28. Januar 2011

[Rezension] Kai Meyer - Arkadien erwacht

Kai Meyer
Arkadien erwacht
Verlag: Carlsen
Seiten: 416
Ausgabe: Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-551-58201-0
Preis: € 19,90

Inhalt:
Die siebzehnjährige Rosa Alcantara hält nichts mehr in Amerika und reist deshalb auf Bitten ihrer Schwester Zoe zu ihr und ihrer Tante Florinda nach Sizilien. Dort hofft Rosa auf einen Neuanfang – was aber nicht so einfach werden sollte, da ihre Familie zu einem alteingesessenem Mafiaclan gehört und ihr gut aussehender Flugbegleiter Alessandro ausgerechnet zum verfeindeten Clan, den Carnevares, gehört. Dennoch treffen Rosa und Alessandro sich heimlich und haben noch keine Ahnung welche Schwierigkeiten diese zart aufkeimende Liebe bringt. Erst als die Grenzen zwischen Feind und Freund verschwimmen, ahnt Rosa langsam, dass sich noch weit mehr Geheimnissen hinter den Intrigen der Mafia liegen muss...

Meine Meinung:
Kai Meyers Auftaktband zu seiner neuen Reihe „Arkadien“ ist einfach phantastisch. Er erzählt sehr spannend wie sich die Hauptprotagonistin in ihrer neuen Heimat Sizilien zurechtfindet und dabei eine Liebesbeziehung zu Alessandro aufbaut. Viele denken da gleich an „Romeo & Julia“, aber das Buch hat viel mehr zu bieten als eine abgedroschene Liebesgeschichte. Anfangs wird das Fantasyelement nur kurz angedeutet, aber dann setzt der Autor gekonnt das richtige Maß an Realität und Phantastik an. Rasant wird der Leser über faszinierende Details und spannende Geheimnisse um die Gestaltwandler in das Reich „Arkadien“ eingeführt. Dazu bedient sich der Autor einer bildreichen und angenehmen Schreibweise. Beim Lesen bleibt die Spannung durchweg erhalten und gekonnt werden die verschiedenen Aspekte in der Geschichte gemischt, die dafür sorgen, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. 

Beide Hauptprotagonisten sind von Geheimnissen umgeben, die nach und nach in der Geschichte gelüftet werden. Dabei wurde jeder Charakter für sich selber sehr gut ausgearbeitet und wirken trotz des Fantasyelements sehr natürlich und lebendig. Rosa ist ein typischer 17-Jährige Teenager, die aber auch sehr herausfordernd und abwiesend zu ihrer Umwelt sein kann. Dabei kristallisiert sich aber erst im Laufe des Plots heraus, dass sie gar nicht so tough ist wie sie tut, sondern ihre Verletzlichkeit mit diesem Verhalten überspielen will. Alessandro ist typisch für einen „Romanhelden“ sehr gut aussehend und seine Persönlichkeit umgibt ein Hauch von Gefahr. Er ist Mitglied des verfeindeten Mafiaclans und soll schon bald deren Oberhaupt werden. Trotzdem lässt er sich von Rosas abweisender Art nicht zurückweisen, sondern geht immer wieder auf sie zu, so dass die beiden mit jeder zu bestehenden Aufgabe immer mehr zusammen wachsen.
Am Ende des Buchs schafft Kai Meyer es dann auch noch den Leser nicht vollkommen unbefriedigt zurück zu lassen. Zwar ist die vorhandene Geschichte in sich abgeschlossen, beinhaltet jedoch noch ein offenes Ende und somit einen neuen Ansatzpunkt für einen neuen Handlunsgverlauf, der im 2. Teil „Arkadien brennt“ weitergeführt wird.

Mein Fazit:
„Arkadien erwacht“ lässt mich begeistert zurück. Es ist ein wundervolles Buch über geschichtliche Hintergründe, Intrigen, Macht, Liebe, Gestaltwandler und eine ganze Menge Abenteuer. Da die Realität zusammen mit der Phantastik verwoben wird, erwacht die uralte Welt „Arkadien“ zum Leben und bietet eine sehr gute Grundlage für diesen herausragenden Roman. Die Charaktere sind sehr aussergewöhnlich und lebendig, die sich zudem in einer spannenden und sehr gut durchdachten Geschichte weiterentwickeln. Das Buch ist packend von der ersten bis zur letzten Seite und ich kann nur eins dazu sagen: Unbedingt Lesen! Das Buch darf in keinem Buchregal fehlen!

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