3. April 2011

[Rezension] R.A. Salvatore - Die Saga vom Dunkelelf 5: Die silbernen Ströme


 
R.A. Salvatore
Die Saga vom Dunkelelf: Die silbernen Ströme, Band 5
Verlag:
Panini Manga und Comic
Seiten:
144
Ausgabe:
Paperback mit Klappenbroschur
ISBN:
978-3-86607-475-0
Preis: € 16,95

Inhalt:
Drizzt, Bruenor, Wulfgar und Regis machen sich auf die Suche nach der sagenumwobenen Zwergenfestung Mithtrillhalle. Sie ist Bruenors Geburtsort und mit dem einstigen Reich der Zwerge auch sein Erbe. Das Schwierige bei der Suche ist, dass es kaum Informationen über die genaue Lage von Mithtrillhalle gibt und auch jegliche Erinnerungen aus Bruenors Kopf entflohen sind.
Sie begegnen auf ihrer Reise nicht nur feindgesonnenen Händlerstädten, sondern auch der Magier Dandybar wird auf die Gefährten aufmerksam, da Regis ihm einst ein besonderer Kristall entwendet hat. So schließt Dandybar einen Pakt mit dem mysteriösen Assassinen Artemis Enteri. Als die Adoptivtochter von Bruenor Heldenhammer, Cattie-Brie, ihm in den Weg kommt, nimmt er sie prompt als Geisel mit.
In Mithrillhalle treffen schließlich die Gefährten und mehrere tödliche Verfolger aufeinander...

Meine Rezension:
Voller Spannung habe ich den neuen Comic „Die silbernen Ströme“ erwartet, da sich schon im letzten Band „Der gesprungene Kristall“ ein deutlicher Wandel in Zeichnung und Geschichte angekündigt hat. War Drizzt noch in den Bänden 1-3 die treibende Kraft, ist dies nun ab Band 4 Wulfgar übertragen worden. Drizzt agiert nur noch als Aufhänger im Hintergrund. Dennoch ist die Handlung gut gelungen und es macht Spaß den spannungsvollen Abenteuern der Gefährten zu folgen.

Einzigster Wermutstropfen ist die Umbesetzung des Zeichners. Da mir die Zeichnungen im letzten Band aus der Feder von Val Semeiks nicht viel Spaß gemacht haben, hat mich interessiert, wie der Zeichner weiter vorgeht. Obwohl der Stil ein klein wenig besser geworden ist (oder liegt es daran, dass man sich an den neuen Zeichenstil gewöhnt hat?) sind mir die Gesichtszüge immer noch zu hart, die Körper der Protagonisten zu Muskulös und es fehlt mir immer noch etwas Liebe zum Detail. So zum Beispiel die Hintergründe der Bilder. Waren sie in den Bänden 1-3 von Zeichner Tim Seeley sehr ausgeprägt, hat man nun das Gefühl, dass sich Val Semeiks damit keine große Mühe gegeben hat, sondern sich eher auf die muskulösen und harten Charaktere im Vordergrund eingeschossen hat. Sehr schade...

Wie bereits in den vorherigen Rezensionen erwähnt, präsentiert sich der Comic neben einem tollen Coverartwork in einem wunderschönen Einband mit Klappbroschur. Die exzellente Aufmachung des Comics mit beschichtetem Cover, der Qualität der Seiten, des Drucks sowie der Leimung gibt absolut nicht das geringste auszusetzen. Im Innenteil gibt es, neben wunderschönen Artworks zu der handelnden Geschichte, ein Glossar über die wichtigsten Personen und Schauplätzen.

Mein Fazit:
Die Umsetzung der Story um den Dunkelelfen Drizzt verspricht sehr viel. Leider kann aber bei den letzten beiden Bänden die zeichnerische Qualität der Protagonisten mit den ersten 3 Bänden nicht mithalten. Dennoch liegt es zum großen Teil an dem persönlichen Geschmack, ob einem der Comic gefällt oder nicht. Aber ich finde, dass er weiterhin für alle Drizzt- und Comic-Fans lesenswert und trotz des genannten Mangels nicht schlecht ist. Nur kommt er meiner Meinung nach nicht an die ersten beiden Bände ran.

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