29. April 2011

[Rezension] Michael Laimo - Dämonenfeuer

 Michael Laimo
Dämonenfeuer
Verlag:
Otherworld
Seiten: 269
Ausgabe:
Klappbroschur
ISBN: 978-3-8000-9519-3
Preis: € 12,95
Inhalt:
Manhattan im Jahr 2008: Die Kirche St. Peter ist zum Abriss freigegeben und bietet nur noch Obdachlosen Zuflucht, die sich nun in der ehemaligen Priesterwohnung niedergelassen haben. Als einer von ihnen, Jyro, in einer Baugrube eine alte Holzkiste findet und diese öffnet, befreit er unabsichtlich das Böse, welches in einem alten Kelch gebannt war. Dieses übernimmt sofort das Kirchengebäude und es beginnt ein verzweifelter Kampf um Leben und Tod. Aber nicht nur für die Obdachlosen, auch für alle Menschen wird das Ende anbrechen, wenn das Böse nicht gestoppt wird.
Pater Pilazzo, der ehemalige Priester der Kirche, ist die einzigste Hoffnung und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn das Böse scheint immer mächtiger zu werden und scheint durch nichts und niemanden aufhaltbar zu sein.

Rezension:
„Dämenenfeuer“ ist der erste Roman von Michael Laimo, der in Deutschland veröffentlicht wurde. Der Schriftsteller wurde auch schon mehrfach für den Bram Stoker-Award nominiert – und das nicht ohne Grund. Der vorliegende Horror-Thriller siedelt sich eher in den Splatter-Romanen an, bei denen die Darstellung von exzessiven Gewalt- und Blutszenen im Vordergrund stehen. Schon der Prolog, bei dem Ereignisse aus dem Jahr 1892 geschildert werden, wirft den Leser mitten in eine gruselige Geschichte um einen dunklen Kelch und dessen zahlreichen Opfern. Schlag auf Schlag geht es in den folgenden Kapitel weiter, die immer abwechselnd aus der Sicht des Obdachlosen Jyro und des Paters Pilazzo geschildert wird.

Die Geschichte wird rasant erzählt und lässt dem Leser keine Verschnaufpause. Man muss ganz klar sagen, dass der Autor sämtliche (christliche) Horrorelemente wie blutige Stigmata, apokalyptische Visionen, Besessene und grausige Opferungsszenen. Auch sind die sehr detailliert-plastische Beschreibungen der Horrorszenen nichts für schwachen Nerven. So gibt es eklige Fäkalien-Monster, verwesende Leichen, viele Schädel, viel Blut und Eingeweide, die nicht sehr angenehm zu lesen sind und auch Ekel hervorrufen können.

Durch diesen ganzen Splatter und nur 269 Buchseiten kommen die Charaktere zu kurz. Dabei ist die Idee Obdachlose, die von der Gesellschaft verstoßen wurden, deren Retter werden zu lassen. Dabei ist das Szenario bekannt: Gott gegen Teufel – Gut gegen Böse – und wenn das Böse siegt, geht die Welt unter.

Mein Fazit:
Mir persönlich war „Dämonenfeuer“ an manchen Stellen einfach zu eklig und das Ende irgendwie zu sehr abgedreht. Wer jedoch Horrorgeschichten liebt, die christlich angehaucht sind, und auch vor Splatter nicht zurückschreckt, ist hier genau richtig und wird dieses Buch lieben.

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