13. März 2011

[Rezension] Chiara Strazzulla - THARKARÚN - Krieger der Nacht



Chiara Strazzulla
THARKARÚN - Krieger der Nacht
Verlag:
cbj
Seiten:
912
Ausgabe:
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-570-13966-0
Leseprobe

Inhalt:
Acht Schurken im Kampf gegen das Böse!
Schatten liegen über dem uralten Reich der acht Völker, in dem Elben und Menschen, Dämonen, Goblins, Faune, Gnome, Feen und Zwerge seit Jahrtausenden miteinander leben. Überall im Reich tauchen plötzlich unheilvolle Feinde auf: die Gremlin, die schattenhaften, wandelbaren Krieger der Nacht. Im Auftrag ihres dunklen Herrn Tharkarún bringen sie Tod und Verderben über das Land, und nur eine geheimnisvolle Prophezeiung weiß, wie ihnen Einhalt zu gebieten wäre: Acht Gefährten müssen ihre Schicksale untrennbar miteinander verbinden. Doch nicht die größten Helden der Völker dürfen sich zusammentun – es müssen ihre gefürchtetsten Schurken sein. Die acht Auserwählten – allen voran der kluge junge Morosilvo Dan Na´Hay – sind stark und rebellisch … Aber der Auftrag, der vor ihnen liegt, ist gefährlicher als sie alle zusammen: Er führt ins tödliche Zentrum der schwarzen Magie

Meine Rezension:
„THARKARÚN - Krieger der Nacht“ ist der zweite Roman der jungen, italienischen Schriftstellerin Chiara Strazzulla. Das Buch ist mit seinen 911 Seiten ein ganz schöner Klopper und das Cover ist sehr ansprechend. Am Ende des Buchs gibt es ein Personenregister, was auch nötig ist, da das Buch eine sehr große Vielzahl an handelnden Personen hat.

In dem Buch geht es darum, dass die Welt der freien Völker von einem mächtigen Feind bedroht wird. Ein mächtiger Magier verleiht den Gremlins, eigentlich schwache Wesen, seltsame Kraft und eine ungeahnte Kampfes-stärke. Noch ahnt keiner, wer der unbekannte Feind ist, der hinter all dem steckt – von einer Prophezeiung steht nur fest, dass er von den acht größten Schurken der Reiche besiegt werden kann... 

Das Buch ist in jeder Art vielfältig. Zwar kommt der Anfang nur langsam in Fahrt, da sich die Autorin sehr viel Raum nimmt die einzelnen Charaktere vorzustellen, aber die Geschichte nimmt ab der Mitte an Fahrt auf und am Ende schüttelt die Autorin noch die eine oder andere Überraschung aus dem Ärmel.

Sehr schön hat mir gefallen, wie in der Einleitung erzählt wird, wie die Welt und all ihre Geschöpfe von den 12 Göttern erschaffen wurden. Dabei hat die Autorin auch etwas biblischen Text einfließen lassen. Dann ist es aber leider so, dass sich das Buch im Gegensatz zu seinem Vorgänger etwas unbeholfen lesen lässt. Der Erzählstil wäre spannend zu lesen, wenn die Namen der Charaktere so schlecht gewählt wären. Und von denen gibt es nicht wenige. Es gibt Dämonen,Elben, Faune, Feen, Gnome, Goblins, Menschen und Zwerge. Und dies ist der große Minuspunkt des Buchs. Es gibt einfach zu viele Charaktere, die man nicht genau unterscheiden kann. Einerseits klingen die Namen alle so fremd und andererseits kann man sie dadurch auch nicht zu einem bestimmten Volk zuordnen. Es gibt keine Namens- oder Charaktereigenschaften wo man sie in eine Völkergruppe einordnen könnte. Dies lässt den Lesefluss sehr stocken, denn immer wieder muss man zum Personenregister blättern und den jeweiligen Charakter nachlesen. Was ziemlich lästig und nervig sein kann, wenn plötzlich 5 Charaktere gleichzeitig agieren. 

Sehr gut war allerdings der Gedanke, dass zum Beispiel Dämonen Magie nur kontrollieren können, wenn sie sich magische Bänder und Münzen, die mit Runen versehrt sind, ins Haar flechten. Chiara Strazulla trumpft hierbei mit wunderbaren neuen Ideen auf, die so noch nie gelesen habe und richtig schön finde.

Mein Fazit:
Ich weiss ehrlich gesagt nicht so recht, was ich von dem Buch halten soll. Der Lesefluss wurde von zu vielen unübersichtlichen Chartakteren gestört während die Fantasyelemente einzigartig neu sind. Schade. Ich hoffe, dass Chiara Strazzulla nächstes Buch nicht so chaotisch und unübersichtlich sein wird und mich wieder packen und in ihre eigens kreierte Fantasywelt entführen wird.

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