28. Juli 2011

[Rezension] Tessa Gratton - Blood Magic

  Tessa Gratton
Blood Magic
Verlag: cbj
Ausgabe: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Seiten: 448
ISBN: 978-3-570-15286-7Leseprobe

Inhalt:


Nach dem schrecklichen Tod ihrer Eltern hat sich Sillas Leben geändert. In der Kleinstadt ist sie das Gesprächsthema Nummer 1, da die Leute denken dass ihr Vater verrückt war  und sich selbst, zusammen mit seiner Frau, in den Tod gerissen hat.
Doch eines Tages bekommt Silla ein Buch zugeschickt. Der Absender ist jemand, der sich Diakon nennt und in einem Briefe seltsame Dinge über ihren Vater schreibt. Er soll laut ihm ein Magier und Heiler gewesen sein. Und tatsächlich erkennt sie in dem Buch seine Handschrift in den merkwürdigen Zaubersprüchen und Ritualen wieder.
Auf dem Friedhof will sie schließlich einen Zauber ausprobieren, der sich „Erneuerung“ nennt. Alles was sie dazu braucht ist ein Tropfen ihres eigenen Blutes. Doch davor schreckt sie nicht zurück und erweckt somit ein welkes Blatt wieder zu neuem Leben.

Doch Silla ist nicht alleine auf dem Friedhof. Nicholas, der mit seinem Vater und dessen junger Frau in die Nachbarschaft gezogen ist, hat ihren Zauber gesehen. Doch für ihn ist das nichts neues, da seine Mutter früher auch gezaubert hat.
Silla ist begeistert von der Zauberei und verliert nicht den Glauben an ihren Vater, den all die Leute nur für verrückt halten. Erneut versucht sie einen Zauber und erweckt ein totes Tier wieder zu neuem Leben. Doch wenn ihr das gelingt, könnte sie denn nicht auch wieder ihre Eltern zum Leben erwecken?


Meine Rezension:
Ich muss zugeben, dass ich am Anfang keinen richtigen Einstieg in das Buch gefunden habe. Erst nach dem 2. Versuch sprang der Funke über und ich wollte mehr von Tessa Grattons Idee von düsterer und gefährlicher Magie wissen.
Sie weiß ganz genau, wie sie die Blutmagie in Szene setzen muss um dem Leser ein Gefühl der Bedrohung hervorzurufen. Gegen Mitte des Buchs hat sich die Spannung noch gesteigert und ich war froh, dass ich nach dem holprigen Einstieg dem Buch eine zweite Chance gegeben habe und mich der Magie der Autorin hingeben konnte.

Die Handlung wird im Perspektivenwechsel der Protagonisten Silla und Nick beschrieben. Beides sind Teenager die ohne Anleitung in die Welt der Magie geworfen werden. Dabei gibt es viele Gefahren, denn die Magie kann Gutes, aber auch Schlechtes, bewirken. Zwischen diesen beiden Perspektiven findet man immer wieder handgeschriebene Briefe von Sillas Vater, die jedoch sehr schwer zu entziffern sind. In einem dritten Handlungsstrang gibt es dann noch die Tagebucheinträge einer alten Frau aus der Vergangenheit. Man merkt als Leser aber sofort, dass Josephine noch im Lauf der Handlung eine wichtige Rolle spielen muss. Und ich muss zugeben, dass einige interessante Überraschungen auf mich gewartet haben.
Aber auch das Böse schläft in der Handlung nicht und schleicht sich im Fortlauf der Geschichte immer mehr voran. Die düstere Atmosphäre ist einfach unglaublich und man braucht gute Nerven, denn die Handlung scheint mit Blut getränkt zu sein.
Im Lauf der Handlung legt die Autorin immer wieder falsche Fährten und gute Wendungen, die sie am Ende zu einem grandiosen Showdown vereint.

Silla und Nick sind tolle Charaktere, die auch mal Fehler, Ecken und Kanten haben. So ist Nick von Anfang an eine sehr sympathische Persönlichkeit und in seiner Art sehr offen. Silla ist dazu das krasse Gegenteil, denn aufgrund ihrer traumatischen Erlebnisse, die mit dem grausamen Tod ihrer Eltern verbunden sind, ist sie in sich gekehrt und flüchtet sich in ihre eigene Welt. Beide Charaktere werden von der Autorin wunderbar in ihren Gedanken und ihrer Gefühlswelt beschrieben.

Mein Fazit:
„Blood Magic“ ist ein einmaliger und wundervoller Roman, der sich von der Masse abhebt. Die Geschichte ist spannend, einfühlsam und sehr gut gruselig und birgt sehr viele Überraschungen in sich. Ich würde mich sehr freuen wenn aus diesem Roman heraus neben den Vampiren und Werwölfen ein neues Genre bilden würde.
Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Autorin sich auf diesen einen band beschränkt und nicht in viele Teile ihre wundervolle Idee breittreten wird.  Ich freue mich auf jeden Fall hoffentlich bald mehr von der Autorin zu lesen und empfehle sie als kleinen Geheimtipp.

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