20. Oktober 2011

[Rezension] Michelle Harrison - Elfenseele. Jenseits der Ferne


Michelle Harrison
Jenseits der Ferne, Elfenseele Band 3
Verlag:
Loewe
Seiten:
544
Ausgabe:
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-7855-7358-7
Leseprobe 
 
Zum Inhalt:
Vor 1 Jahr wurde Rowan „Red“ Fox auf der Suche nach ihrem kleinen Bruder James zusammen mit Fabians Vater Warwick von der bösen Heckenhexe im Elfenreich gefangen genommen. Mit ihnen gab es noch einen weiteren Gefangenen: Eldritch. Da er jedoch vor einigen Jahren an James Entführung beteiligt war, hat Rowan ihn bei ihrer Flucht angekettet an einer Mauer im Keller der Heckenhexe zurückgelassen.
Nach nun einem Jahr belastet sie immer wieder die Frage was aus ihm geworden ist. Sitzt er immer noch im Keller fest? Ist ihm ebenfalls die Flucht gelungen und sinnt er nach Rache an ihr, da sie ihn zurückgelassen hat? Dunkle Hirngespinste machen sich in ihren Gedanken breit und lassen sie nicht zur Ruhe kommen. Dann tauchen auch noch plötzlich alte Bekannte auf, die ihr Leben zusätzlich durcheinander bringen. Tino, Sperling und Co. sind Mitglieder eines Covens, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschenkinder, die durch Wechselbälger ausgetauscht wurden, wieder aus dem Elfenreich zu holen. Allerdings hat der Coven gerade mit ein paar ernsten Problemen zu kämpfen; so sind einige Mitglieder des Kreises verschwunden und werden etwas später ermordet aufgefunden. Aber nicht irgendwie. Irgendjemand scheint hinter das Geheimnis des Covens gekommen zu sein, denn jedes getötete Mitglied wurde mit Bezug zu seiner Gabe getötet. Red, die mit ihrem einstigen Leben im Kreis des Covens abgeschlossen hatte, soll nun wieder ihre frühere Aufgaben übernehmen um somit dem Coven zu helfen. Natürlich wollen auch Tanya und Fabian helfen, doch schon bald finden sich alle Beteiligten in einer finsteren Verschwörung wieder, die alle in Lebensgefahr bringt…

Meine Rezension:
Jenseits der Ferne“ ist der dritte und auch letzte Teil der „Elfenseele“-Trilogie der britischen Autorin Michelle Harrison.
Leider muss ich sagen, dass mir dieser Teil der Trilogie nicht so ganz gefallen hat. Dies liegt an mehreren Faktoren. Wie im letzten Band übernimmt auch hier wieder Red die Rolle der Hauptprotagonistin und ich habe das Gefühl, dass sich ihre Geschichte über zwei Bände verteilt, sehr in die Länge zieht. Tanya wäre mir hier lieber gewesen. Gerne hätte ich noch irgendetwas von ihr oder Fabian erfahren oder gelesen, wo sie die Hauptrollen spielen. Im Gegensatz zu den anderen beiden Bänden spielt diese Handlung auch nicht in der Welt der Feen sondern in unserer realen Welt. Obwohl das Buch spannend geschrieben ist und auch eine wunderbare Geschichte in sich birgt, habe ich den Flair der magischen Feenwelt vermisst. Zwar gibt es hier auch lustige Abflussbewohner, aber es fehlt einfach das gewisse Etwas. Letztens möchte ich noch erwähnen, dass es auch sehr viele neue Figuren in der Handlung gibt. Aufgrund des Covens kommt man unweigerlich mit seinen Mitgliedern in Berührung, aber ich konnte zu den einzelnen Charakteren einfach keine Beziehung aufbauen. Zudem war auch in meinen Augen ziemlich schnell ersichtlich, wer der Verräter im Coven ist. Deshalb konnte mich auch leider der eigentlich sehr dramatische Höhepunkt nicht überraschen.
Der Schreib- und Erzählstil ist aber wie in den Vorgängerbüchern wieder leicht verständlich und sehr gut zu lesen. Michelle Harrison beschreibt sehr detailliert und lässt durch ihre flüssige und bildliche Sprache prächtige Bilder im inneren Auge des Lesers entstehen.

Mein Fazit:
Auch wenn es sich durch meine Kritik nicht so angehört hat, ist der 3. Teil der „Elfenseele“-Reihe nicht schlecht. Er kommt zwar leider nicht auf das Niveau seiner Vorgänger heran, ist aber an sich ein tolles Buch, das ich gerne gelesen habe. Man erfährt in dem Band mehr über das Geschäft der Elfen mit dem Austausch der Menschenkinder durch Wechselbälger, man trifft Vertraute und weniger freundliche Bekannte wieder und darf auf einen tollen Endkampf hin lesen.
Alles in allem ist „Elfenseele“ eine wunderbare Trilogie, die ich sicher noch einmal lesen werde und die ich nicht in meinem Bücherregal missen will.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen