Neil alles surreal erscheinen lässt.

Dann ist da noch die Polizisten DS Hannah Price, die auf der Suche nach der Wahrheit ihres verstorbenen Vater ist. In ihren Nachforschungen geht sie auch nicht mehr von einem Selbstmord von Christopher Dawson aus, sondern findet heraus, wie sehr sie selber in den Verwicklungen der Geschichte drin steckt…



Mein Fazit:
„Schwarze Blumen“ ist ein anspruchsvoller Thriller mit einem komplexen Plot, für den man sich Zeit nehmen muss um ihn nach und nach zu verstehen. Denn der Roman ist unglaublich verwirrend und mir sind oft die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verwischt und ich hab kurz den roten Faden verloren. Alles in allem jedoch ist der Roman absolut lesenswert und ich bin sicher, dass ich ihn irgendwann noch einmal lesen werde um ihn komplett zu verstehen.

 

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