12. August 2011

[Rezension] Carrie Jones - Finsteres Gold

Carrie Jones
Finsteres Gold
Originaltitel: Captivate
Verlag: cbt
Seiten: 352
Ausgabe:
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-570-16112-8
Leseprobe
Inhalt:  
Der Elfenkönig von Maine, und zugleich auch Zaras Vater, wurde von ihr und ihren Freunden besiegt und mit seinem gesamten Hofstaat in ein Haus im Wald eingesperrt. Doch damit ist die Gefahr noch nicht vorüber, denn jetzt tauchen fremde Elfen auf und versuchen die Herrschaft über das Territorium von Zaras Vater zu erlangen. Mit ihnen taucht auch Astley, ein anderer charismatischer und sehr netter Elfenkönig auf, der Zara sagt, dass sie dazu bestimmt ist seine Königin zu werden. Zaras Freund Nick ist davon natürlich überhaupt nicht begeistert. Doch dann taucht ein weiterer Elfenkönig auf, der ein skrupelloser Menschenhasser und durch und durch böse ist. Zuletzt erscheint auch noch schließlich eine Walküre auf der Bildfläche, die alle Krieger nach Wallhalla holen will. Unter ihnen auch Zaras Freund Nick. Wird sie ihn beschützen können?

Meine Rezension:
„Finsteres Gold“ ist der Fortsetzungsroman von „Flüsterndes Gold“ und spielt wenige Wochen nach dem ersten Band. Während in dem ersten von insgesamt vier Teilen dieser Reihe Werwölfe und Feen an sich auf sich aufmerksam gemacht haben, wird die Mythologie um die Elfen nun im zweiten Band vertieft. So werden in Carrie Jones Erzählungen Elfen als uralte und grausame Geschöpfe dargestellt, die man so nicht aus den üblichen Märchenbüchern und Geschichten kennt. Hier handeln die Elfen nur nach ihrer eigenen egoistischen Befriedigung, in dem sie anderen Schmerz zufügen und sich an ihrem Blut laben. Sehr schön gelungen, denn so ist ihre Art in diesem Buch was ganz eigenständiges und auch aufregend neues.
Diese Düsternis erfährt der Leser bereits auf den ersten paar Seiten, denn die Verknüpfung zu dieser neuen Elfenmythologie ist stets präsent, da sich Zara langsam zu einer Elfe verwandelt. Was sie aber auf keinen Fall werden will, denn alle Elfen sind skrupellos, böse und gemein. So ist sie immer und immer mehr in ihren Ängsten und ihrer Hoffnungslosigkeit gefangen.
Um dies noch authentischer Wirken zu lassen, hat die Autorin anstelle der verschiedensten Phobien am Anfang eines jeden Kapitels verschiedene Tipps und Tricks zum Schutz gegen die Elfen aufgeführt, an denen Zara und ihre Freunde arbeiten.
Aber auch die Liebe kommt in „Finsteres Gold“ nicht zu kurz. Im ersten Band haben der Werwolf Nick und Zara zueinander gefunden, aber schon jetzt im zweiten Band wird ihre Beziehung durch den neuen Elfenkönig, aber auch durch viele andere Dinge, auf eine harte Probe gestellt. Es wird dramatisch und romantisch, denn diese beiden Komponenten zusammen mit etwas Spannung fesselnd den Leser und bieten Suchtpotential um das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu können. Einzig und alleine die Bezeichnung „Baby“ unter den beiden hat mich fast an den Rand des Wahnsinnis gebracht. Sie ist ständig präsent und ich kann diesen Kosenamen nun wirklich nicht mehr hören und hoffe, dass die Autorin in Zukunft dieses Wort zurückfährt oder ganz weglässt.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen und die Autorin lässt wieder sehr schöne Szenen im Kopf entstehen. Der Plot ist spannend und magisch, wenn auch leider manchmal etwas durchsichtig, dadurch kommt aber keineswegs Langeweile auf. Vielmehr steigert sich die Handlung rasant durch sehr dramatische Szenen im letzten Drittel des Buchs und endet mit einem absolut gemeinen Cliffhenger – und die Wartezeit auf den Folgeband wird zur Geduldsprobe.
Die Hauptprotagonistin Zara entwickelt sich in diesem Band enorm weiter. Sie wird von einem kleinen, unschuldigen Mädchen zur Kämpferin. Das muss sie auch, denn wie sich im Lauf der Geschichte herausstellt, prophezeihen ihr Vater und Astley, dass sie sich in einen Elf verwandeln wird. Zara wehrt sich dagegen, doch wie soll sie das anstellen, wenn sie auf den neuen Elfenkönig reagiert?
Nick hingegen nimmt in diesem Band die Rolle des eifersüchtigen Freundes ein und ist deswegen leider etwas monoton dargestellt, was ihn nicht gerade ins richtige Licht rückt.
Dafür hat mir der neue Elfenkönig Astley sehr gut gefallen. Er ist für einen Elf sehr gefühlvoll und rücksichtsvoll, was es in seiner Rasse eigentlich gar nicht geben dürfte. Ich bin mir deswegen sehr sicher, dass wir von ihm noch einiges erwarten können, denn noch ist er der mysteriöse Neuankömmling, der viel Potenzial bietet und besitzt.
 
Mein Fazit:
„Finsteres Gold“ ist eine locker-leichte aber auch dramatische Elfengeschichte, bei der der Leser von Anfang an mit Zara mitfiebert und in der Geschichte gefesselt ist. Eine absolut gelungene Fortsetzung, die ihren Vorgänger in den Schatten stellt und noch viel Potenzial besitzt.

1 Kommentar:

  1. Ah, darauf freue ich mich auch. Mir hat der erste Band schon gut gefallen und ich muss mich noch ein bisschen gedulden, bis ich "finsteres Gold" lesen kann, denn ich habe noch dringenderen Lesestoff.

    AntwortenLöschen