21. Januar 2011

[Rezension] Nina Blazon - Ascheherz

Nina Blazon
Ascheherz
Verlag: cbt
Seiten: 544
Ausgabe:
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-570-16065-7
Preis: € 18,99



Inhalt:
Summer kann sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern. Sie weiss nur eins: Der Blutmann, der sie in ihre Albträume verfolgt, will sie töten. Doch er scheint nicht der einzige zu sein: Zwar rettet der geheimnisvolle und engelhaft schöne Anzej ihr Leben, aber auf ihrer gemeinsamen Flucht in das Nordland erfährt sie von ihrer Vergangenheit als Zorya, die durch ihren Kuss Menschen in den Tod begleiten. Vor mehr als 200 Jahren hat sie als Zorya Tjamed einen schweren Fehler begangen, indem sie einem Menschen, der dem Tode geweiht war, leben lies und ihm ewiges Leben schenkte. Als Dank dafür hat er Tjamed verraten und ihr das wertvollste als Zorya gestohlen: ihren Flügelmantel. Da er von dieser Zeit an einen erbitterten Krieg gegen Lady Mar, die Herrin des Todes, führt, fordert diese nun das Leben zurück, um das sie einst betrogen wurde. Sie fordert Tjamed auf diese Aufgabe zu erfüllen. Doch Tjamed sehnt sich weiterhin nach dem Leben als Mensch und noch viel mehr nach dem gefangenen Soldaten, dem sie ihre Liebe schenken will...

Meine Meinung:
Mit „Ascheherz“ hat Nina Blazon nach „Faunblut“ ein weiteres wahres Meisterwerk erschaffen, das in ihrer eigenen Fantasywelt spielt. Allerdings hat es etwas gedauert bis ich in der Geschichte angekommen bin. Trotz des schleppenden Einstiegs mauserte sich die Handlung aber doch noch zu einem spannenden Fantasyroman. Auf geheimnisvolle Art und Weise wird man in Summers rätselhafte Welt gezogen in der man fieberhaft mit eifert was es mit dem Blutmann und Summers Vergangenheit zu tun hat. 

Der Schreibstil von Nina Blazon ist wie immer sehr angenehm und bildhaft zu lesen, und man merkt sehr genau wie viel Hingabe, Liebe, Poesie und Schönheit sie in die Handlung eingeflochten hat, dass die wie Zucker auf der Zunge vergeht. Nach dem leider etwas schleppenden Einstieg hat mir das Ende am besten gefallen. Die Handlung nahm an Tempo und Geschwindigkeit zu und man fiebert mit Summer mit, wie sie auf Leben und Tod eine wichtige Entscheidung treffen muss.
Natürlich dürfen in den Büchern von Nina Blazon nicht zu kurz kommen. Summers Liebe für den Soldaten entwickelt sich ganz langsam. Sie spürt von Anfang an eine tiefe Verbundenheit, die wie purer Zucker zu lesen sind, und in den Momenten, in denen sie sich nicht ganz sicher ist, ob er es war, der sie um ihren Flügelmantel betrogen hat, sind sehr dramatisch.
Die Charaktere sind unglaublich interessant, weil sich alle in Grauzonen bewegen, in dem Gut und Böse, schwarz und weiss, verschwimmen. Sie sind so unterschiedlich auf ihre Art und Weise, dass man sie einfach alle irgendwie lieb haben muss. So ist Summer eine feinfühlige, liebenswürdige, aber auch undurchschaubare Figur. Sie schlüpft in ihrem Leben in so viele Rollen um zu überleben und ihre Albträume machen ihr das nicht einfacher. Schließlich erfährt sie nach und nach die grausame Wahrheit, wer sie in der Vergangenheit war und muss sich dieser (so schmerzlich sie auch ist) stellen.

Mein Fazit:
„Ascheherz“ von Nina Blazon ist ein phantastisches Abenteuer-Märschen, dass man mit Summer gemeinsam beschreitet. Man begleitet sie auf der Suche nach sich selbst, an die Grenze von Richtig und Falsch, sowie der Entscheidung zwischen Liebe und Tod. Ich empfehle dieses Buch allen Nina Blazon-Fans, die bereits andere Bücher von ihr gelesen haben, sowie allen anderen Leser und Leserinnen in diese Märchenhafte Welt einzutauchen und die Melodie der Handlung in sich wieder klingen zu lassen. Ein wunderbares Buch zu Anfang des Jahres und ein absolutes Highlight 2011!

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