15. September 2011

[Rezension] Nina Blazon - Zweilicht

Nina Blazon
Zweilicht
Verlag: cbt
Seiten: 416
Ausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-570-16117-3
Preis: € 18,95

Inhalt:
Nach dem Tod seines Vaters und der schwierigen Zeit mit seiner Mutter und ihres Lebensgefährten in Berlin, flüchtet Jay für ein Jahr als Austauschschüler in die Heimatstadt seines Vaters nach New York. Hier wohnt er bei seinem Onkel Matt und seinem Cousin Aiden. Zwar kommen er und Jay nicht wirklich gut miteinander aus, jedoch lernt Jay das Mädchen Madison kennen, in dessen mysteriöse Augen er sich sofort verliebt. Aber es gibt auch noch ein anderes Mädchen, die außer ihm scheinbar niemand sieht: Ivy. Sie trägt immer einen selber gebastelten Speer bei sich und trägt ungewöhnliche Kleidung. Noch ungewöhnlicher ist das, was sie Jay erzählt. Nämlich, dass er sein bisheriges Leben nur träumt und eigentlich in einer anderen Zukunft lebt, in der Städte verwüstet sind und immer bei Wintereinbruch Dämonen kommen um das Leben vollständig auszulöschen. So warnt sie ihn auch explizit vor dem alles verschlingenden Wendigo.
Schneller als Jay lieb ist, findet er sich in 2 Welten wieder. Doch welchem Mädchen kann er vertrauen und welches sagt die Wahrheit?
 
Meine Rezension:
Nachdem ich schon viele Bücher von Nina Blazon gelesen habe, habe ich mich unglaublich auf ihr neuestes Werk „Zweilicht“ gefreut. Vor allem ist mir das geheimnisvolle Cover ins Auge gesprungen und habe gehofft, dass der Inhalt mich genauso gefangen nimmt. Aber ich wurde enttäuscht…
Schon zu Beginn des Buchs ist es teilweise schwierig die Handlungen und Zusammenhänge zu verstehen. Die vielen Namen und die noch nicht greifbare Umgebung haben mich verwirrt. Schließlich jedoch verliebt sich der Hauptprotagonist in ein außergewöhnliches Mädchen. Doch er merkt, dass mit ihr irgendwas nicht stimmt. Dann taucht noch ein anderes, scheinbar unsichtbares Mädchen auf und es geschehen seltsame Dinge. Bis hierhin ist die Handlung, wenn man sich eingelesen hat, gut zu lesen. Aber ab ca. Seite 200 lässt die Autorin eine unvorhersehbare Wendung eintreten und ich konnte von da an der Geschichte nicht mehr folgen. Für mich war schleierhaft war real mit Jay passiert und was nicht – welches Mädchen es gut mit ihm meint und welches nicht. Ehrlich gesagt konnte ich der Handlung irgendwann nicht mehr folgen und musste das Buch –so schade es ist – aufgrund zu vieler Fragezeichen auf meinem Gesicht ungelesen bei Seite legen.
Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin etwas ausführlicher die Zusammenhänge geschildert hätte um so meine Verwirrung zu vermeiden.
 
Ansonsten ist der Schreibstil, wie man von Nina Blazon gewohnt ist, flüssig zu lesen. Das vorliegende Buch ist eine Mischung aus modernem Märchen, alten Sagen, Spannung, Abenteuer und natürlich etwas Liebe.
Die Charaktere sind leider aufgrund des skurrilen Plots nicht wirklich greifbar für mich gewesen.
 
Mein Fazit:
Das Buch war für mich aufgrund des skurrilen Plots verwirrend zu lesen. Obwohl ich die Grundidee der Handlung wirklich toll finde, konnte ich mich nicht mit „Zweilicht“ anfreunden.  „Faunblut“ hat mir eindeutig besser gefallen und ich hoffe, dass Nina Blazons nächster Roman mich genauso anspricht.

14. September 2011

[Rezension] Licia Troisi - Drachenschwester. Eltanins Verrat

 
Licia Troisi
Drachenschwester - Eltanins Verrat
Originaltitel: La Ragazza Drago - L'albero di Idhun
Verlag: cbj
Seiten: 256
Ausgabe: Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-570-15287-4
Preis: € 14,99
 
Inhalt:
Die 13-jährige Sofia trägt das Erbe des mächtigen Drachen Thuban in sich, der vor mehr als 30.000 Jahren seinen Wiedersacher, den Lindwurm Nidhoggr, besiegt und tief unter die Erde verbannt hat. Doch Nidhoggr gelangt immer mehr an seine alte Stärke zurück und sinnt nach Rache. Sofia und ihre Freundin Lidja sind die einzigsten, die ihn besiegen können. Dazu müssen sie nur die zweite Frucht des Weltenbaums finden, die sich in der Stadt Benevent verbirgt und an dem in den vergangenen Jahrhunderten die Hexen ihre Zusammenkünfte abhielten.
Während Professor Schlafen nach Budapest reist um einen weiteren Dragonier zu finden, verliebt sich Sofia in den Jungen Fabio. Der jedoch scheint von einem unheimlichen Geheimnis umgeben zu sein. Wer ist er wirklich? Und warum wird sie von schrecklichen Vorahnungen geplagt?

Meine Rezension:
„Eltanins Verrat“ ist der zweite Band der „Drachenschwester“-Reihe der italienischen Autorin Licia Troisi, die im Gegensatz zu ihren anderen Reihen in unserer realen Welt, genau genommen in Italien, und nicht in einer Fantasy-Welt spielt. In der vorliegenden Geschichte geht es darum wie Drachen und Menschen vor langer Zeit Seite an Seite zusammen gegen die Lindwürmer, und vor allem gegen den gefährlichen Nidhoggr, gekämpft haben. Da Nidhoggr vor vielen Jahrtausenden von dem Drachen Thuban  besiegt wurde, sinnt dieser nach Rache und gelangt durch seine Helfer immer mehr an Macht, um erneut die Welt zu erobern. So liegt es an den beiden Dragoniern Sofia und Lidja, die die beiden Drachen Thuban und Rastaban in sich tragen, die Welt zu retten.

Mit den beiden hat Licia Troisi wunderbare Charaktere erschaffen. Beide teilen das gleiche Schicksal, in dem sie das Erbe eines Drachen in sich tragen. Doch im Gegensatz zu Lidja, ist die Hauptcharakteron Sofia unsicher und hat kein großes Selbstvertrauen. Erst als Thubans Kräfte langsam in ihr zum Vorschein kommen, überwindet sie sich und wird immer selbstsicherer und findet allmählich zu ihrer eigenen Stärke. Und dann gibt es hier in der vorliegenden Geschichte noch den Jungen Fabio. Er nimmt eine ganz tragische Rolle ein, die ich aber aus dramaturgischen Gründen nicht erörtern will, sondern ist nachzulesen im Buch ;-)

Der Schreibstil von Licia Troisi ist wie immer flüssig und leicht zu lesen. Mit ihrem packenden Erzählstil lässt sie wunderbare Bilder im Kopf entstehen, die den Leser so schnell nicht mehr los lassen. Da gehen die 12 kapitel und 256 Seiten viel zu schnell vorbei.

Wie bei allen Büchern der Autorin wurde auch diese Coverillustration wieder von Paolo Barbieri gestaltet und ist wie immer sehr gelungen. Sie ist farblich sehr gut abgestimmt und zeigt das Portrait einer Dragonerin. Ein wahrlicher Blickfang im Buchregal!

Mein Fazit:
„Eltanins Verrat“ ist eine schöne und spannende Fortsetzung von „Thubans Vermächtnis“, die sicher noch die eine oder andere Überraschung für den Leser parat hält. Das Buch ist absolut zauberhaft und sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene Leser geeignet. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf den nächsten Teil und ich hoffe sehr, dass uns der Verlag nicht allzu lange darauf warten lässt.

12. September 2011

[Rezension] Kiersten White -Flames `n´ Roses. Lebe lieber übersinnlich

Kiersten White
Flames`n´roses. Lebe lieber übersinnlich
Verlag: Loewe
Seiten: 384
Ausgabe:
Hardcover
ISBN: 978-3-7855-7238-2
Leseprobe
 
Inhalt:
Auf den 1. Blick wirkt Evie wie ein ganz normales 16-Jähriges Mädchen: Sie liebt alles in rosa, träumt von ihrem ersten Date und verpasst keine Folge der Fernseh-Soap „Easton Heights“. Auf den 2. Blick ist Evie jedoch alles andere als normal. Seit ihrem 8. Lebensjahr arbeitet sie für die Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler, kurz IBKP, denn sie hat eine ganz besondere Gabe: Sie kann hinter die Cover Paranormaler blicken und ihr wahres Wesen sehen. Diese Gabe ist für das IBKP sehr hilfreich und macht sie so zu der wichtigsten Mitarbeiterin. So hat sie es bei ihren Einsätzen mit Vampire, Werwölfen, Feen und Moorhexen zu tun, die sie schnappt und „markiert“. Eines Tages geschieht jedoch das Unmögliche: Ein Paranormaler verschafft sich Zutritt zur Zentrale. Evie kann ihn mit ihrer Allzweckwaffe, einem rosa Taser mit glitzernden Straßsteinen, überwältigen. Jedoch entpuppt sich der Eindringling als der 17-Jährige Gestaltwandler Lend, der hinter seinem Cover auch noch super süß aussieht. Entgegen des auferlegten Verbots von Raquel, der Leiterin des IBKP und Evies Mentorin, besucht sie Lend immer öfter und ist immer mehr fasziniert von ihm. Jedoch hat sie eigentlich ganz andere Probleme. Plötzlich werden unzählige Paranormale ermordet und niemand kennt den Täter bzw. weiß den Grund dafür. Bis Evie bei einem ihrer Aufträge zufällig doch den Mörder sieht und zudem noch eine dunkle Prophezeiung über sich erfährt. Aber was soll das bedeuten? Was weiß das IBKP darüber? Und vor allem: Kann Lend ihr in irgendeiner Weise helfen?

Meine Rezension:
Dieses Buch ist der Auftaktband zu einer neuen Trilogie und selten hat mich ein Buch so überrascht wie „Flames `n‘ Roses: Lebe lieber übersinnlich“. Zugegeben, das kitschig aussehende pinkfarbene Cover hat mich zuerst abgeschreckt, die Geschichte an sich jedoch hat mich überzeugt. Sie beinhaltet viele witzige und spannend neue Elemente für einen sehr guten Jugendfantasy-Roman.

In den ersten Kapitel wird der Leser in die Welt des IBKP eingeführt und man lernt alle wichtigen Personen kennen: Evie, ihre beste Freundin Alisha, die Leiterin Raquel und auch Evies Ex-Freund Reth, wobei ziemlich schnell klar wird, warum er ihr Ex ist… Der Aufbau der IBKP ist sehr gut durchdacht. Sie haben sich zur Aufgabe gemacht die übernatürlichen Wesen dieser Welt zu registrieren und zu überwachen. So werden zum Beispiel paranormale Wesen wie Vampire kontrolliert, indem sie mit Weihwasser-Fußfesseln versehen werden, oder die Transportwege werden über Feenportale abgewickelt, da die Organisation Unterirdisch agiert. Auch sind die Absichten der Leiterin Raquel nicht ganz durchschaubar, was die Geschichte von Anfang an sehr spannend macht. Mir hat die Idee sehr gut gefallen, dass paranormale Wesen ein Cover mit sich herumtragen, um ihr wahres Wesen zu verbergen. So lernt der Leser auch, dass manche Fantasy-Wesen wie zum Beispiel die Vampire gar nicht so verlockend und schön aussehen, wie man sie sich immer ausmalt, sondern dass sich hinter ihrem Cover ein ekliges aussehendes Wesen verbirgt.
Das Buch beinhaltet also eine paranormale Geschichte der etwas anderen Art, in der mit den üblichen Klischees mal so richtig aufgeräumt wird.
Natürlich darf auch die Romantik nicht fehlen und so entwickelt sich eine kleine Liebesgeschichte zwischen Lend und Evie, die einfach nur süß und herrlich zum lesen ist.

Der Erzählstil der Autorin Kiersten White ist, obwohl aus der Ich-Perspektive geschrieben, sehr flüssig und lässt sich von der ersten bis zur letzten Seite wunderbar lesen. Das Buch besticht aber auch durch seinen Humor und seinen Wortwitz, der das Lesen zu einem wahren Lese-Erlebnis werden lässt und bei dem der eine oder andere Lacher garantiert ist. Die Geschichte nimmt einen von Anfang an gefangen und lässt einen auch in traurigen und spannenden Momenten nicht mehr los, sondern überrascht auch dann mit vielen überraschenden Wendungen, da der Plot oftmals nicht vorhersehbar ist. Dies ist der Autorin hervorragend gelungen und verdient von meiner Seite her ein großes Lob.

Auch die Charaktere sind alle wundervoll ausgearbeitet und vor allem die Hauptfiguren wirken sehr sympathisch, dass es einfach nur Spaß macht sie durch die Geschichte zu begleiten. So ist Evie ein freches und lebensfrohes Mädchen, das auch auf ihre Art ziemlich durchgeknallt ist. Sie liebt ihren pinken, mit Glitzersteinen verzierten Elektroschocker und die High-School Soap „Easton Hights“ im TV. Ihre Herkunft kennt Evie aber nicht, da sie mit 3 Jahren gefunden wurde und bis zu ihrem 8. Lebensjahr von einer Pflegefamilie zur nächsten kam. Erst da wurde das IBKP auf sie aufmerksam und seitdem arbeitet sie für diese Organisation. Hierfür lebt sie im Untergrund in einer eigenen Wohneinheit und hat eine wunderbare beste Freundin, die auch noch eine Meerjungfrau ist. Alisha. Besonders amüsant ist hierbei die Tatsache, dass die beide sich nur über den Computer unterhalten können und dieser Flüche oder Schimpfwörter einfach weg piept, da diese vermutlich nicht in seinem Wortschatz sind. Eine sehr witzige Idee :-)
Kurzum: Evie zu mögen ist einfach, aber auch die anderen Charaktere wie den Gestaltwandler Lend, dessen Gegenspieler, den Feen-Mann Reth oder die Leiterin Raquel sind sehr interessant, facettenreich und verblüffen immer wieder mit neuen Details. Neben ihnen gibt es in der Geschichte auch noch die paranormalen Wesen wie Vampire, Werwölfe, Moorhexen und Feen. Wobei mir in der Geschichte die Rolle der Feen besonders gut gefallen hat, da sie die wichtigste und zentrale Rolle spielen. Neben vielen neuen Elementen hat die Autorin auch die klassischen Elemente wie die Höfe Seelie und Unseelie aufgegriffen und vermittelt so eine gewisse Nähe zur Geschichte.

Mein Fazit:
Flames `n‘ Roses: Lebe lieber übersinnlich“ möchte ich allen ans Herz legen, die gute Jugendbücher mit einer Mischung aus Fantasy, Spannung und zarter Romanze mögen. Die Seiten lesen sich wie von selbst und das ganze Buch kommt charmant, witzig und sympathisch rüber. Für mich war es ein wahrer Lesegenuss, der leider nach Seite 384 zu schnell vorüber war. Die Fortsetzung „Supernaturally“ ist erst im Juli 2011 in den USA erschienen und muss noch über den großen Teich nach Deutschland wandern. Bis dahin heißt es geduldig warten und hoffen, dass der Löwe-Verlag uns nicht zu lange auf die Fortsetzung warten lässt.

9. September 2011

[Rezension] Thomas Thiemeyer -Chroniken der Weltensucher. Der gläserne Fluch

Thomas Thiemeyer
Der gläserne Fluch, Chroniken der Weltensucher, Band 3
Verlag: Loewe
Seiten: 480
Ausgabe:
Hardcover
ISBN: 978-3-7855-6577-3
 
Inhalt:
Der Völkerkundler Richard Bellheim kehrt nach seiner Reise in Westafrika seltsam verändert nach Hause zurück. Immer wieder lässt ihn sein Gedächtnis im Stich oder er erkennt Verwandte/Bekannte nicht wieder. Deshalb bittet seine Ehefrau seinen alten Bekannten Carl Friedrich von Humboldt um Hilfe. Auf einer Silvesterfeier der Bellheims versucht von Humboldt hinter dessen Geheimnis zu kommen, bis schließlich ein schreckliches Ereignis das neue Jahr 1894 einläutet. Nach diesen Ereignissen will Humboldt erst recht herausfinden, was Belleim während seiner Reise so verändert hat und macht sich zusammen mit Oskar, Charlotte, Eliza und der Kiwidame Wilma auf den Weg zu jenem geheimen Ort nach Afrika, zu dem Bellheims Tagebuchsaufzeichnungen verweisen. In Afrika angekommen überschlagen sich die Ereignisse und die Mission wäre fast gescheitert. Doch das Glück meint es gut mit ihnen und so gelangen sie schließlich in die verbotene Stadt und entdecken das mysteriöse Geheimnis des außerweltlichen gläsernen Fluchs. Bei diesem Unterfangen werden sie von dem Volk der Dogon beobachtet, die schon länger um die Gefahr des gläsernen Fluchs wissen und deren alte Prophezeiung voraussagt, dass die Ankunft der Fremden auf einem fliegenden Gefährt das Ende der Welt bedeutet…

Meine Rezension:
„Der gläserne Fluch“ ist der dritte Roman von Thomas Thiemeyers „Chroniken der Weltensucher“ –Reihe. Und dass die Reihe Potential besitzt zeigt sich daran, dass sie nicht wie andere Reihen mit der Zeit ihren Reiz verliert, sondern dass die Abenteuergeschichte eine gute und spannende Unterhaltung bietet und es, wie in seinen Vorgängern, sehr dramatisch und actionreich zugeht. Dabei sind Vorkenntnisse über die bisherigen Ereignisse der beiden Vorgängerbücher nicht erforderlich. In kurzen Rückblenden erfährt der Leser alles Wichtige über die Hauptprotagonisten. 

In „Der gläserne Fluch“ verschlägt es die Abenteurer nun nach Afrika – und man merkt Thomas Thiemeyers spezielles Verhältnis zu dem schwarzen Kontinent an, den er in seinen Urlauben bereist hat und seine Eindrücke in seinen Büchern verarbeitet und einfließen lässt. Er vermittelt neben dem eigentlichen Abenteurerroman auch historisches Hintergrundwissen über die Völkergruppen der Tellem und den Dogon, die tatsächlich einmal gelebt haben. Er nimmt das besagte Volk der Dogon, um das sich einige Legenden ranken, sowie das astronomischem Wissen über die Existenz des leuchtschwachen Sterns Sirius B und vermischt so Historie, Fantasy und Fiktion und bringt eine wunderbare Geschichte zu Papier, die nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene Leser in ihren Bann zieht. 

Sein leichter Schreibstil sowie seine Fantasie in Schilderung der Geschichte verleihen den eigenen Gedanken Flügel und macht den Leser selbst zum Weggefährten seiner Protagonisten.
In 2 Handlungssträngen verfolgt der Leser die Suche nach dem gläsernen Fluch. So begleitet man einerseits die Weltensucher Humboldt, Charlotte, Eliza, Oskar und die Kiwidame Wilma und auf der anderen Seite einen Trupp von Forschern, die ebenfalls versuchen in die verbotene Stadt zu gelangen. Hierbei trifft der Leser auf Altbekannte Personen wie Max Pepper und Harry Boswell, die bereits im ersten Roman „Die Stadt der Regenfresser“ ihren Auftritt haben. Begleitet werden die beiden von Jabez Wilson, der sich sehr schnell als skrupelloser Mensch herausstellt, und der über Leichen geht um an den gläsernen Fluch zu bekommen. 

Was es aber mit dem gläsernen Fluch genauer auf sich hat, werde ich aus dramaturgischen Gründen nicht erörtern, sondern sind im Buch nachzulesen ;-)

Desweiteren hat Thomas Thiemeyer, wie bei allen seinen Büchern, die Coverillustration selbst gezeichnet, ebenso wie die Karte der Tafelbergen Bandiagaras. Am Ende des Buchs gibt es wie immer die Encyclopedia Humboldtica, sowie ein schickes Lesebändchen und die Silberprägungen auf dem Buchdeckel und dem Buchrücken.

Mein Fazit:
Mit „Der gläserne Fluch“ hat Thomas Thiemeyer erneut ein fesselndes Jugendbuch geschrieben, das einfach nur begeistert. Wissensvermittlung trifft auf Action und Phantastik – Spannung auf interessante Handlung und vermischt sich zu einer packenden Geschichte mit liebenswerten Charakteren. Ein wahrer Pageturner!