7. August 2011

[Rezension] Aprilynne Pike - Elfenliebe

Aprilynne Pike
Elfenliebe
Originaltitel: Spells
Verlag: cbj
Seiten: 400
Ausgabe:
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-570-13885-4
Leseprobe
Inhalt: 
1 Jahr nach der ersten Begegnung mit dem Frühlingself Tamani, erhält Laurel eine Einladung für 2 Monate die Akademie in Avalon zu besuchen um alle Fähigkeiten einer Elfe zu erlernen. Als sie dort, weit ab von ihrem menschlichen Freund David erneut Tamani begegnet, geraten ihre Gefühle durcheinander. Einerseits liebt sie David und fühlt sich den Menschen angehörig, aber sie ist auch immer noch eine Elfe. Und hier, in der Elfenwelt Avalon, ist alles so faszinierend, und Tamani liebt sie so wie noch nie jemand zuvor… Obwohl die Menschenwelt dadurch in weite Ferne rückt, muss sie wieder zurück und merkt schließlich, wie sehr ihr ihre Heimat, ihre Familie und David gefehlt haben. Sie fühlt sich innerlich zerrissen und weiss, dass sie sich bald entscheiden muss. Aber nicht nur, dass ihre Elfenexperimente in der Menschenwelt nicht so richtig funktionieren wollen, nun wird auch noch ihre Freundin Chelseo von Jeremiah Barnes und ein paar anderen Orks entführt. Sie drohen Chelsea zu töten, wenn Laurel ihnen nicht das Tor nach Avalon zeigt.

Meine Rezension:
„Elfenliebe“ ist die Fortsetzung von „Elfenkuss“, in der Aprilynne Pike direkt an die Geschehnisse des vorherigen Romans anknüpft. Deswegen ist es nur ratsam den 1. Band unbedingt gelesen zu haben, denn es werden nur wenige Details wiederholt.
Direkt von Beginn der Geschichte wird der Leser in die phantastisch schillernde Welt der Elfen eingeführt. Mit dem sogenannten Avalon hat die Autorin eine wunderbare Märchenwelt geschaffen, die sie mit all den verschiedenen Elfenarten, ihrem Aussehen und ihren Bräuchen, sehr detailliert und fantasievoll beschreibt.
Leider muss man sagen, dass in diesem Lesebaschnitt nicht sehr viel passiert und die Geschichte sanft vor sich hin plätschert. Es passiert nichts spannendes und der rote Faden hat sich mir nicht erschlossen. Viel mehr gleicht es einer Reise in Aprilynne Pikes Elfenwelt sowie einem ständigem hin und her von Laurels Gefühlen gegenüber David und Tamani. Sie muss sich zwischen dem Menschen und dem Frühlingself entscheiden – der heimatlichen Menschenwelt oder Avalon.
Aprylinne Pikes Schreibstil ist ziemlich einfach gestrickt und daher sehr angenehm flüssig zu lesen. Man findet schnell Zugang zu der Geschichte, wartet aber im ersten zwei Drittel des Buchs vergebens auf spannende Plots. Erst im letzten Drittel des Buchs baut die Autorin langsam Spannung auf. Auf den letzten Seiten enthüllt sie schließlich ein neues Geheimnis und lässt die Geschichte schließlich in einem gemeinen Cliffhenger enden. Als Leser bleibt nur über, darüber zu spekulieren und sich auf den Folgeband zu freuen, den man natürlich lesen MUSS.
Neben der sehr schön beschriebenen Elfenwelt hat die Autorin sehr viel Mühe in die Ausarbeitung der Elfen gegeben. Sie sind nicht die typischen Märchenfiguren aus Geschichten und Sagen, sondern vielmehr was ganz eigenständiges. Leider hat sie dabei aber vergessen ihren Haupt- und Nebencharakteren mehr Tiefgang zu verleihen. Sie bleiben einfach gestrickt und wirken daher in der ganzen Geschichte etwas oberflächlich. Leider so auch die Hauptprotagonistin Laurel. Sie stellt sich immer und immer wieder die gleichen Fragen in Bezug auf ihre Gefühlswelt, was das ganze langatmig erscheinen lässt.

Mein Fazit:
Der Vorgänger „Elfenkuss“ hat mir besser gefallen als „Elfenliebe“, da der Plot nicht ganz so monoton und langatmig war. Das soll aber nicht heissen, dass es hier eine uninteressante Handlung gibt. Sie ist einfach nur nicht so interessant und mitreisend. Man merkt, dass das Potenzial, welches die Geschichte bietet, nicht umgesetzt wurde bzw. erst am Ende des Buchs Spannung aufkommt. Obwohl mich die Geschichte alles in allem leider nicht ganz überzeugen konnte, bin ich gespannt, wie es weitergeht und ob die Autorin zu ihrer alten Stärke zurück findet.

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