24. Februar 2011

[Rezension] Michelle Harrison - Elfenseele. Hinter dem Augenblick

Michelle Harrison
Hinter dem Augenblick, Elfenseele Band 1
Verlag:
Loewe
Seiten:
368
Ausgabe:
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-7855-6607-7
Leseprobe
Zum Inhalt:
Tanya ist mit einer besonderen Gabe zur Welt gekommen: Sie hat das zweite Gesicht und kann damit Elfen sehen. Jedoch sind diese Geschöpfe nicht die hilfreichen und lieben Wesen wie man sie aus Märchenbüchern kennt. Sie piesacken Tanya wo es nur geht und drohen ihr fürchterliche Dinge an, wenn sie irgendjemand von ihnen erzählt. Dabei verursachen sie schreckliches Chaos und da ihre Mutter Tanya die alleinige Schuld gibt, bringt sie die schlichtweg überforderte Frau zu ihrer Großmutter nach Elvesden Manor. In dem alten Herrenhaus wimmelt es jedoch auch von Elfen, die außer Tanya niemand zu sehen scheint. Auch die Großmutter gibt ihr nicht das Gefühl willkommen zu sein - nur Fabian, der Sohn des Verwalters leistet ihr Gesellschaft. Beim durchstöbern des alten Herrenhauses stoßen die beiden auf eine Bibliothek mit ganz vielen Büchern zu Sagen und Geschichten der Elfen. Gespannt blättert Tanya durch die Bücher und kommt so an Informationen, wie sie sich vor den Übergriffen schützen kann. Doch nicht nur das, sie entdeckt auch einen alten Zeitungsartikel. In ihm geht es um ein Mädchen, dass vor über 50 Jahren verschwunden ist. Als Tanya dann etwas später mit Fabian im Wald unterwegs ist, begegnen sie gemeinsam diesem Mädchen und es stellt sich heraus, dass sie einmal die beste Freundin ihrer Großmutter war. Was aber seltsamer ist: Das Mädchen ist nach über 50 Jahren nicht gealtert. Tanya ahnt längst, dass dies etwas mit den Elfen zu tun haben muss und ist einem gefährlichen Geheimnis auf der Spur...


Meine Rezension:
„Elfenseele – Hinter dem Augenblick“ ist der Debütroman der englischen Autorin Michelle Harrison. Sie befasst sich in diesem Jugendroman mit einem Thema, das typisch für Großbritannien ist: Elfen. Magisch und mystisch stützt sie sich dabei auf britische Feen-Sagen und bringt dem Leser Elfen, Feen und Kobolde näher. Allerdings sind diese in „Elfenseele“ keine sanften Geschöpfe, sondern sind vielmehr bedrohlich, boshaft, grausam und hässlich. Sie leben nicht nur im Wald, sondern auch im Herrenhaus Elvesden Manor. Dieses bietet übrigens mit dem angrenzenden unheimlichen und gefährlichen Wald eine sehr gute Grundlage für eine spannende Geschichte. Um sich gegen die bösen Kreaturen in den Wäldern zu schützen greift die Autorin auf traditionelle Verteidigungsmöglichkeiten zurück, von denen jeder Leser schon einmal gehört hat. So schützt einen die Farbe rot oder man muss die Kleidung auf links tragen. Durch diese unbewusste Verbindung zu eigenen Erlebnissen kann man fasziniert in die detaillierte und farbenfrohe Welt von Tanya abtauchen und den Handlung vor seinem eigenen inneren Auge miterleben.
Die Geschichte ist zwar am Ende des Buchs in sich abgeschlossen, bietet aber dennoch einen weiteren Ausgangspunkt für eine weitere Handlung, die im zweiten Band „Elfenseele – Zwischen den Nebeln“ fortgesetzt wird.

Ein einfacher Satzbau und eine leicht verständliche Sprache zeigt, dass dieses Buch zwar als Jugendbuch gedacht ist, aber auch jeder Erwachsene, der an die mehr oder weniger bezaubernde Welt der Elfen glaubt, seine Freude haben wird. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende spannend und ein wahrer Page-Turner, da man mit jedem gelesenen Kapitel nähere Details zur Handlung erfahren will.

Michelle Harrison schafft jugendliche Hauptcharaktere, die typisch für diese Zielgruppe sind. Vor allem die 13-Jährige Protagonistin Tanya hat mir sehr leid getan, wie sie von den Elfen gepiesackt wird und sie sich keinem anvertrauen kann, da die Elfen sie einerseits bestrafen würden und auf der anderen Seite ihr aber keiner glauben würde. Dies bringt sie immer wieder in ungewollte Schwierigkeiten und macht sie sehr sympathisch. Genauso wie Tanya wächst dem Leser auch Fabian sehr schnell ans Herz und fiebert bei den Abenteuern der beiden regelrecht mit.

Meine Meinung:
„Elfenseele – Hinter dem Augenblick“ ist der Auftakt einer magischen und bezaubernden Fantasyreihe. Der Roman entführt in eine magische Welt voller Elfen, Feen und Kobolde, die man eigentlich nicht mehr verlassen will, wenn man einmal das Buch aufgeschlagen und sie betreten hat.
 

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