1. August 2011

[Rezension] Sophie Jordan - Firelight. Brennender Kuss

 Sophie Jordan
Firelight
Verlag: Loewe
Seiten: 376
Ausgabe:
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-7855-7045-6
Preis: € 17,95
 
Inhalt:
Jacinda ist ein Draki. Ein Mensch, der sich bei belieben in einen Drachen verwandeln kann. Zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester lebt sie in einem Rudel in einem von Nebel verdeckten Dorf um sich vor den Drachenjägern zu verstecken und zu schützen. Deswegen lautet ein ganz wichtiges Gebot der Drakis: Fliegen ist nur bei Dunkelheit erlaubt. Doch Jacinde und ihre Freundin Azura halten sich nicht daran und werden schnell von Hubschraubern und schließlich auch von Jägern am Boden verfolgt. Jacinda will die Jäger ablenken und ihre Aufmerksamkeit ganz alleine auf sich ziehen um ihre Freundin zu schützen. Dabei wird sie jedoch von einem Jäger am Flügel getroffen und schwer verletzt. Da sie nicht mehr fliegen kann rettet sie sich in einen Spalt in einer Schlucht. Zwar folgt ihr ein Jäger und es kommt zu einer kurzen Annäherung – jedoch verpfeifft er sie nicht an seine Leute.
Zurück Im Dorf überschlagen sich daraufhin die Ereignisse und Jacindas Mutter bleibt nichts anderes über, als mit ihren beiden Töchtern zu fliehen und in einer Stadt in der Wüste zu leben. Hier hofft sie, dass unter der sengenden Wüstensonne Jacinda ihren Draki tötet, wie sie es selbst einst getan hat. Aber dann tritt plötzlich Will in Jacindas Leben und die beiden verlieben sich, obwohl das nicht sein darf.

Meine Rezension:
Vergesst die Biss-Bücher!!! „Firelight – Brennender Kuss“ ist ein grandioses Debut und ein faszinierender Auftakt zu einer neuen Trilogie, die Drachen, Verschwörung und Freundschaft vom feinsten bietet. Und natürlich darf auch die Liebe nicht fehlen – die es hier in Form von puren Zucker gibt, denn die Liebe zwischen Will und Jacinda darf eigentlich gar nicht sein und trotzdem kämpfen die beiden Protagonisten umeinander.

Aber vielmehr geht es eigentlich in der Handlung darum, dass Jacinda in einer Welt bestehen muss, die für ihren Drachen tödlich ist. Fernab von ihrem Rudel und der angenehmen Luftfeuchtigkeit muss sie nun in der Wüste leben. Für ihren Draki die größte Hölle, für ihre Mutter und ihre Schwester, die ganz normale Menschen sind, kein Problem. Dazu erschwerend kommt noch, dass sie unter den Menchen nicht auffallen darf. Was gar nicht so einfach ist, wenn man sich aufregt und automatisch dabei Gefahr läuft sich in einen Draki zu verwandeln. Spannung und Humor ist da natürlich vorprogrammiert!

Wunderbar bei der Geschichte ist, dass es mal nicht um Vampire und Werwölfe, sondern um eine ganz neue Drachenart geht. Das gibt es im Bereich Jugendbuch sehr selten und ist daher etwas ganz neues und ganz tolles. Kurzum: Ein etwas anderer Teenie-Fantasy-Roman, der mit einem gemeinen Cliffhenger endet.
Sprachlich ist das Buch, aufgrund des leichten Schreibstils, wunderschön zu lesen. Alles ist bis ins kleinste Detail liebevoll durchdacht und es gibt am Anfang keine langen Erklärungen, sondern man ist als Leser sofort in die geschichte gebracht und fliegt nur förmlich so über die Seiten. Die Spannung in der Geschichte ist jederzeit greifbar. Insgesamt eine sehr stimmige Geschichte, die einfach und unkompliziert zu lesen ist.
Auch die Charas sind wunderschön ausgearbeitet worden und man merkt, wie viel Herz die Autorin in sie gelegt hat. Vor allem Jacinda hat mir als Hauptprotagonistin sehr gut gefallen, was vielleicht auch daran liegt, dass die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt wird. Sie ist sehr facettenreich, jederzeit greifbar und als Leser kann man nicht anders als bei Glück und und Leid ganz nah bei ihr zu sein. Will hingegen ist von Anfang an sowas wie unnahbar. Öffnet sich aber nach und nach für Jacinda und bricht damit eine seiner Regeln, sich niemals in ein Mädchen zu verlieben. Doch wie wird er reagieren, wenn er als Drachenjäger erfährt, dass sie eine Draki ist? Was wird er tun? Und dann gibt es da noch Jacindas Schwester Tamara, die für mich sehr wichtig im Handlungsverlauf war, da sie der Gegenpart zu Jacinda ist. Denn im Gegensatz zu ihrer Schwester ist sie keine Draki sondern ein ganz normaler Mensch, der schließlich das Leben in der Wüste und unter den vielen Menschen genießt und sich das nicht wegnehmen lassen will. Was natürlich für reichlich Zündstoff unter den Geschwistern sorgt.
Die Covergestaltung ist sehr gut gelungen und deswegen möchte ich ein ganz großes Lob an den Loewe-Verlag aussprechen. Denn nicht nur die Schriften und das Coverdesign mit Jacainda und ihren geheimnisvollen Drachenaugen sind der Hingucker, auch der Schutzumschlag, der auf sehr interessantem Papier gedruckt wurde, das gold-rot schimmert. So kann kann sich lebhaft vorstellen, wie die Drachenschuppen der Drakis in der Sonne schimmern.

Mein Fazit:
Das Buch hat alles was ein gutes Fantasy-Buch braucht: Sympathische Charaktere, Liebe, spannende Handlungskurven und natürlich auch Antagonisten, die es den Hauptcharas so schwer machen, dass der Leser mitleiden muss. Dieses Buch wird jeden (nicht nur Jugendliche) überraschen, mitreisen und gefangen nehmen. Man kann sich definitiv auf weitere, spannende Abenteuer freuen und ich bin mir ganz sicher, dass Sophie Jordan sich mit dieser Reihe einen Platz im Fantasyhimmel gesichert hat.

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