1. Februar 2011

[Rezension] R.A. Salvatore - Die Saga vom Dunkelelf 1: Heimatland

R.A. Salvatore
Die Saga vom Dunkelelf: Heimatland, Band 1
Verlag:
Panini Manga und Comic
Seiten:
148
Ausgabe:
Paperback mit Klappenbroschur
ISBN:
3-8332-1388-4
Preis: € 16,95
Leseprobe

Inhalt:
In das chaotisch-böse Leben der Drow, bei denen das Leben der Dunkelelfen-Männer nicht mehr Wert ist als das Leben in Sklaverei, wird Drizzt als dritter Sohn des Hauses Do'Urden geboren und ist somit als Opfer für die bösartige Spinnengöttin Lolth vorgesehen. Allerdings entgeht Drizzt durch einen glücklichen Zufall seinem Schicksal und wird in die Obhut seiner Schwester Vierna gegeben, die fortan das Kind mit den seltsamen violetten Augen erzieht. In dieser lichtlosen Welt voller Intrigen, Lüge, Eitelkeit und Machtkämpfe hat es sich der Waffenmeister der Familie Do'Urden zum Ziel gemacht, Drizzt das Gefühl von Ehre und Selbstbestimmung zu vermitteln und nicht blind den weiblichen Familienoberhäuptern, Priesterinnen oder gar der grausamen Spinnengöttin zu verschreiben. Doch die Ausbildung, die Drizzts Mutter und seine Schwester für ihn vorgesehen haben, soll ihn zu einem Ungeheuer verkommen lassen, das mordet und verrät. Drizzt entwickelt sich rasch zu einem der gefürchtetsten Kämpfer der Stadt. Doch in ihm erwacht und wächst Verachtung auf seine eigene Rasse. Aber nicht nur deswegen schwebt er in Gefahr. In all den Jahren seit seiner Geburt wartet der Überlebende Devir auf den Untergang des Hauses Do'Urden und spinnt mit seinen verbündeten seine Intrigen und hält nun die Zeit für seine persönliche Abrechnung für gekommen. 

Meine Meinung:
Panini Comics hat sich der Comicadaption von R.A. Salvatores Dunkelelfen Drizzt angenommen und ist wunderbar gestaltet und sorgfältig aufgemacht worden. Der Comic präsentiert sich mit einem tollen Coverartwork in einem wunderschönen Einband mit Klappbroschur. Die exzellente Aufmachung des Comics mit beschichtetem Cover, der Qualität der Seiten, des Drucks sowie der Leimung gibt absolut nicht das geringste auszusetzen. Im Innenteil gibt es neben einem Vorwort des Autors zur Umsetzung seiner Romane als Comic, weitere wunderschöne Artworks zu den Dunkelelfen.

Die Dunkelelf-Saga von R.A. Salvatore um den Drow Drizzt gehört wohl zu Salvatores stärksten und besten Werken. Als Vorlage für den ersten Comic „Heimatland“ dienen die Romane „Der dritte Sohn“ und „Im Reich der Spinne“. Hierzulande wurde R.A. Salvatores Roman nämlich in zwei geteilt, während der Originalroman im englischen genau wie der Comic „Homeland“ heißt.

Zugegeben habe ich mich anfangs etwas schwer getan mit den exotischen Namen, die sich R.A. Salvatore für seine Dunkelelf-Saga ausgedacht hat. Aber dann gewöhnt man sich doch relativ schnell an das Dunkelelfenvolk, dass seine Clans in sogenannte „Häuser“ einordnet. Der einzige Lebenszweck dieser Dunkelelfen ist es bei der Spinnengöttin nicht in Ungnade zu fallen und in der Rangfolge der Häuser aufzusteigen. Wobei aufsteigen heisst andere Häuser zu überfallen und sämtliche Mitglieder des Hauses zu töten. Zimperlich geht es in all diesen Intrigen und Machenschaften nicht zu. Es gibt Morde, Lügen und selbst vor einem Brüdermord wird nicht zurückgeschreckt. Aus undefinierbaren Gründen erzürnen nämlich ehrenvolle Taten die Spinnenkönigin und Siege ohne ihr Wohlwollen sind absolut nicht zu erreichen.

Der Comic umfasst insgesamt 148 Seiten, in denen rund 30 Jahre von Drizzts Leben abgedeckt werden. Meiner Meinung nach haben sich die Macher des Comics mit der Vorgeschichte zu viel Zeit gelassen, während die Jahre in der Akademie sehr schnell abgehandelt wurden. Im Gegenzug dazu hat mir sehr gut gefallen, dass die Dunkelelfen bis auf wenige Ausnahmen immer das gleiche anhaben. So konnte man sie sehr gut auseinanderhalten wenn man bedenkt, dass alle Dunkelelfen die gleiche Hautfarbe und die gleichen weißen Haare haben. Das sorgt das eine oder andere Mal schon gerne für Irritationen.

Bei der Farbgebung des Comics bedienen sich die Zeichner, entsprechend dem unterirdischen Handlungsort, vorwiegend den Blautönen. Sie sind zwar in den Bildern dominant, magische Effekte jedoch werden durch helle und kräftige Farben in Szene gesetzt. Das Artwork bietet und garantiert sehr schöne Lesestunden.

Mein Fazit:
Die erste Geschichte um den Drow Drizzt wird sehr schön und in aufwendig gestalteter Form präsentiert. Eindrucksvoll ist es den Zeichnern gelungen die Unterwelt und die Dunkelelfen in ihrer Unbarmherzigkeit darzustellen. Für mich bietet der erste Comic „Heimatland“ eine großartige Story, die ich jedem Fantasy- und Comicfan bedenkenlos empfehlen kann. Auch Fans der Romane um den Dunkelelfen werden mit dieser Adaption mit Sicherheit ihre Freude haben und ist ein absoluter Pflichtcomic im Bücherregal. Mir hat der Band super gut gefallen und ich bin schon sehr gespannt, wie es im nächsten Band „ Exil“ mit Drizzt und Guenhwyvar weitergeht.

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