25. November 2011

[Rezension] Kami Garcia und Margaret Stohl - Seventeen Moons


Kami Garcia und Margaret Stohl
Seventeen Moons, Band 2
Originaltitel: Beautiful Darkness - Book 2Verlag: cbj
Seiten: 512
Ausgabe: Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-570-13829-8
Preis: € 18,99


Inhalt:
Obwohl Lenas 16. Geburtstag nun vorbei ist, hat sie sich noch nicht für eine Caster-Seite entschieden.

Nachdem nun ein paar Monate nach dem Tod ihres Onkels vergangen sind, macht sich Ethan große Sorgen um sie. Es scheint, als ob sie dessen Tod nicht verkraften würde. Hilflos muss er mit ansehen, wie sich Lena immer mehr von ihm zurück zieht. Doch die Trauer und der schmerzhafte Verlust scheinen Lena zu verändern. Es sieht fast so aus, als ob sie sich immer mehr auf die dunkle Seite schlägt, denn eins ihrer grünen Augen wechselt in einen Goldton, der nur den dunklen Castern vorbehalten ist. Ethan hat das Gefühl, dass ihm seine Freundin immer mehr entgleitet und sie versucht ihr altes Leben – sowie ihn selber – hinter sich zu lassen.
Doch dann taucht auch plötzlich der geheimnisvolle John Breed auf, der eine seltsame Anziehungskraft auf Lena ausübt. Wegen ihm ist sie sogar bereit Ethan zu verlassen und folgt ihm blind zu einem Ort voller Magie in die uralten unterirdischen Gänge der Caster.
Doch Ethan ist nicht bereit seine Freundin einfach so gehen zu lassen und folgt ihnen zusammen mit seinem Freund Link, einer Katze und einer angehenden Hüterin. Doch ihnen scheint die Zeit zu entrinnen, denn sie müssen Lena rechtzeitig finden bevor sie sich für die dunkle Seite der Casters entscheidet.

Meine Rezension:
Nachdem ich das 1. Buch „Sixteen Moons“ gelesen habe, musste ich unbedingt wissen wie es in der Geschichte weitergeht. Der 2. Band „Seventeen Moons“ knüpft direkt an den ersten an und führt die Geschichte der Südstatten-Hexe Lena und ihrem menschlichen Freund Ethan spannend weiter.

Da jedoch auf den ersten Seiten die Spannung fehlte und sich die Geschichte langatmig anfühlte, hatte ich leichte Startschwierigkeiten mit dem Buch warm zu werden. Doch nachdem man sich eingelesen hat, findet man sich wieder gut in der teils düsteren und magischen Welt der Casters, Dämonen usw. zurecht. Deswegen ist es meiner Meinung nach ratsam, den 1. Teil dieser Reihe zu kennen, bevor man  „ Seventeen Moons“  liest, denn dann kann man auch die die Hintergründe der Geschichte richtig verstehen. Für mein Empfinden ist der 2. Teil düsterer als der 1. Geworden. Was vermutlich an der Caster Welt und der unterirdischen Kulisse liegt. Aber auch die Liebe spielt eine zarte Rolle, denn die Liebe zwischen Ethan und Lena wird auf eine harte Probe gestellt, da sie sich immer mehr von ihm entfernt. Deshalb würde ich die ganze Reihe ins Genre der Dark Romance einordnen. Den Leser erwartet aber auch ganz viel düstere und bedrückende Spannung. So stehen sich Ethan und seinen Freunden in ihrer „Rettungsaktion“ fremden Wesen gegenüber, die im Gegensatz zu ihnen genau wissen, wie sie mit Magie umgehen müssen.
Schön herausgearbeitet hat das Autorenduo Kami Garcia und Margaret Stohl die Südstatten-Atmosphäre in der die Geschichte spielt. Sie lassen diesen Flair immer präsent sein. Aber auch andere Handlungsorte wie das Labyrinth sind sehr anschaulich beschrieben. Ebenso sorgfältig werden aber auch die Rituale und magischen Begebenheiten erklärt.

Das Buch ist in sich wieder fantastisch gut geschrieben. Es lässt sich flüssig lesen und beinhaltet alle Elemente, die den Leser nur an sich binden kann: Schauer, Magie, Grusel, Romantik und Melancholie.
Am Ende des Buchs haben die beiden Autoren schließlich noch einen kleinen Cliffhenger zum nächsten Buch „Eighteen Moons“ eingebaut, der den Leser unglaublich neugierig zurück lässt.

Die Charaktere in dieser Reihe sind sehr gut ausgearbeitete. Es sind eigenständige Persönlichkeiten, die nach ihren eigenen Gedanken handeln. So bleibt Ethan weiterhin ein sehr angenehmer Typ, der mit in dem Buch aber auch richtig leid tut. Er ist mit einem wirklich überaus unmöglichen Mädchen zusammen, das nur rumzickt und ihn einfach unmöglich behandelt. Lena ist mit ihrem eigensinnigen Verhalten regelrecht unsympathisch geworden. Sie driftet immer mehr in die Welt der Casters ab und lässt ihren Freund Ethan allein in seiner Welt zurück. Zwar wird Lenas Verhalten am Ende des Buchs teilweise verständlicher, dennoch denke ich, dass sie sich trotz ihres Verlusts hätte Ethan anvertrauen müssen, anstatt ihn so schlecht zu behandeln. Denn er würde für sie absolut alles tun und versucht ihr immer irgendwie behilflich zu sein. Selbst als sie sich auf den seltsamen John Breed einlässt, folgt er ihr und will ihr zur Seite stehen. Mir fallen deshalb nur 3 Worte für ihn ein: Warmherzig, Loyal und Treu.

Mein Fazit:
„Seventeen Moons“ kann  mit einem guten Schreibstil, Vielschichtigkeit und Tiefgang überzeugen. Kami Garcia und Margaret Stohl beschreiben die Geschichte mit sehr viel Spannung und Mystik, dass man als Leser in ihre Welt der Magie eintaucht und automatisch mitgerissen wird.

13. November 2011

[Lesung] Bernd Perplies & Christian Humberg - Drachengasse 13 - Die Szenische Lesung

Am vergangenen Samstag, den 12.11.2011, stellten die beiden Autoren Bernd Perplies und Christian Humberg ihre Kinder-Fantasy-Reihe „Drachengasse 13“ in einer szenischen Lesung in einer ausverkauften Veranstaltung vor. Die Drachengasse 13 liegt in Bondingor, einer Stadt im Königreich Mintara. In Bondingor leben Elfen, Menschen, Zwerge und andere bunte Völker zusammen und genau hier lernen sich die Hauptcharaktere der Geschichte kennen. Tomrin, der Sohn des Gardehauptmanns, Sando, Straßenjunge und Adoptivsohn des Zwergen Gump, Hanissa, die Tochter einer Köchin an der Magischen Universität und die heimlich Magie übt, was jedoch für Mädchen verboten ist sowie der flugunfähige Drache Fleck.

Gemeinsam mit dem Ensemble der JUNGEN BÜHNE Mainz lasen die Autoren Ausschnitte aus dem 1. Band „Schrecken über Bondingor“ und dem 2. Band „Geister aus der Tiefe“. Dabei übernahmen die beiden Autoren jeweils den Part des Erzählers, während die Schauspieler Carola Schnell (Hanissa), Tom Gramenz (Sando), Constantin Heller (Tomrin) und Philip Barth in ihre jeweiligen Rollen schlüpften. 
Constantin Heller als Tomrin
Carole Schnell als Hanissa
Tom Gramenz als Sando
Philp Barth in seinen diversen Rollen
Fleck
 Dabei übernahm Philip Barth sämtliche Nebenrollen wie Sandos Zwergenonkel Gump, einen griesgrämigen Kobold, den Zwergenjungen Timon oder zugleich zwei diebische Zwerge. Nicht nur dass der Zwerg Gump menschliche Redewendungen nicht merken kann und dabei ulkigen Varianten herauskommen, so sorgten auch lustige Fauxpas für herzhafte und gesunde Lacher. Dies hat der Veranstaltung aber keinesfalls geschadet. Gekonnt setzten die Ensemble-Mitgliedern ihren Charakteren sympathische Züge und erweckten diese durch kleine Requisiten zum Leben.
Abschließend muss ich sagen, dass eine szenische Lesung mal etwas komplett anderes ist, als wenn man auf eine ganz normale Buchlesung geht. Die schauspielerischen Einlagen während des Lesens lockern humorvoll und spannend die Atmosphäre auf und es gibt wirklich kleinen Moment, in dem die Gedanken mal abschweifen, da die Dialoge durch die verteilten Rollen lebendiger wirken. Sehr gerne würde ich in Zukunft noch mehr solche Lesungen besuchen und hoffe, dass es nicht das letzte Mal war, dass sich die Autoren mit der JUNGE BÜHNE Mainz zusammengetan haben. 
Wer nun mehr über die „Drachengasse 13“ und ihre Autoren erfahren will, dem lege ich einerseits die Bücher ans Herz, und zum anderen kann man auf gutenberg.tv und hier zwei Videos anschauen, in denen die Autoren die Kinderbuch-Reihe vorstellen und auch Auszüge daraus vorlesen. Außerdem gibt es auch noch eine gleichnamige Website auf der es viel über Bondingor und die Hauptcharaktere zu erfahren gibt.
Wer die Autoren nun auch mal live sehen und treffen will, kann dies gerne am 17. Dezember tun, denn da werden Bernd Perplies und Christian Humberg im Wiesbadener Lesecafe sein und in einer gemütlichen Weihnachtslesung aus ihre Bücher vorstellen.
Ich danke Bernd Perplies, Christian Humberg und der JUNGEN BÜHNE Mainz für eine wundervolle Veranstaltung und einen wunderschönen Nachmittag.

6. November 2011

[Rezension] Ursula Poznanski - Saeculum

 
Ursula Poznanski
Saeculum
Verlag: Loewe
Seiten: 496
Ausgabe: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-7855-7028-9
Leseprobe

Inhalt:
Der 20-jährige Medizinstudent Bastian möchte mehr Zeit mit Sandra verbringen, die er eben erst kennengelernt hat. Zusammen mit ihr will er sich der Live-Rollenspielgruppe „Saeculum“ anschließen, die eine Woche lang in einem abgelegenen Wald, fernab jeder Zivilisation, ohne Handy, Taschenlampe und Arzneimittel, Schwertkämpfe führen  und sich dementsprechend verkleiden. Doch noch bevor es richtig losgeht erhält er einen anonymen Anruf, der ihn warnt am Rollenspiel teilzunehmen.
Auch so steht das Live-Rollenspiel für Bastian unter keinem guten Omen. So benimmt sich Sandra ihm gegenüber völlig abweisend und außerdem gibt es noch eine Sage über das Waldstück, auf dem das Rollenspiel stattfindet. Auf ihm soll ein Fluch liegen und tatsächlich geschehen schon am ersten Abend mysteriöse Dinge und bald darauf verschwindet auch schon der erste Teilnehmer spurlos. Handelt es sich hierbei um einen Unfall? Oder stecken doch die bösen Mächte der alten Sage dahinter? Als schließlich ein weiterer Teilnehmer verschwindet bricht schließlich Panik in der Gruppe aus…

Meine Rezension:
Ursula Poznanski hat vor kurzem den deutschen Literaturpreis gewonnen und legt mit ihrem aktuellen Buch „Saeculum“ den zweiten Roman vor. In ihm geht es ums Live-Rollenspiel bzw. um die Rollenspielgruppe „Saeculum“, was so viel wie Jahrhundert heißt. Die Thematik entführt den Leser in die Welt der Rollenspieler und des Mittelalters, die aber dank Holzschwerter eigentlich nicht gefährlich ist, und in dem es um Freundschaft und Anerkennung geht.

Jedoch fällt es mir schwer das Buch zu bewerten, da ich von ihm hin- und hergerissen bin. Ich selber bin keine Live-Rollenspielerin und fand den Anfang des Buchs sehr gelungen, in dem man von der Autorin langsam an das Thema herangeführt wird. Als die Handlung sich jedoch in den Wald verlagert hat und die ersten mysteriösen Dinge geschehen, kam ich mir als bodenständige Leserin wie ein Fremdkörper vor. Irgendwie scheinen Bastian und ich die einzigen gewesen zu sein, die erkannten, dass die seltsamen Vorkommnisse inszeniert sein müssen. Denn das alles ist ja immerhin nur ein Spiel. Umso erschrockener war ich, als das Denken bei bodenständigen Charakteren und erfahrene Mitspielern einfach ausgesetzt hat  und sie nur noch panisch reagiert haben. Für mich ist nicht nachvollziehbar, wie man sich in eine Sage so hineinsteigern kann.
Das Ende bzw. die Auflösung war auch etwas enttäuschend. In sich war die Geschichte ja bis auf kleine Details schlüssig, aber die Auflösung geht in meinen Augen gar nicht. Soll eine traurige Kindheit jegliches Unrecht und jede Kriminalität entschuldigen? Ich selber hatte, bevor ich das Buch nur angefangen habe zu lesen, etwas ganz anderem unter dem Plot vorgestellt. Meines Erachtens wäre eine eingebaute Fantasygeschichte in Form von Geistern oder einer Zeitreise interessanter gewesen als die Auflösung der Geschichte hergibt.
Auch die Handlungen der einzelnen Charaktere am Ende haben sich mir nicht ganz eröffnet.
Vielleicht lag das aber daran, dass die Teilnehmer über die Geschichte eher blass bleiben und nur Bastian überzeugen konnte. Er ist ein sehr bodenständiger Typ, über den der Leser viel erfährt und auch deswegen charaktertief erscheint. Iris, die Lautenspielerin nimmt im Fortlauf der Geschichte auch immer mehr Kontur an und wird einem irgendwie sympathisch.
Ursula Poznanskis Schreibstil hingegen ist schon in „Erebos“ sehr gut gelungen und lässt dem Leser ein genaues Bild im Kopf von der Umgebung und der Charaktere erscheinen.

Mein Fazit:
Nachdem „Erebos“ so mitreißend, spannend und überraschend war, bin ich bei „Saeculum“ zwiegespalten und auch enttäuscht. Es gibt so viele Dinge, die ich mir anders vorgestellt habe und auch was die Charaktere betrifft, so bin ich nicht wirklich mit ihnen warm geworden. Positiv hingegen sind der wahnsinnig tolle Schreibstil der Autorin sowie das auffällige Buchcover und der schwarze Buchschnitt. Beide sind ein echter eyecatcher und ein Schmuckstück für das Buchregal.

4. November 2011

[Rezension] Julie Kagawa - Plötzlich Fee. Winternacht


  Julie Kagawa
Plötzlich Fee. Winternacht (Teil 2)
Verlag: Heyne
Seiten:
496
Ausgabe: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-453-26722-0
Leseprobe
 

Inhalt:
Durch einen Handel mit dem Winterprinzen Ash, der ihr geholfen hat ihren Bruder zu finden, muss Meghan ihm freiwillig nach Tir Na Nog zum Hof der Winterkönigin Mab folgen. Dort ist sie einsamer denn je, denn die Winterfeen lassen sie ihre Abneigung spüren und auch Ash sieht sie kaum noch, da er ihr aus dem Weg geht. Schlimmer noch, er zeigt ihr immer die kalte Schulter, weist sie ab oder verabscheut sie vor Mab. Sie fängt an, an ihm zu zweifeln und fragt sich, ob seine Gefühle ihr gegenüber nicht doch nur gespielt waren, um sie Mab auszuliefern.
Schließlich kommt zum Ende des Sommers, genauer gesagt zur Tagundnachgleiche wenn der Sommer endet und der Winter beginnt, König Oberon an den Winterhof um Mab das Jahreszeitenzepter zu bringen. Meghan nimmt jedoch an dieser Feierlichkeit nicht teil und trifft stattdessen Ashs Bruder, den Prinzen Sage. Doch dann tauchen plötzlich die eisernen Feen auf um das Jahreszeitenzepter zu stehlen. Sage versucht noch gegen sie zu kämpfen, stirbt aber dabei. Erbost um den Tod ihres Sohns verwandelt Mab Meghan in eine Eisstatue und will gegen den Sommerhof in den Krieg ziehen, da sie sich an Oberon wegen des Diebstahls und ihrem getöteten Sohn rächen will. Nur mit Ashs Hilfe gelingt es Meghan sich aus ihrem eisigen Gefängnis zu  befreien und aus dem Winterhof zu fliehen.
Um den bevorstehenden Krieg zu vermeiden müssen sie das gestohlene Jahreszeitenzepter wiederbeschaffen. Dabei ahnen sie noch nicht, dass die Eisernen Feen ganz eigene Pläne verfolgen…


Meine Rezension:
Der 2. Band „Winternacht“ der „Plötzlich Fee“-Reihe von Julie Kagawa schließt nach einer kurzen Rückblende an den ersten Band an.
Wie im ersten Band entführt die Autorin den Leser in das Land der Feen, genannt Nimmernie. Hier gibt es einen Sommerhof, der von König Oberon,  und einen Winterhof, der von Königin Mab, regiert wird. Da sich beide Höfe nicht sonderlich gut verstehen, ist dies eigentlich eine perfekte Grundlage für eine Geschichte. Jedoch hat das vorliegende Buch ein großes Problem: Es entwickelt sich in der ersten Hälfte überhaupt kein Tiefgang, da Meghan am Winterhof der Königin Mab sich als unbeholfen und als ständige Heulsuse entpuppt. Sie jammert und weint sehr viel herum und trauert um ihre große Liebe Ash, der nichts mehr von ihr wissen will. Dies hat aber einen ganz einfachen Grund: Winterelfen ist es verboten sich in Sommerelfen zu verlieben. Dass er sie jedoch zu ihrem eigenen Schutz mies behandelt versteht sie nicht und so ist Herzschmerz vorprogrammiert. An manchen Stellen hat sie mich mit ihren naiven Art zur Weißglut gebracht, denn obwohl sie gegenüber Ash von der großen Liebe spricht, lässt sie sich auf ihren besten Freund Puck ein und das nur, weil Ash nicht für sie greifbar ist. So kommt es zu einer Dreiecksbeziehung. Doch für wen wird sie sich entscheiden? Zumal Ash auch seine erste große Liebe Ariella nicht vergessen kann…


Das Ende des Buchs hat mich sehr überrascht. Denn hier treffen Meghan und Ash eine Entscheidung, die in sich das Geheimnis der Reihe birgt und es dem Leser unerträglich macht auf den 3. Und letzten Band „Herbstnacht“ zu warten, der am 23.01.2012 erscheinen wird.
Genau wie im 1. Buch ist dieses sehr flüssig und spannend geschrieben, so dass man es einfach wunderbar vor sich hin lesen kann. Jedoch ist die Story, trotz Meghans unmöglicher Art, abwechslungsreicher, da sie teilweise überraschende und ungeahnte Wendungen in sich birgt. Die Autorin versteht es gekonnt in ihren Text verschiedene Rätsel und Hinweise zu verstecken, welche die Fantasie der Leser nur anregen.


In dem vorliegenden Buch sind neben ein paar neuen auch viele altbekannte Charaktere wieder vertreten. So habe ich mich über die Katze Grimalkin sehr gefreut, die für mich immer wieder ein Highlight ist, oder aber das Eisenpferd. Ash ist mit seinem undurchschaubaren und kühlen Charakter ein Traumprinz für jede junge Leserin, die zur Zielgruppe dieses Jugendbuchs gehört. Ich bin gespannt, ob die Autorin Ash und Puck in dem nächsten Buch noch ein bisschen mehr an Tiefgang verleihen wird. Wünschen würde ich es mir vor allem aber für Meghan. Ich glaube nochmal ein Buch mit so einer Heulsuse ist nicht wünschenswert.


Mein Fazit:
Ein gutes Buch, obwohl mir der erste Teil besser gefallen hat. Es könnte besser sein, wenn Meghan mit ihrer unmöglichen Art nicht gewesen wäre. Trotzdem war das Buch sehr schön zu lesen und hat mir sehr gut gefallen.

1. November 2011

[Rezension] Amanda Hocking - Unter dem Vampirmond - Versuchung


Amanda Hocking
Unter dem Vampirmond - Versuchung, Teil 1
Verlag: cbj
Seiten:
320
Ausgabe: Paperback, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-570-16135-7
Leseprobe


Inhalt:
Als die 17-jährige Alice zusammen mit ihrer besten Freundin nach Hause geht, gerät sie in eine Lebensgefährliche Situation und wird von dem gut aussehenden Jack gerettet. Und schnell wird Alice klar, dass er über eine bestimmte Macht an Ausstrahlung verfügen muss. Alle Menschen in seiner Umgebung, egal ob Mann oder Frau, fühlen sich plötzlich zu ihm hingezogen – nur Alice lässt sein Charme anfänglich total kalt. Das ändert sich aber in den darauf folgenden Tagen, als die beiden immer mehr zusammen unternehmen. Dabei merkt sie, dass er irgendwie anders ist und vor ihr auch etwas zu verbergen scheint. Jack hat immer genug Geld und fährt ein teures und schnelles Auto. Auf Fragen nach seiner Arbeit weicht er ihr aus. Weitere Mysterien sind, dass er sich nur nachts mit ihr treffen will, nie Hunger zu haben scheint, übernatürlich stark ist und dass seine Wunden unnormal schnell heilen. Auch seine Familie scheint irgendwie anders zu sein. Am meisten wundert sie sich allerdings über Jacks Bruder Peter. Schon bei ihrer ersten Begegnung lässt er sie seinen tiefen Hass und seine Ablehnung spüren. Dennoch fühlt sie sich aber unerklärlich zu ihm hingezogen, und das obwohl sie sich in Jack verliebt hat. Letztenendes jedoch muss sie sich entscheiden: Für Jack oder Peter.

Meine Rezension:
Mit „Unter dem Vampirmond – Versuchung“ (Teil 1) und „Unter dem Vampirmond – Verführung“ (Teil 2) erscheinen bei cbj gleich zwei Bücher dieser Erfolgsserie von Amanda Hocking, die bereits in den USA für großes Aufsehen gesorgt hat. Die Reihe ist in die Kategorie der Jugendbücher einzuordnen, deren Zielgruppe 13-17-jährige Mädchen sein dürften. Obwohl ich nicht zu dieser Zielgruppe gehöre, habe ich mich richtig auf diese Vampirgeschichte gefreut und wurde schon auf den ersten paar Seiten enttäuscht. Ich fand keinen Zugang zu der Geschichte, da bereits auf den ersten Seiten die beiden besten Freundinnen Alice und Jane für mich zu unterschiedlich waren. Mir ist es immer noch schleierhaft, was die beiden aneinander finden, da sie so keine Gemeinsamkeiten zu haben scheinen. Schließlich wird die Hauptprotagonistin Alice auch gleich von einem attraktiven Unbekannten gerettet, der dazu noch reich zu sein scheint und ein schnelles Auto fährt. Ein altbekanntes Thema gleich zum Einstieg der Geschichte, dass man schon so oft in dieser Form gelesen hat. Zudem scheint der Plot eine Mischung aus „Twilight“ und „Vampire Diaries“ zu sein, da es zu viele eindeutige Parallelen gibt. Für mich störend, da ich mit den beiden überhaupt nichts anfangen kann und ich eigentlich darauf gehofft habe, eine neue, frische und eigenständige Story vorzufinden. Es ist alles irgendwie so glatt – interessant wird es jedoch erst, als Jacks Bruder Peter ins Spiel kommt und die Dreieckskiste losgeht.

Die Charaktere sind gut – ihnen fehlt jedoch die nötige Tiefe und konnten somit nicht ganz begeistern. So wird dem Leser schnell klar wer oder was Jack ist. Die Autorin macht keinen großen Heel daraus. Auch trifft hier das typische Klischee wieder zu: Einem Vampir müssen alle verfallen. Selbst Alices Mutter benimmt sich in seiner Gegenwart wie ein verrückter Teenager und schwärmt von ihm. Für mich leider unbegreiflich…  Alice ist mir leider auch nicht greifbar. Mit der Zeit entwickelt sich mehr als nur freundschaftliche Gefühle für Jack – spürt aber auf der anderen Seite ein tiefes Verlangen zu dessen Bruder Peter. Und das obwohl er sie wie Dreck behandelt. Klar ist, dass sie sich entscheiden muss. Was sie aber noch nicht weiß, ist, dass sie einem mysteriösen Geheimnis der Familie auf die Spur kommt. Sehr schön fand ich, dass die Autorin einmal eine andere und neue Art der Vampire erschaffen hat. Sie können bei Tageslicht unterwegs sein, werden dafür allerdings ganz schnell müde. Sie müssen nicht an ihren zivilen Opfern rumnuckeln, sondern haben Zugriff auf Blutkonserven und auf bestimmte Spender. Sie leben wie die Menschen, gehören aber aufgrund ihres Andersseins nicht dazu. Auch können Amanda Hockings Vampire sterben wenn sie kein Blut mehr trinken oder sie sie schlimm verwundet sind. Das wichtigste bei ihren Vampiren ist jedoch, dass es für jeden Vampir eine Seelenverwandtschaft mit einer anderen Person gibt. Und diese besondere Art von Beziehung gibt es eben nur ein einziges Mal. Bei jedem. Dachten die Vampire. Denn Alice bringt Jacks und Peters Familienleben ganz schön durcheinander.

Aufgrund des einfach gehaltenen Schreibstils liest sich das Buch insgesamt sehr flüssig. Die Autorin weiß mit einfachen Worten den Leser ans Buch zu fesseln und es wird auch nicht langweilig, da es an einigen Stellen doch gute Action gibt. Dennoch muss man ganz klar sagen, dass dieses Buch die Basis für die weiteren 3 Bände bildet, in denen es dann rasanter zugehen wird.

Obwohl ich nun einiges an Kritik losgelassen habe, möchte ich noch kurz die Covergestaltung ansprechen. Sie ist wunderschön gestaltet worden und auch von den Farben her sehr stimmig. Alle 4 Teile sind im gleichen Stil gehalten, dass ein Wiedererkennungswert vorliegt, und die 4 Bücher im Buchregal sehr schick und stimmig nebeneinander anzuschauen sind.

Mein Fazit:
„Unter dem Vampirmond – Versuchung“ (Teil 1) ist eine Fantasygeschichte um Vampire, die an manchen Stellen oberflächlich ist und sich wie bereits gelesen anfühlt. Die Autorin greift auf altbewährtes zurück und bringt keine neuen Ideen zu Papier. Leider konnte das Buch meine Erwartungen somit nicht erfüllen, was nicht heißen soll, dass es ein schlechtes Buch ist. Für alteingeschworene Vampirfans, die „Twilight“ und „Vampire Diaries“ lieben, ist dieses Buch genau richtig und wird ihre Erwartungen vollstens übertreffen.

[Rezension] Alison Goodman - Eona. Drachentochter

Alison Godman
Das letuzte Drachenauge, Eona-Reihe, Teil 2  
Originaltitel: The Last Dragoneye
Verlag: cbj
ISBN: 978-3-570-13682-9
Seiten: 608
Ausgabe:
Hardcover mit Schutzumschlag



Seitdem Eona erfahren hat, dass die ein Drachenauge ist, eine der wenigen Personen, die Drachen sehen und beschwören können, ist sie auf der Flucht vor dem Tyrannen Lord Sethon. Er hat seinen Bruder, den rechtmäßigen Kaiser ermordet und dessen Thron seitdem eingenommen. Obwohl sich immer mehr Widerstandskämpfer zusammen finden, ist ihre Zahl immer noch sehr gering. Hinzu kommt, dass Eona ihre Kräfte noch immer nicht richtig einsetzen kann. Lord Ido, ein weiteres Drachenauge, ist ihre einzige Hoffnung ihre Gabe nun endlich beherrschen zu können. Doch leider sitzt Ido in einem Gefängnis in Sethons Palast und die Zukunft des Landes hängt somit an Eona. Doch neben dieser Aufgabe muss sie auch noch eine andere bewerkstelligen:  Si e muss Kyogo helfen Sethon zu stürzen, damit er seinen rechtmäßigen Platz auf dem Thron einnehmen kann…

Meine Rezension:
Nachdem ich den ersten Teil „Eona – Drachentochter“  in einem Rutsch gelesen habe, habe ich mich sehr auf den 2. Teil dieses magischen Fantasy Abenteuers gefreut. Obwohl mir der erste Teil einen kleinen Tick besser gefallen hat, ist der 2. Teil aber keineswegs schlecht. Der  Schwerpunkt dieses epischen Werks liegt nun mehr denn je an dem Schicksal eines mutigen Mädchens in einer Welt voller politischer Intrigen. So muss Eona dem rechtmäßigen Erben Kyogo helfen seinen Onkel, den Tyrannen Lord Sethon zu stürzen. 

Dazu hat die Autorin beiden Teile der Saga miteinander verknüpft und weiß ganz genau, wie sie die verschiedensten Inhalte miteinander verflechten muss.
Was ich jedoch vermisst habe, ist ein Glossar mit wichtigen Begriffen, denn am Anfang (mit einem Jahr Abstand zum ersten Teil) war es wieder ziemlich schwer sich in die Geschehnissen um Drachen und Drachenaugen hineinzufinden. Doch wenn man sich dann mal wieder eingelesen hat, findet man sich in der Welt von Eona sehr gut zu recht und es hat mir dann doch sehr viel Spaß gemacht zu lesen.
So kommt neben all den politischen Intriegen aber auch die Liebe nicht zu kurz. Sie nimmt einen kleinen aber doch sehr interessanten Teil ein, denn hier gibt es gleich 2 Männer, die um Eonas Gunst buhlen, ohne die Geschichte kitschig wirken zu lassen.

Alles in allem ist das Buch sehr schön geschrieben und auch flüssig zu lesen. Allerdings muss man mit den Gedanken bei der Sache sein um der Geschichte zu folgen. Man darf sich nicht von irgendwas ablenken lassen oder einfach mal „querlesen“, da es in der Geschichte, wie bereits erwähnt, um sehr viel politische Intrigen und Machtspiele geht. Diese sind aber so gut beschrieben, wie sie für ein Jugendbuch verständlich sind.
Wie im ersten Teil verwendet die Autorin in ihrer Handlung wieder viele Elemente der chinesischen und japanischen Mythologie und entwickelt so ihre eigene Geschichte.

Die Charaktere sind wie im Vorgängerband wunderbar ausgearbeitet. Eonas entwickelt sich weiter und man merkt richtig, wie sie mit jeder neuen Hürde stärker zu werden scheint. Aber auch die anderen Charaktere stagnieren keinesfalls, sondern können den Leser durchaus überraschen. Am besten haben mir die Szenen zwischen Ido und Kyogo gefallen, da sie sehr spannungsgeladen sind.

Mein Fazit:
Wer die Reihe von „Eona“ noch nicht kennt und gerne in eine gefährlich-magische Welt eintauchen will, sollte sich schleunigst den 1 Teil „Drachentochter“ besorgen und lesen. Die Reihe lohnt sich auf jeden Fall zu lesen und ich bin mir sehr sicher, dass jeder an ihr seine wahre Freude haben wird.