10. März 2011

[Rezension] Joachim Masannek - Honky Tonk Pirates. Das verheißene Land




Joachim Masannek
Honky Tonk Pirates. Das verheißene Land, Band 1
Verlag:
cbj
Seiten:
224
Ausgabe:
Gebundenes Buch, Pappband
ISBN: 978-3-570-15265-2
Leseprobe

Klapptext:
Berlin, 1760: Der clevere Waisenjunge Will kämpft als raffinierter Meisterdieb ums tägliche Überleben – und knöpft den Reichen so manchen Taler ab. Dabei hat er nur ein Ziel vor Augen: Er will Pirat in der Karibik werden! Sein Wunsch scheint sich zu erfüllen, als er dem düsteren Baron de Talleyrand einen Teil eines geheimnisvollen Amuletts stibitzt und dieser ihn daraufhin auf die Pirateninsel New Nassau verschleppt! Doch nicht nur der Baron sondern auch eine gefährliche Piratenhorde ist dort auf der Suche nach dem zweiten Teil des Amuletts, das zu einem sagenumwobenen Schatz führen soll. Die einzige Hoffnung für Will und seinen Freund Jo ist die wunderschöne und verwegene Piratin Honky Tonk Hannah. Doch man kann niemanden trauen, denn: Pirat bleibt Pirat. Und so beginnt eine atemberaubende Jagd …

Meine Rezension:
„Honky Tonk Pirates“ ist die neue Jugendbuchreihe von Joachim Masannek, der bereits mit „Die wilden Kerle“ einen Erfolg feierte. Nun erzählt er eine Piratengeschichte im Stil von „Fluch der Karibik“, die dem Leser sehr viel Abenteuerlust, Humor aber auch Charme entgegenbringt. So gibt es wilde Verfolgungsjagden, spannende Duelle und auch einen Bösewicht, der sich sehr schnell schon am Anfang der Geschichte herauskristallisiert. Zudem hat der Autor schöne neue Ideen in das Buch eingebettet, die man so vorher noch nicht gelesen hat und dadurch sehr neu wirken. So gibt es zum Beispiel lebendige Amulette oder Delfine, die Särge ziehen. Eins ist klar: Die Phantasie des jungen Lesers wird garantiert angeregt. Jedoch hat mir nicht so gut gefallen, dass es in der Erzählweise sehr viel Grausamkeit gibt, die für zart besaitete 10-Jährige nicht unbedingt geeignet sind. So fallen doch Worte wie „Bastard“ oder es wird auf das Thema Brutalität eingegangen. Andererseits zeigt der Autor dadurch auch auf, wie wichtig Freundschaft ist und dass man zusammenhält.

Die Kapitel sind sehr kurz gehalten und für junge Leser leicht zu lesen. Obwohl die Geschichte im Jahr 1760 spielt, ist die Sprache der heutigen zeit angepasst und gut verständlich. Der Autor schafft es sofort die Handlung im Buch zum Leben zu erwecken und den Leser in seine eigens kreierte Piratenwelt abtauchen zu lassen. Die Handlung ist ausserordentlich dynamisch gestaltet und ist auch manchmal jugendlich frech. Aber auch vor gewaltsamen Szenen, wie bei einem Krieg, macht der Autor nicht halt, sondern umschreibt diese sehr schön, schmückt sie aus und macht sie kindgerecht.

Der Hauptcharakter Will macht das Buch sehr lesenswert, da er für die Zielgruppe eine sehr gute Identifikationsfigur bietet und sich die jungen Leser durch ihn als Held in die Geschichte hineinversetzen und seine Abenteuer hautnah miterleben. Willfried Zacharias Karl Otto Stupps ist ein cleverer 14-jähriger Junge, der sich als gewitzter Dieb durch die Straßen von Berlin schleicht und davon träumt dem Elend in Berlin zu entfliehen und ein richtiger Pirat zu werden. Zumindest an seiner großen Klappe scheint es nicht zu liegen – eher daran, dass er eines Tages nach einem seiner Raubzüge gefasst wird. Nur ein magisches Amulett kann ihm jetzt noch helfen, seinen Traum zu verwirklichen... 

Mein Fazit:
„Honky Tonk Pirates. Das verheißene Land“ ist ein wunderbarer Auftaktband um den Höllenhund Will und verspricht unterhaltsamen Piratenklamauk im Stil von „Fluch der Karibik“. Die Geschichte ist fesselnd, humorvoll und bietet magische Elemente, so dass jeder junge Leser ein großes Abenteuer erleben kann.

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