25. Februar 2011

[Rezension] Michelle Harrison - Elfenseele. Zwischen den Nebeln

Michelle Harrison
Zwischen den Nebeln, Elfenseele Band 2
Verlag:
Loewe
Seiten:
544
Ausgabe:
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-7855-6730-2
Leseprobe


Zum Inhalt:
Rowan Fox soll einen Monat Hausarrest bekommen, weil sie die Schule geschwänzt hat und nach London zu einer Ausstellung über Feen in der National Gallery gefahren ist. Allerdings hat ihr Vater von der Schwänzerei mitbekommen und hat sie dort vorgefunden. Als die gesamte Familie, Vater, Mutter, Rowan und ihr kleiner Bruder auf dem Heimweg sind, passiert plötzlich ein Unfall, den nur die beiden Kinder überleben. Beide werden daraufhin in ein Heim gebracht, wo Rowan mitbekommt, dass kleine Kinder von Elfen geraubt und durch Wechselbälger ersetzt werden. Doch keiner ausser ihr scheint das tatsächlich wahrzunehmen. Aus Angst um ihren Bruder passt sie extrem gut auf ihn auf, doch kann ihn letzten Endes doch nicht davor bewahren, dass er ebenfalls von den Elfen mitgenommen wird. Rowan beginnt fortan einen Zugang zum Elfenreich zu finden und erreicht den Elfenhof in jener Nacht, auch bekannt als Halloween, in der die Höfe Seelie und Unseelie ihre Plätze tauschen. Da dies aber noch nicht vollzogen ist, entscheiden beide Höfe, welche Aufgaben Rowan erfüllen muss, um ihren kleinen Bruder James zurückzubekommen. Doch die gestellte Aufgabe scheint unerfüllbar, da erhält sie plötzlich Hilfe von ihren Freunden Tanya und Fabian, die ihr auf der Suche nach den 13 Schätzen helfen...

Meine Rezension:
„Zwischen den Nebeln“ ist der zweite Teil der „Elfenseele“-Trilogie von der britischen Autorin Michelle Harrison. Wie im ersten Band „Hinter dem Augenblick“, webt die Autorin britische Feen-Sagen in ihre Handlung mit ein und lässt den Leser automatisch in die magische Welt der Feen, Elfen und Kobolde abtauchen. Während im 1. Band Tanya die Hauptprotagonistin war, ist es nun Rowan Fox, oder auch kurz genannt Red, die bereits im Vorgängerband eine Nebenrolle verkörperte. Dies hat sich nun geändert und „Zwischen den Nebeln“ schließt direkt an den 1. Band an. In ihm geht es darum, dass Red in das Reich der Elfen gelangen will um ihren Bruder James zurück in die Menschenwelt zu holen. Dazu kommt ihr genau richtig, dass Tanya fast durch einen Fluch ins Elfenreich gerissen wurde, hätte Red sich nicht freiwillig ihrer dargeboten. Sie erreicht den Elfenkönig und der Leser erfährt durch viele Rückblenden etwas über ihre Lebensgeschichte und wie es dazu kam, dass James von den Elfen entführt wurde.

Wie im ersten Band ist der Schreib- und Erzählstil leicht verständlich und sehr gut zu lesen. Michelle Harrison beschreibt sehr detailliert und lässt durch ihre flüssige und bildliche Sprache prächtige Bilder vor dem inneren Auge des Lesers entstehen. Besonders gut hat mir die Spannungskurve um die Heckenhexe gefallen, da sie sehr viel Spannung, Magie und Mystik in die Handlung bringt. Was jedoch am Anfang des Buchs so spannend war, plätscherte bei der Suche nach den 13 Schätzen leider nur so vor sich hin. Schade. Ist diese „Schnitzeljagd“ doch eigentlich der Vorreiter zum Höhepunkt dieses Buchs. Hingegen waren die Handlungsstränge einfach nur grandios gewählt. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die sich ständig abwechseln. So ist man einmal in den aktuellen Erlebnissen von Red, dann wieder in der Vergangenheit und schließlich auch in der normalen Welt bei Tanya und Fabian. Der Leser bekommt durch diesen Perspektivenwechsel einen tieferen Einblick in zwischen der Elfen- und der Menschenwelt.

Red ist die Hauptprotagonistin in diesem Teil der „Elfenseele“-Trilogie und ein wirklich sehr liebevoller Charakter, mit dem man sich sehr gut identifizieren kann. Red wird in der vorliegenden Handlung ausführlicher beleuchtet und in vielen Facetten dargestellt. Auch lernt der Leser hier Fabians Vater Warwick besser kennen und es kommt eine neue und völlig undurchsichtige Person hinzu, in Form der Haushälterin Nell.

Mein Fazit:
Man merkt zwar, dass „Elfenseele“ eine Kinder- und Jugendbuchreihe sein soll, die aber auch sehr gut von Erwachsenen gelesen werden kann. Zwar hat das Buch einen kleinen Minuspunkt, aber dennoch ist es so toll, dass man einfach nicht mehr aus seinem Bann herauskommt, hat man einmal angefangen zu lesen. Der 2. Band konnte mich überzeugen und ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen im 3. und letzten Teil.

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