29. Februar 2012

[Rezension] Iny Lorentz - Die Ketzerbraut

  Iny Lorentz
Die Ketzerbraut
Verlag: Droemer-Knaur
Seiten: 720
Ausgabe: Taschenbuch
ISBN: 3-426-63523-2
Preis: 10.99 €
Leseprobe


Zum Inhalt:
Die Bürgertochter Genoveva, kurz Veva genannt, soll den Sohn eines Geschäftspartners ihres Vaters heiraten. Auf dem Weg von München nach Innsbruck wird der Brautzug jedoch von Räubern überfallen. Ihr Bruder Bartl wird umgebracht und Veva von ihnen verschleppt. Da die Bande bekannt dafür bekannt ist Frauen zu schänden, macht sie sich keine Illusionen mehr über ihr Schicksal. Jedoch wird sie unerwartet von Benedikt Haselegener befreit, der sie auch sofort zurück zu ihrem Vater bringt. Obwohl die Räuber ihr nicht Gewalt angetan haben, gilt Veva nun als „geschändet“, obwohl sie immer wieder beteuert noch unberührt zu sein. Nicht mal ihr Vater will ihr glauben. Natürlich kommt so auch die Ehe nach Innsbruck nicht zustande und so verheiratet sie ihr Vater kurzum mit Ernst Rickinger, dem Sohn eines Freundes, dessen Ruf als Pfaffenfeind und Weiberheld auch nicht der beste ist. Die beiden werden schnell und lieblos getraut und nach Augsburg abgeschoben. Doch noch haben etliche Männer eine Rechnung mit Ernst offen und auch Veva ist vor einem Heiratsfanatiker noch längst nicht in Sicherheit…

Meine Rezension:
„Die Ketzerbraut“ist das neueste Werk des Münchner Autorenpaars Iny Lorentz, die aus dem Genre der historischen Romane kaum noch wegzudenken ist. Da ich Iny Lorentz´ Bücher sehr gerne lese, war ich sehr gespannt was mich in ihrem neuesten Werk erwartet. Handlungsorte des 16. Jahrhunderts sind die Städte München, Augsburg sowie Innsbruck und in den 720 Seiten geht es wie üblich um Liebe, Intrigen, Verrat, Geheimnisse und Gefahren. Die Geschichte ist wieder sehr spannend geschrieben und sprachlich sehr verständlich und an die damalige Zeit angepasst. Auch die historischen Details sind sehr gut ausgearbeitet. Um den Überblick über die vielen Protagonisten nicht zu verlieren, gibt es ein ausführliches Personenregister sowie ein Glossar mit den altertümlichen Worten, die in dem Roman vorkommen.

Sehr gut haben mir in „Die Ketzerbraut“ die historischen Details gefallen. So ist der Reformator Martin Luther die Drehscheibe von Ernst Rickinger. In dem Roman wird bildlich dargestellt, wie Luthers Anhänger als Ketzer verfolgt werden und wie das Verhalten der Kirchenmänner vor dessen Reformation war. So wird das wüste Leben der Kirchenleute erwähnt, als auch der Ablasshandel mit dem die Bürger gegen teures Geld von ihren Sünden freigesprochen werden. Nach diesem Buch versteht man sehr gut, warum Luther seine Thesen verfasst hat.

Bei einem weiteren Punkt habe ich sehr schmunzeln müssen. Und zwar gibt es in dem Buch, das im 16. Jahrhundert spielt, genau wie heute die gleichen Verständigungsprobleme zwischen Mann und Frau. So zum Beispiel auf Seite 377: „Auf ihre Fragen antwortete er jedoch nur mit einem kurzen Brummen oder reagierte gar nicht. Dies ließ das Gefühl in ihr aufsteigen, ihre Anwesenheit sei ihm lästig.“ Authentisch, oder? Man findet sich als Leser sehr schnell in diesen Szenen wieder.

Obwohl es viele Personen in dem Buch gibt, sind diese gut ausgearbeitet und stehen eigenständig in der Geschichte. Dabei folgen die Personen einem klaren Klischee von Gut und Böse. Entweder sind sie in der Geschichte gutherzig oder der Bösewicht. Ein dazwischen gibt es nicht. Dadurch hält die Handlung zwar wenig Wendungen und Überraschungen parat, was aber keineswegs langweilig ist, denn das Autorenpaar schöpft auf allen Ebenen ihre Möglichkeiten aus und bietet beste Unterhaltung.

Allerdings habe ich auch einen Kritikpunkt vorzubringen. Ohne zu Spoilern möchte ich anmerken, dass das Happy End mir doch etwas weit hergeholt und übertrieben erscheint. Irgendwie passt dieser Teil nicht zum Rest des Buchs.

Mein Fazit:
„Die Ketzerbraut“ist ein typischer Iny Lorentz Roman, der sich zu den anderen einreiht und absolut lesenswert ist. Die Geschichte ist spannend und hat eine eigenständige Handlung, die einen guten Einblick in die Zeit vor der Reformation durch Martin Luther gibt. Für mich sehr lesenswert und ist absolut zu empfehlen.

22. Februar 2012

Jussi Adler-Olsen im You-Tube Interview zu "Das Alphabethaus"

In dem Interview auf You Tube erzählt Jussi Adler-Olsen warum ihm der Thriller "Das Alphabethaus" so viel bedeutet und wie seine Recherche hierfür aussah. Ich wünche euch allen viel Spaß :-)

12. Februar 2012

Die Bücherecke im neuen Design....

Hallo zusammen!

Wie ihr sehen könnt gibt es auf meiner Internetseite ein paar Änderungen.
Und ich muss sagen, dass ich noch nie so glücklich und zufrieden war, wie mit dem neuen Design :-)
Ich hoffe es gefällt euch auch...
Ich hab schon lange das Bedürfnis gehabt hier mal wieder zu entstauben und alles auf Vordermann zu bringen, zumal ich mich ab jetzt mehr um Belleristik im Genre Krimi, Thriller, Humor, Historie etc. widmen will.

Den Anfang macht Jussi Adler-Olsen, der auf YouTube ein Interview gegeben hat.