5. Januar 2012

[Rezension] Rainer Werkwerth - Damian - Die Wiederkehr des gefallenen Engels


Rainer Werkwerth
Damian - Die Wiederkehr des gefallenen Engels, Band 2
Verlag: Arena
Seiten: 400
Ausgabe:
Klappenbroschur
ISBN: 9783401065915 
Preis: € 16,99

Inhalt:

Monate sind vergangen seit Lara aus Berlin in ihre Heimatstadt Rottenbach zurückgekehrt ist. Da ihre Erinnerungen an Damian und an ihre Herkunft komplett gelöscht wurden, liegt ihr Aufenthalt in Berlin wie ein Schleier über ihren Gedanken. So ahnt sie nicht, dass Damians Sünden verziehen wurden und er nun vom Himmel aus auf sie herab blickt. Aber er sehnt sich nach seiner großen Liebe und ahnt, dass das Böse immer noch nach Lara sucht und dass sie immer noch in Gefahr schwebt. Um Lara zu schützen kehrt er auf die Erde zurück und opfert somit seine Unsterblichkeit, die langsam an ihm zehrt. Leider muss er auch auf der Erde schmerzhaft erfahren, dass Lara sich nicht mehr an ihn erinnern kann und sich auch noch für ihren Ex-Freund Ben interessiert.
Aber der 6.666 Tag ihres Lebens kommt mit großen Schritten. An diesem Tag wird ihr Vater, Satan, höchst persönlich auf die Welt kommen um sich mit ihr zu vereinen. Denn nur mit Laras Hilfe kann er seine Welt und die Welt der Menschen vor den Dämonen retten.

Meine Rezension:
Lange habe ich mich auf Rainer Wekwerths Fortsetzung von „Damian – Die Stadt der gefallene Engel“ gefreut, und bin, nachdem ich „Damian – Die Wiederkehr des gefallenen Engels“ gelesen habe, etwas enttäuscht. Den 1. Band habe ich in einem Rutsch gelesen, da Spannung, Tempo und Romanze die Waagschale hielten. In dem vorliegenden Buch geht es in der Handlung viel ruhiger zu und es gibt mehr Emotionen, was manchmal richtig zäh zu lesen war. Auch das von mir groß erwartete Finale zwischen Damian, Lara und Satan blieb leider aus. Nicht falsch verstehen: Es gibt ein Finale, aber ich habe es mir einfach anders vorgestellt.
Obwohl Rainer Wekwerth einen lockeren Schreibstil hat und eine zusammenhängende Geschichte geschrieben hat, sind mir doch im 2. Band ein paar Dinge aufgefallen, die mir nicht so gefallen haben und die deutsche Autoren eigentlich besser machen könnten. So gab es in der Geschichte unzählige Wiederholungen von Damians Zerfall, deren Satz fast identisch mit dem Wortlaut ist. Dann noch die Tatsache, dass die Sätze oft sehr kurz gehalten sind und wie eine Aufzählung abgehakt hintereinander gereiht sind.
Zu den Charakteren muss ich sagen, dass mir Damian im ersten Band besser gefallen hat als im 2. Band. Er lügt Lara über seinen Zerfall auf der Erde an, stiehlt Autos und ist am Buchanfang nicht wirklich für sie da. Ich hatte während des Lesens das Gefühl, dass ich diesen Damian überhaupt nicht kenne. Lara hingegen war eine authentische Person und ich habe mich sehr gefreut, dass ihre sympathische Großmutter erneut einen Auftritt in dem Buch hatte. Dann gibt es in der Besetzung der Charas auch noch Ben, Laras Ex-Freund. Aber über ihn möchte ich eigentlich nichts verraten, da sonst die ganze Spannung weg ist.

Mein Fazit:
Leider kommt das Buch „Damian – Die Wiederkehr des gefallenen Engels“ nicht an den ersten Teil ran. Es gibt in meinen Augen sehr viele Kritikpunkte, die mich persönlich etwas gestört haben, dem Leser aber dennoch trotz der vorhandenen Romantik auch ein paar schöne Lesestunden bescheren kann. Mit diesem Band ist die „Damian“ Reihe wohl abgeschlossen. Zumindest deutet das Ende darauf hin. Trotz allem werde ich an den Büchern des Autors dranbleiben, da ich weiß, dass er mehr kann als dieses Buch aufzeigt. Das hat er zumindest in „Damian – Die Stadt der gefallene Engel“ bewiesen.

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