1. April 2011

[Rezension] R.A. Salvatore - Die Saga vom Dunkelelf 4: Der gesprungene Kristall

R.A. Salvatore
Die Saga vom Dunkelelf: Der gesprungene Kristall, Band 4
Verlag:
Panini Manga und Comic
Seiten:
144
Ausgabe:
Paperback mit Klappenbroschur
ISBN:
978-3-86607-350-0
Preis: € 16,95


Inhalt:
Drizzt Do'Urden hat im Eiswindtal eine neue Heimat gefunden. Von Kelvins Felshöhle aus wacht er über die Tundra und die Siedlungen Zehn Städte. Aber auch in dem Zwerg Bruenor Heldenhammer und seiner Tochter Catie-Brie hat er treue Freunde gefunden.
Eines Tages überfällt ein Barbarenstamm aus dem Norden Zehn Städte, um diese für sich einzunehmen. Im Kampf wird der junge Barbar Wulfgar gefangen genommen, der fortan für 5 Jahre in Bruenors Schmiedewerkstatt arbeiten soll. Er wächst nicht nur zu einem stattlichen jungen Mann, sondern auch zu einem hervorragenden Krieger heran. Von Drizzt erhält er den letzten Schliff in Sachen Kampfkunst, denn schon zieht neues Unheil auf: Die Völker der Barbaren, Orks, Oger und Riesen haben sich an den Magier Akar Kessel verkauft. Dieser bedient sich der Macht des gesprungenen Kristalls Crenshinibon, der ihn zum mächtigsten Mann der Oberwelt macht und der selbst den größten Dämon zu unterwerfen vermag. Mit dieser Armee will Akar Kessel Zehn Städte dem Erdboden gleichmachen...

Meine Rezension:
In Drizzts neuem Abenteuer „Der gesprungene Kristall“ ist seine Zeit als Drow im Reich der Spinnenkönigin vorüber und neue Abenteuer warten an der Oberfläche auf den Dunkelelfen. Trotz seiner guten Absichten ist es für Drizzt immer noch schwer den Vorurteilen gegenüber seiner Rasse gegenüberzustehen. Teils wird er nicht akzeptiert und andererseits völlig angelehnt. Doch im Land der Zehn Städte hat er eine neue Heimat und neue Freunde gefunden. 

Nach den ersten 3 Bänden um die Jugend des Dunkelelfen, geht es in diesem 4. Band der Reihe mit einem erwachsenen Drizzt weiter, der einen deutlichen Wandel durchgemacht hat. Dieser neue Lebensabschnitt, aber auch das deutliche Erwachsenwerden der Geschichte, wird zeichnerisch verändert dargestellt. Andrew Dabbs Script hält sich zwar an die Romanvorlagen, für die Zeichnungen jedoch wurde ein neuer Zeichner engagiert. War dies in den ersten 3 Bänden Tim Seeley hat nun Val Semeiks das zeichnerische Zepter übernommen. Jedoch machen sich die Änderungen im Zeichenstil negativ bemerkbar. Nehmen wir zum Beispiel den Hauptprotagonisten Drizzt. Er sieht nun sehr viel älter aus, fast schon so als ob er ins Greisenalter gekommen wäre. Nicht nur seine, auch andere Mimiken der Charaktere wirken mit dem neuen Zeichner sehr verkrampft und stumpf. Bestimmte Eigenschaften der Gesichtszüge sind auch nicht gut getroffen, da die Kinne sehr ausgeprägt dargestellt werden und den Gesichtern zudem eine gewisse Härte verleihen. Aber auch das Aussehen der Protagonisten wurde verändert. So trägt Bruenor zum Beispiel keinen Helm mit zwei Hörnern, von denen einer abgebrochen und nicht mehr vorhanden ist. 

Ansonsten präsentiert sich der Comic neben einem tollen Coverartwork in einem wunderschönen Einband mit Klappbroschur. Die exzellente Aufmachung des Comics mit beschichtetem Cover, der Qualität der Seiten, des Drucks sowie der Leimung gibt absolut nicht das geringste auszusetzen. Im Innenteil gibt es, neben wunderschönen Artworks zu den Dunkelelfen, ganz neu ein Glossar über die wichtigsten Personen und Schauplätzen.

Mein Fazit:
Die Story ist einem echten Fantasy-Epos in Sachen Spannung und Tempo durchaus würdig. Jedoch ist der neue Zeichenstil in Bezug auf die Ausgestaltung der Charaktere nicht sehr gut gelungen. Dennoch ist der 4. Band um Drizzts Abenteuer eine geniale Fortsetzung um die Saga des Dunkelelfen. Ein absolutes Muss für alle Drizzt-Fans! Quereinsteigern würde ich empfehlen mit dem 1. Band zu beginnen, da es dem Leser sonst sehr schwer fällt den Handlungen und Kämpfen zu folgen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen