21. Januar 2011

[Rezension] Sebastian Fitzek - Splitter

Sebastian Fitzek
Splitter
Verlag:
Droemer-Knaur
Seiten:
384
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
978-3-426-50372-0
Preis: € 9,99

Inhalt:
Marc Lukas arbeitet als Streetworker mit Straßenkindern und hat ein schlimmes Erlebnistrauma: Seine Hochschwangere Frau ist zusammen mit dem ungeborenen Sohn bei einem Autounfall gestorben, während er als Fahrer überlebt hat. Um dieses Erlebnis zu vergessen, nach vorne zu blicken und eine neues Leben anzufangen, findet er in einer Zeitschrift eine Anzeige von einer Privatklinik. Diese suchen Probanden für ein neues Experiment, bei dem man schlimme Ereignisse vergessen kann. Marc wird eingeladen, lässt verschiedene Tests mit sich machen, entscheidet sich aber letztendlich doch dafür nicht an dem Test teilzunehmen, da es sehr gefährlich ist. So wird dem Probanden die komplette Erinnerung gelöscht und nach und nach wieder das eingespielt, an was er sich erinnern möchte. Doch dann beginnt der Albtraum: Sein Schlüssel passt nicht mehr in seine Wohnungstür und im Namensschild steht ein ganz anderer Name. Als er wie verrückt klopf, öffnet ihm plötzlich seine hochschwangere Frau, die ihn aber nicht kennt. Sie schickt ihn fort und ruft die Polizei. Doch es kommt noch schlimmer: Offiziell gibt es ihn in keinem Register mehr und als er sein eigenes Handy anruft, geht ein fremder Mann ran, der selbst behauptet Marc Lukas zu sein. Der eigentliche Marc ist entsetzt und befürchtet, dass seine komplette Existenz ausgelöscht wurde. Sofort macht er sich auf den Weg zur Klinik – doch auch sie ist verschwunden. Stattdessen prangt an der Stelle nur ein Plakat der Klinik, wie sie in 2 Jahren aussehen soll...

Meine Meinung:
Dies ist mein erstes Buch von Sebastian Fitzek und ich habe es in einem Rutsch durchgelesen. Die Handlung hat mich selber an meinem Verstand zweifeln lassen und das ist es, was einen guten Psycho-Thriller ausmacht. Zusammen mit Marc war man in der Klinik und nun soll sie verschwunden sein? Was ist mit seinem Leben passiert? Ist man vielleicht in der Zeit gereist? Wurde sein Gedächtnis doch gelöscht und falsch bespielt? Die Handlung ist tief und der Leser wird in die Geschichte hineingezogen. Sie strotzt zudem noch am Ende eines jeden Kapitels mit einem Cliffhenger, dass man nicht mal dazukommt das Buch für 2 Minuten aus der Hand zu legen, sondern will immer nur weiterlesen und fiebert mit Marc Lukas dem Ende entgegen, das mich leider etwas enttäuscht hat. Vielleicht habe ich es auch nicht ganz verstanden – aber trotz mehrmaligem Nachlesen habe ich den „Clou“ einfach nicht verstanden. Vielleicht kann mir der Autor bei Gelegenheit mal auf die Sprünge helfen :-)

Die Kapitel sind angenehm kurz gehalten und bauen, wie bereits erwähnt, mit Cliffhengern die kontinuierlich komplexer werdende Geschichte auf. Dazu kommt, dass der Erzählstil mich so fasziniert hat, dass ich mich ihm nicht entziehen konnte. Ebenso der Stil. Er hat mir so gut gefallen, dass ich von Wahrheit, Realität und Fiktion nicht mehr unterscheiden konnte. Einfach absolut einmalig!

Der Haiptchara Marc Lukas war mir sehr sympathisch und er hat mir so leid getan, als ihm vom einen Moment auf den anderen sein ganzes Leben geraubt wurde. Seine Situation, seine Hilfslosigkeit und seine pure Verzweiflung sind vom Autor sehr gut dargestellt und sehr glaubhaft, dass sich diese Gefühle sogar beim Lesen auf mich übertragen haben.

Mein Fazit:
„Splitter“ von Sebastian Fitzek ist der beste Psycho-Thriller des Jahres! Er bietet zusätzlich einen ordentlichen Schuss Action und es macht Spaß in diese Welt einzutauchen, da er berührt und Angst macht, ohne dass es ein großes Blutvergießen gibt. Ein wunderbares Buch, dass einen Kauf auf jeden Fall Wert ist. Auch wenn ich den Clou am Ende leider nicht verstanden habe werde ich mit Sicherheit noch weitere Bücher von Sebastian Fitzek lesen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen