14. Dezember 2011

[Rezension] Gail Carriger - Brennende Finsternis

  Gail Carriger
Brennende Finsternis (Band 2)
Verlag: Blanvalet
Seiten:
416
Ausgabe: Taschenbuch, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-442-37650-6
Leseprobe

Inhalt:

Für Lady Alexia könnte es nicht besser laufen: Lord Maccon, Anführer des Werwolfrudels von London hat sie geheiratet und außerdem hat die Queen sie persönlich zu sich ins Schattenkonsil berufen, in dem sie sich mit anderen Übernatürlichen wie Werwölfen und Vampiren in verschiedenen Angelegenheiten berät und auseinandersetzen muss.
Doch plötzlich geschieht etwas vollkommen Unerwartetes: Alle Übernatürlichen in London verlieren ihre Kräfte und ihre Gaben. Dazu kommt außerdem noch, dass ihr werter Gatte ohne Bescheid zu geben nach Schottland aufgebrochen ist um in seinem alten Clan für Ruhe zu sorgen. Doch Lady Alexia sieht gar nicht ein ihn alleine gehen zu lassen. Zusammen mit ihrer Schwester Felicity,  der Hutbesessenen Ivy und dem Claviger ihres Mannes, Mr. Tunstell, begibt sie sich per Zeppelin auf den Weg nach Schottland. Doch auf der Fahrt wird sie bedroht, vergiftet, überfallen und von Bord gestoßen… Wie gut, dass die Erfinderin Madam Lefoux auf Anraten ihres Gatten einen Parasol angefertigt hat, der mit verschiedenen Accessoires ausgestattet ist.
Seltsam ist jedoch auch, dass das eigenartige Phänomen der Vermenschlichung ebenfalls auf dem Weg nach Schottland ist. Haben eventuell die Heimkehrer eines Regiments der Krone aus Indien bzw. den afrikanischen Kolonien eine Seuche eingeschleppt?

Meine Rezension:
„Brennende Finsternis“ ist der 2. Teil der humorvollen und fantastischen Stampunk-Reihe von Gail Carriger.
Dieses Mal sorgt eine Art geheimnisvolle Waffe dafür, dass die Übernatürlichen, Vampire und Werwölfe, wieder menschlich werden. Eine eigentlich spannende Geschichte, bei der mir aber etwas die Romantik von Band 1 gefehlt hat. Denn obwohl die Handlung humorvoll ist und einige genialen Ideen hat, zogen sich einige Passagen in der Mitte des Buchs und wenn dann auch die Liebesgeschichte nicht funktioniert, kann einem sehr schnell langweilig werden. Meines Erachtens gab es hier ein bisschen zu viel Technik. Ich finde Steampunk Romane gerade durch diesen Aspekt faszinierend, aber dennoch hätte die Autorin auf ein paar Erklärungen der Gerätschaften verzichten können und sich stattdessen lieber dem Fortlauf der Geschichte widmen. Trotzdem ist die Handlung nicht langweilig oder uninteressant. Nur der 1. Band war einen kleinen Tick spannender und lustiger. Vor allem der gemeine Cliffhenger am Ende empfand ich als so emotional und spannungsgeladen, dass man kaum wagt zu atmen und man die Weiterentwicklung der Geschichte sofort lesen will.
Vom Schreibstil her ist der Text sehr gut übersetzt und natürlich von der Autorin selber sehr lebhaft erzählt. Die leicht zynischen, aber auch sehr stilvoll für diese Zeit gehaltenen Wortgefechte von Alexia, findet man auch hier wieder und es ist herrlich ihr dabei zuzusehen, wie sie kein Blatt vor den Mund nimmt.
Als Hauptprotagonistin steht Alexia wieder in Mittelpunkt der Geschichte und bleibt, obwohl sie nun verheiratet ist und eigentlich ein braves Frauchen sein sollte, sich selber treu und ändert ihre Persönlichkeit nicht. Sie gibt zusammen mit ihrem Mann Lord Conall Maccon ein herrliches Paar ab. Aber auch die Nebencharas erscheinen sehr lebendig. So kam mit der Erfinderin Madam Lefoux eine viel versprechende neue Person hinzu. Leider hat mir aber Lord Akeldama gefehlt. Er war mir im Vorgängerband total sympathisch und hatte hier leider nur kleine Rollen besetzt. Während mir im ersten Band Miss Hisselpenny noch sympathisch war, hat sich dies nun geändert. Sie ist zusammen mit Alexias Schwester eine nervende Plage und in ihrem Liebestaumel einfach nur nervenaufreibend.

Mein Fazit:
„Brennende Finsternis“ sorgt mit viel Wortwitz für wunderbare Unterhaltung. Allerdings war das Buch in der Mitte sehr langatmig  wobei das fiese und spannende Ende durchaus dafür entschädigt hat und ich nun ein sehr großes Bedürfnis habe den 3. Band so schnell wie möglich in die Finger zu bekommen um weiterzulesen.

2. Dezember 2011

[Rezension] Ilsa J. Bick - Ashes.Brennendes Herz

  Ilsa J. Bick
Ashes.Brennendes Herz
Verlag: INK
Ausgabe: Taschenbuch, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-86396-005-6
Leseprobe

Inhalt:
Alex wohnt seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Tante und hat einen unheilbaren Gehirntumor. So flüchtet sie zu einer mehrtägigen Wanderung nach Michigan um alleine zu sein und alles um sich herum zu vergessen. Auf dem Trip lernt sie das junge Mädchen Ellie und dessen Großvater kennen, als plötzlich etwas Merkwürdiges passiert und sie von einer Druckwelle zu Boden gestoßen wird. Als sie wieder zu sich kommt ist der alte Mann tot, die Tiere im Wald verhalten sich äußerst aggressiv und sämtliche elektronische Geräte funktionieren nicht mehr. Fortan muss sie sich um die kleine Ellie kümmern und sie vor anderen Menschen schützen, die zu kanibalistischen Monstern geworden sind. Aber auch Alex durchlaufen merkwürdige Veränderungen. So verschwinden ihre Krankheitssympthome des Tumors und ihr Geruchssinn wird plötzlich ganz empfindlich.
Bald schon muss Alex aber erkennen, dass ihnen nicht nur Zombies das Leben schwer machen, sondern eine weit größere Gefahr von den überlebenden Menschen ausgeht, die eine zivilisierte Gesellschaft aufgebaut haben.

Meine Rezension:
Anfänglich möchte ich erwähnen, dass man dem Klappentext von diesem Buch nicht trauen sollte. Der abgedruckte Text hört sich wie eine Liebesgeschichte an, ist sie aber keineswegs. So ist die eigentlich kaum vorhandene Liebesgeschichte eher in einem Endzeitszenario verpackt, in der durchaus ekelhafte Details und Szenen vorkommen. So kommt es oft zu blutigen Szenen dessen Highlight ganz sicher die Szene ist, in der Ellie und Alex beobachten wie zwei Jugendliche ekelhafte Essgewohnheiten an einer Leiche haben.  Eines der Gründe, weshalb ich der Meinung bin, dass der Verlag das empfohlene Lesealter gerne von 14 Jahren an etwas anheben sollte.

Neben der Tatsache, dass man das gelesene Ende der Handlung erst mal in seiner Grausamkeit verarbeiten muss, habe ich nicht so ganz verstanden, warum gerade Jugendliche in Zombies mutieren, Erwachsene sterben und nur ganz wenige verschont bleiben? Und woher kam die alles auslösende Druckwelle? Eine Lösung wird hier nicht genannt, was einen eher unruhig auf den Fortsetzungsband warten lässt.

Das Buch ist nach einem Prolog in mehrere Abschnitte unterteilt. So fängt alles in einem Naturschutzgebiet an, als eine elektrische Druckwelle darüber hinweg rollt. Gemeinsam schlagen sich Ellie und Alex durch den Wald, bis sie auf Tom treffen, der sie fortan beschützt und mit ihnen zusammen in einer Rangerhütte versucht zu überleben. Bald schon trennen sich aber unvorhergesehen ihre Wege und in der Stadt Rule findet Alex erst einmal Unterschlupf. Hier lernt Alex auch Chris kennen und genau hier wird ganz schnell offensichtlich, dass die Romanzen in dem Buch keine normalen Liebesgeschichten sind, sondern dass man einfach nach einem verfügbaren „Partner“ greift, in den man sich verlieben könnte. Mir war Chris von Anfang an sympathisch. Schade nur, dass Alex´ Herz für Tom schlägt…  Durch die vorhandenen Zombies und der seltsamen Lebensart in Rule ist die Zukunft von Alex sehr düster und dadurch auch tief emotional.

Der Schreib- und Erzählstil lässt sich flott lesen und Cliffhenger am Ende eines jeden Kapitels machen es schwer das Buch überhaupt nur aus der Hand zu legen. Es ist fesselnd und extrem kurzweilig.

Auch die unterschiedlichen Charaktere verleihen der dystopischen Geschichte eine gewisse Tiefe. Alex ist ein sehr selbstbewusstes Mädchen und weiß genau wohin sie will. Man kann auf Grund ihrer Geschichte mit dem Gehirntumor sehr gut mit ihr mitfühlen, obwohl ich mich dennoch frage, welche Veränderung aufgrund der elektrischen Impulse in ihr vorgegangen sind. Ellie, das widerspenstige kleine Mädchen, ist in meinen Augen eine richtige Nervensäge. Aber gut, sie wird eben in der Geschichte so authentisch dargestellt, wie es eben Kinder in ihrem Alter sind. Mit Tom wurde ich irgendwie nicht richtig warm. Zwar ist er auf eine gewisse Art und Weise sympathisch wie er für Alex und Ellie da ist, jedoch finde ich ihn auf Grund seiner Soldatenvergangenheit in Afghanistan sehr undurchsichtig. Da war mir Chris, der in der Stadt Rule lebt, wesentlich sympathischer.

Mein Fazit:
„Ashes – Brennendes Herz“ ist ein Highlight in der Jugendliteratur, das eine Mischung aus Abenteuer, Dystopie und einem kleinen Hauch von Romanze ist. Die Handlung ist mitreißend, die Charaktere realistisch und das Buch endet in so einem gemeinen Cliffhenger, dass man es kaum erwarten kann, bis die nächsten beiden Teile der Trilogie erscheinen.

1. Dezember 2011

[Rezension] Gail Carriger - Glühende Dunkelheit


  Gail Carriger
Glühende Dunkelheit (Teil 1)
Verlag: Blanvalet
Seiten:
416
Ausgabe: Taschenbuch, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-442-37649-0
Leseprobe


Inhalt:
Auf den ersten Blick ist Alexia Tarabotti eine ganz normale 26-jährige englische Lady, die im viktorianischen London um 1870 lebt. Auf den zweiten Blick ist sie jedoch seelenlos und wird vom BUR (Bureau of Unnatural Registry) als Außernatürliche bezeichnet. Dies bekommt vor allem ein Blutsauger zu spüren, der sie, ohne sich auch nur vorzustellen, einfach beißen will  und das obwohl sie sich während einer Tanzveranstaltung in eine ruhige Bibliothek zurückgezogen hat. So geschieht dem Vampir, was geschehen muss: Mit der Berührung eines  Übernatürlichen mit einer Seelenlosen, verschwinden dessen übernatürlichen Fähigkeiten und er wird zu einem ganz normalen Mensch. Um sich zu verteidigen greift Alexia zu ihrem Regenschirm und einer ihrer Haarnadeln und tötet ihn aus Versehen.





Durch diesen Zwischenfall trifft sie unweigerlich auf Lord Conall Maccon, den Chefermittler des BUR und Alpha eines Werwolfrudels. Da Alexia unschuldig in seinen Untersuchungsfall hineingezogen wurde, und Maccon sie nicht an seinen Nachforschungen teilhaben lassen will, ermittelt sie auf eigene Faust. Denn Vampire und Werwölfe verschwinden spurlos und keiner weiß warum. Und ehe Alexia sich versieht ist sie mitten in einer Intrige gegen das britische Empire und einer Romanze zu dem ruppigen Alphawolf, der sie auf seine eigene Art und Weise attraktiv findet.

Meine Rezension:
„Glühende Dunkelheit“ ist der Auftaktband einer Reihe von Gail Carriger, die eine Mischung aus Urban Fantasy, Humor, Romantik und Steampunk bietet. Setting der Handlung ist das viktorianische England, jedoch als Alternativwelt, in der neben den Menschen auch übernatürliche Wesen wie Vampire und Werwölfe leben. Die Gesellschaftsschichten wissen über diese Geschöpfe Bescheid und akzeptieren sie mehr oder weniger. Die dort lebenden Vampire und Werwölfe sind in so genannte Häuser bzw. Rudel organisiert und erschaffen kontrollierten Nachwuchs durch das Umwandeln ihrer menschlichen Drohnen (bei Vampiren) oder Clavigern (bei Werwölfen). Dies alles wird vom BUR (Bureau of Unnatural Registry) kontrolliert und registriert. Ebenso hat das BUR auch ein Auge auf die Seelenlosen. Doch was genau ist das? Seelenlos sein?? Der Zustand wird nicht genau erklärt, aber anscheinend ist die Hauptprotagonistin Alexia trotz ihrer Seelenlosigkeit in der Lage sich zu verlieben. Meiner Meinung nach hätte hier die Autorin etwas mehr Infos geben können, zumal es sich ja, wie bereits genannt, hier um die Hauptprotagonistin handelt.

Neben dem Handlungsstrang des Kriminalfalls, indem es um die ungewöhnlichen Vorfälle bei den Vampiren und Werwölfen geht, widmet sich die Hälfte des Buchs auch der Liebesgeschichte zwischen Miss Alexia und Lord Maccon. Oder sollte man es besser Techtelmechtel nennen? Die beiden geben sich nämlich nichts und immer wieder kommt es zu einem verbalen Schlagabtausch und lustigen Annäherungsversuchen. Dies ist sehr amüsant zu lesen und ist ein reinster Lesegenuss. 

Der Schreib- und Erzählstil der Autorin bedient sich einer authentischen Sprache und Atmosphäre für das Jahr 1870. Anfänglich ist die steife Konversation der damaligen Gesellschaft irritierend, man gewöhnt sich aber sehr schnell daran und dank witziger Dialoge und der vorkommenden Situationskomik liest sich der Text locker und flüssig. Es ist einfach amüsant zu lesen, wie sich die Charaktere in die skurilsten Situationen bringen und dabei lustige  und unterhaltsame Szenen draus entstehen.

Vor allem Miss Alexia Tarabotti ist mit ihren 26 Jahren eine liebenswerte Protagonistin. Für die damalige Epoche ist sie eine resolute und sehr unabhängige Frau, die jedoch aufgrund ihres Alters und diverser anderer Faktoren ein absoluter Problemfall auf dem Heiratsmarkt geworden ist. Sie ist die Heldin der Geschichte, die, wann immer sie ein übernatürliches Wesen berührt, es zurück in seine menschliche Gestalt verwandeln kann. Diese Tatsache führt oft auch zu der einen oder anderen pikanten Szene zwischen ihr und Lord Maccon. Der Alpha-Wolf wird ziemlich sexy dargestellt, auch wenn er in manchen Szenen auch etwas unbeholfen wirkt. Aber genau das macht ihn ja so interessant. Aber man sollte auch sein Augenmerk auf die anderen sehr abwechslungsreichen und sehr gut ausgearbeiteten Nebenfiguren legen. So bringt der Vampirlord Akeldama einen Hauch von Extravaganz ein oder Alexias Familie sowie Frau Hisselpenny ein komplettes Chaos. Am meisten hat mir aber Professor Lyall gefallen. Er ist Maccons Assistent und auch zugleich der Betawolf des Rudels und somit stellt er einen ruhigen Pol in dem ganzen Durcheinander dar. Aber egal wer: Alle Charaktere halten den Leser bei guter Laune und es wird nie langweilig.

Mein Fazit:
„Glühende Dunkelheit“ ist ein humorvolles und sehr kurzweiliges Buch, das Lust auf mehr macht. Es beinhaltet eine tolle Kombination aus historischem Kriminalfall und Fantasy, dessen witzige Dialoge einfach unschlagbar sind. Eine absolute Kaufempfehlung!

25. November 2011

[Rezension] Kami Garcia und Margaret Stohl - Seventeen Moons


Kami Garcia und Margaret Stohl
Seventeen Moons, Band 2
Originaltitel: Beautiful Darkness - Book 2Verlag: cbj
Seiten: 512
Ausgabe: Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-570-13829-8
Preis: € 18,99


Inhalt:
Obwohl Lenas 16. Geburtstag nun vorbei ist, hat sie sich noch nicht für eine Caster-Seite entschieden.

Nachdem nun ein paar Monate nach dem Tod ihres Onkels vergangen sind, macht sich Ethan große Sorgen um sie. Es scheint, als ob sie dessen Tod nicht verkraften würde. Hilflos muss er mit ansehen, wie sich Lena immer mehr von ihm zurück zieht. Doch die Trauer und der schmerzhafte Verlust scheinen Lena zu verändern. Es sieht fast so aus, als ob sie sich immer mehr auf die dunkle Seite schlägt, denn eins ihrer grünen Augen wechselt in einen Goldton, der nur den dunklen Castern vorbehalten ist. Ethan hat das Gefühl, dass ihm seine Freundin immer mehr entgleitet und sie versucht ihr altes Leben – sowie ihn selber – hinter sich zu lassen.
Doch dann taucht auch plötzlich der geheimnisvolle John Breed auf, der eine seltsame Anziehungskraft auf Lena ausübt. Wegen ihm ist sie sogar bereit Ethan zu verlassen und folgt ihm blind zu einem Ort voller Magie in die uralten unterirdischen Gänge der Caster.
Doch Ethan ist nicht bereit seine Freundin einfach so gehen zu lassen und folgt ihnen zusammen mit seinem Freund Link, einer Katze und einer angehenden Hüterin. Doch ihnen scheint die Zeit zu entrinnen, denn sie müssen Lena rechtzeitig finden bevor sie sich für die dunkle Seite der Casters entscheidet.

Meine Rezension:
Nachdem ich das 1. Buch „Sixteen Moons“ gelesen habe, musste ich unbedingt wissen wie es in der Geschichte weitergeht. Der 2. Band „Seventeen Moons“ knüpft direkt an den ersten an und führt die Geschichte der Südstatten-Hexe Lena und ihrem menschlichen Freund Ethan spannend weiter.

Da jedoch auf den ersten Seiten die Spannung fehlte und sich die Geschichte langatmig anfühlte, hatte ich leichte Startschwierigkeiten mit dem Buch warm zu werden. Doch nachdem man sich eingelesen hat, findet man sich wieder gut in der teils düsteren und magischen Welt der Casters, Dämonen usw. zurecht. Deswegen ist es meiner Meinung nach ratsam, den 1. Teil dieser Reihe zu kennen, bevor man  „ Seventeen Moons“  liest, denn dann kann man auch die die Hintergründe der Geschichte richtig verstehen. Für mein Empfinden ist der 2. Teil düsterer als der 1. Geworden. Was vermutlich an der Caster Welt und der unterirdischen Kulisse liegt. Aber auch die Liebe spielt eine zarte Rolle, denn die Liebe zwischen Ethan und Lena wird auf eine harte Probe gestellt, da sie sich immer mehr von ihm entfernt. Deshalb würde ich die ganze Reihe ins Genre der Dark Romance einordnen. Den Leser erwartet aber auch ganz viel düstere und bedrückende Spannung. So stehen sich Ethan und seinen Freunden in ihrer „Rettungsaktion“ fremden Wesen gegenüber, die im Gegensatz zu ihnen genau wissen, wie sie mit Magie umgehen müssen.
Schön herausgearbeitet hat das Autorenduo Kami Garcia und Margaret Stohl die Südstatten-Atmosphäre in der die Geschichte spielt. Sie lassen diesen Flair immer präsent sein. Aber auch andere Handlungsorte wie das Labyrinth sind sehr anschaulich beschrieben. Ebenso sorgfältig werden aber auch die Rituale und magischen Begebenheiten erklärt.

Das Buch ist in sich wieder fantastisch gut geschrieben. Es lässt sich flüssig lesen und beinhaltet alle Elemente, die den Leser nur an sich binden kann: Schauer, Magie, Grusel, Romantik und Melancholie.
Am Ende des Buchs haben die beiden Autoren schließlich noch einen kleinen Cliffhenger zum nächsten Buch „Eighteen Moons“ eingebaut, der den Leser unglaublich neugierig zurück lässt.

Die Charaktere in dieser Reihe sind sehr gut ausgearbeitete. Es sind eigenständige Persönlichkeiten, die nach ihren eigenen Gedanken handeln. So bleibt Ethan weiterhin ein sehr angenehmer Typ, der mit in dem Buch aber auch richtig leid tut. Er ist mit einem wirklich überaus unmöglichen Mädchen zusammen, das nur rumzickt und ihn einfach unmöglich behandelt. Lena ist mit ihrem eigensinnigen Verhalten regelrecht unsympathisch geworden. Sie driftet immer mehr in die Welt der Casters ab und lässt ihren Freund Ethan allein in seiner Welt zurück. Zwar wird Lenas Verhalten am Ende des Buchs teilweise verständlicher, dennoch denke ich, dass sie sich trotz ihres Verlusts hätte Ethan anvertrauen müssen, anstatt ihn so schlecht zu behandeln. Denn er würde für sie absolut alles tun und versucht ihr immer irgendwie behilflich zu sein. Selbst als sie sich auf den seltsamen John Breed einlässt, folgt er ihr und will ihr zur Seite stehen. Mir fallen deshalb nur 3 Worte für ihn ein: Warmherzig, Loyal und Treu.

Mein Fazit:
„Seventeen Moons“ kann  mit einem guten Schreibstil, Vielschichtigkeit und Tiefgang überzeugen. Kami Garcia und Margaret Stohl beschreiben die Geschichte mit sehr viel Spannung und Mystik, dass man als Leser in ihre Welt der Magie eintaucht und automatisch mitgerissen wird.

13. November 2011

[Lesung] Bernd Perplies & Christian Humberg - Drachengasse 13 - Die Szenische Lesung

Am vergangenen Samstag, den 12.11.2011, stellten die beiden Autoren Bernd Perplies und Christian Humberg ihre Kinder-Fantasy-Reihe „Drachengasse 13“ in einer szenischen Lesung in einer ausverkauften Veranstaltung vor. Die Drachengasse 13 liegt in Bondingor, einer Stadt im Königreich Mintara. In Bondingor leben Elfen, Menschen, Zwerge und andere bunte Völker zusammen und genau hier lernen sich die Hauptcharaktere der Geschichte kennen. Tomrin, der Sohn des Gardehauptmanns, Sando, Straßenjunge und Adoptivsohn des Zwergen Gump, Hanissa, die Tochter einer Köchin an der Magischen Universität und die heimlich Magie übt, was jedoch für Mädchen verboten ist sowie der flugunfähige Drache Fleck.

Gemeinsam mit dem Ensemble der JUNGEN BÜHNE Mainz lasen die Autoren Ausschnitte aus dem 1. Band „Schrecken über Bondingor“ und dem 2. Band „Geister aus der Tiefe“. Dabei übernahmen die beiden Autoren jeweils den Part des Erzählers, während die Schauspieler Carola Schnell (Hanissa), Tom Gramenz (Sando), Constantin Heller (Tomrin) und Philip Barth in ihre jeweiligen Rollen schlüpften. 
Constantin Heller als Tomrin
Carole Schnell als Hanissa
Tom Gramenz als Sando
Philp Barth in seinen diversen Rollen
Fleck
 Dabei übernahm Philip Barth sämtliche Nebenrollen wie Sandos Zwergenonkel Gump, einen griesgrämigen Kobold, den Zwergenjungen Timon oder zugleich zwei diebische Zwerge. Nicht nur dass der Zwerg Gump menschliche Redewendungen nicht merken kann und dabei ulkigen Varianten herauskommen, so sorgten auch lustige Fauxpas für herzhafte und gesunde Lacher. Dies hat der Veranstaltung aber keinesfalls geschadet. Gekonnt setzten die Ensemble-Mitgliedern ihren Charakteren sympathische Züge und erweckten diese durch kleine Requisiten zum Leben.
Abschließend muss ich sagen, dass eine szenische Lesung mal etwas komplett anderes ist, als wenn man auf eine ganz normale Buchlesung geht. Die schauspielerischen Einlagen während des Lesens lockern humorvoll und spannend die Atmosphäre auf und es gibt wirklich kleinen Moment, in dem die Gedanken mal abschweifen, da die Dialoge durch die verteilten Rollen lebendiger wirken. Sehr gerne würde ich in Zukunft noch mehr solche Lesungen besuchen und hoffe, dass es nicht das letzte Mal war, dass sich die Autoren mit der JUNGE BÜHNE Mainz zusammengetan haben. 
Wer nun mehr über die „Drachengasse 13“ und ihre Autoren erfahren will, dem lege ich einerseits die Bücher ans Herz, und zum anderen kann man auf gutenberg.tv und hier zwei Videos anschauen, in denen die Autoren die Kinderbuch-Reihe vorstellen und auch Auszüge daraus vorlesen. Außerdem gibt es auch noch eine gleichnamige Website auf der es viel über Bondingor und die Hauptcharaktere zu erfahren gibt.
Wer die Autoren nun auch mal live sehen und treffen will, kann dies gerne am 17. Dezember tun, denn da werden Bernd Perplies und Christian Humberg im Wiesbadener Lesecafe sein und in einer gemütlichen Weihnachtslesung aus ihre Bücher vorstellen.
Ich danke Bernd Perplies, Christian Humberg und der JUNGEN BÜHNE Mainz für eine wundervolle Veranstaltung und einen wunderschönen Nachmittag.

6. November 2011

[Rezension] Ursula Poznanski - Saeculum

 
Ursula Poznanski
Saeculum
Verlag: Loewe
Seiten: 496
Ausgabe: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-7855-7028-9
Leseprobe

Inhalt:
Der 20-jährige Medizinstudent Bastian möchte mehr Zeit mit Sandra verbringen, die er eben erst kennengelernt hat. Zusammen mit ihr will er sich der Live-Rollenspielgruppe „Saeculum“ anschließen, die eine Woche lang in einem abgelegenen Wald, fernab jeder Zivilisation, ohne Handy, Taschenlampe und Arzneimittel, Schwertkämpfe führen  und sich dementsprechend verkleiden. Doch noch bevor es richtig losgeht erhält er einen anonymen Anruf, der ihn warnt am Rollenspiel teilzunehmen.
Auch so steht das Live-Rollenspiel für Bastian unter keinem guten Omen. So benimmt sich Sandra ihm gegenüber völlig abweisend und außerdem gibt es noch eine Sage über das Waldstück, auf dem das Rollenspiel stattfindet. Auf ihm soll ein Fluch liegen und tatsächlich geschehen schon am ersten Abend mysteriöse Dinge und bald darauf verschwindet auch schon der erste Teilnehmer spurlos. Handelt es sich hierbei um einen Unfall? Oder stecken doch die bösen Mächte der alten Sage dahinter? Als schließlich ein weiterer Teilnehmer verschwindet bricht schließlich Panik in der Gruppe aus…

Meine Rezension:
Ursula Poznanski hat vor kurzem den deutschen Literaturpreis gewonnen und legt mit ihrem aktuellen Buch „Saeculum“ den zweiten Roman vor. In ihm geht es ums Live-Rollenspiel bzw. um die Rollenspielgruppe „Saeculum“, was so viel wie Jahrhundert heißt. Die Thematik entführt den Leser in die Welt der Rollenspieler und des Mittelalters, die aber dank Holzschwerter eigentlich nicht gefährlich ist, und in dem es um Freundschaft und Anerkennung geht.

Jedoch fällt es mir schwer das Buch zu bewerten, da ich von ihm hin- und hergerissen bin. Ich selber bin keine Live-Rollenspielerin und fand den Anfang des Buchs sehr gelungen, in dem man von der Autorin langsam an das Thema herangeführt wird. Als die Handlung sich jedoch in den Wald verlagert hat und die ersten mysteriösen Dinge geschehen, kam ich mir als bodenständige Leserin wie ein Fremdkörper vor. Irgendwie scheinen Bastian und ich die einzigen gewesen zu sein, die erkannten, dass die seltsamen Vorkommnisse inszeniert sein müssen. Denn das alles ist ja immerhin nur ein Spiel. Umso erschrockener war ich, als das Denken bei bodenständigen Charakteren und erfahrene Mitspielern einfach ausgesetzt hat  und sie nur noch panisch reagiert haben. Für mich ist nicht nachvollziehbar, wie man sich in eine Sage so hineinsteigern kann.
Das Ende bzw. die Auflösung war auch etwas enttäuschend. In sich war die Geschichte ja bis auf kleine Details schlüssig, aber die Auflösung geht in meinen Augen gar nicht. Soll eine traurige Kindheit jegliches Unrecht und jede Kriminalität entschuldigen? Ich selber hatte, bevor ich das Buch nur angefangen habe zu lesen, etwas ganz anderem unter dem Plot vorgestellt. Meines Erachtens wäre eine eingebaute Fantasygeschichte in Form von Geistern oder einer Zeitreise interessanter gewesen als die Auflösung der Geschichte hergibt.
Auch die Handlungen der einzelnen Charaktere am Ende haben sich mir nicht ganz eröffnet.
Vielleicht lag das aber daran, dass die Teilnehmer über die Geschichte eher blass bleiben und nur Bastian überzeugen konnte. Er ist ein sehr bodenständiger Typ, über den der Leser viel erfährt und auch deswegen charaktertief erscheint. Iris, die Lautenspielerin nimmt im Fortlauf der Geschichte auch immer mehr Kontur an und wird einem irgendwie sympathisch.
Ursula Poznanskis Schreibstil hingegen ist schon in „Erebos“ sehr gut gelungen und lässt dem Leser ein genaues Bild im Kopf von der Umgebung und der Charaktere erscheinen.

Mein Fazit:
Nachdem „Erebos“ so mitreißend, spannend und überraschend war, bin ich bei „Saeculum“ zwiegespalten und auch enttäuscht. Es gibt so viele Dinge, die ich mir anders vorgestellt habe und auch was die Charaktere betrifft, so bin ich nicht wirklich mit ihnen warm geworden. Positiv hingegen sind der wahnsinnig tolle Schreibstil der Autorin sowie das auffällige Buchcover und der schwarze Buchschnitt. Beide sind ein echter eyecatcher und ein Schmuckstück für das Buchregal.

4. November 2011

[Rezension] Julie Kagawa - Plötzlich Fee. Winternacht


  Julie Kagawa
Plötzlich Fee. Winternacht (Teil 2)
Verlag: Heyne
Seiten:
496
Ausgabe: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-453-26722-0
Leseprobe
 

Inhalt:
Durch einen Handel mit dem Winterprinzen Ash, der ihr geholfen hat ihren Bruder zu finden, muss Meghan ihm freiwillig nach Tir Na Nog zum Hof der Winterkönigin Mab folgen. Dort ist sie einsamer denn je, denn die Winterfeen lassen sie ihre Abneigung spüren und auch Ash sieht sie kaum noch, da er ihr aus dem Weg geht. Schlimmer noch, er zeigt ihr immer die kalte Schulter, weist sie ab oder verabscheut sie vor Mab. Sie fängt an, an ihm zu zweifeln und fragt sich, ob seine Gefühle ihr gegenüber nicht doch nur gespielt waren, um sie Mab auszuliefern.
Schließlich kommt zum Ende des Sommers, genauer gesagt zur Tagundnachgleiche wenn der Sommer endet und der Winter beginnt, König Oberon an den Winterhof um Mab das Jahreszeitenzepter zu bringen. Meghan nimmt jedoch an dieser Feierlichkeit nicht teil und trifft stattdessen Ashs Bruder, den Prinzen Sage. Doch dann tauchen plötzlich die eisernen Feen auf um das Jahreszeitenzepter zu stehlen. Sage versucht noch gegen sie zu kämpfen, stirbt aber dabei. Erbost um den Tod ihres Sohns verwandelt Mab Meghan in eine Eisstatue und will gegen den Sommerhof in den Krieg ziehen, da sie sich an Oberon wegen des Diebstahls und ihrem getöteten Sohn rächen will. Nur mit Ashs Hilfe gelingt es Meghan sich aus ihrem eisigen Gefängnis zu  befreien und aus dem Winterhof zu fliehen.
Um den bevorstehenden Krieg zu vermeiden müssen sie das gestohlene Jahreszeitenzepter wiederbeschaffen. Dabei ahnen sie noch nicht, dass die Eisernen Feen ganz eigene Pläne verfolgen…


Meine Rezension:
Der 2. Band „Winternacht“ der „Plötzlich Fee“-Reihe von Julie Kagawa schließt nach einer kurzen Rückblende an den ersten Band an.
Wie im ersten Band entführt die Autorin den Leser in das Land der Feen, genannt Nimmernie. Hier gibt es einen Sommerhof, der von König Oberon,  und einen Winterhof, der von Königin Mab, regiert wird. Da sich beide Höfe nicht sonderlich gut verstehen, ist dies eigentlich eine perfekte Grundlage für eine Geschichte. Jedoch hat das vorliegende Buch ein großes Problem: Es entwickelt sich in der ersten Hälfte überhaupt kein Tiefgang, da Meghan am Winterhof der Königin Mab sich als unbeholfen und als ständige Heulsuse entpuppt. Sie jammert und weint sehr viel herum und trauert um ihre große Liebe Ash, der nichts mehr von ihr wissen will. Dies hat aber einen ganz einfachen Grund: Winterelfen ist es verboten sich in Sommerelfen zu verlieben. Dass er sie jedoch zu ihrem eigenen Schutz mies behandelt versteht sie nicht und so ist Herzschmerz vorprogrammiert. An manchen Stellen hat sie mich mit ihren naiven Art zur Weißglut gebracht, denn obwohl sie gegenüber Ash von der großen Liebe spricht, lässt sie sich auf ihren besten Freund Puck ein und das nur, weil Ash nicht für sie greifbar ist. So kommt es zu einer Dreiecksbeziehung. Doch für wen wird sie sich entscheiden? Zumal Ash auch seine erste große Liebe Ariella nicht vergessen kann…


Das Ende des Buchs hat mich sehr überrascht. Denn hier treffen Meghan und Ash eine Entscheidung, die in sich das Geheimnis der Reihe birgt und es dem Leser unerträglich macht auf den 3. Und letzten Band „Herbstnacht“ zu warten, der am 23.01.2012 erscheinen wird.
Genau wie im 1. Buch ist dieses sehr flüssig und spannend geschrieben, so dass man es einfach wunderbar vor sich hin lesen kann. Jedoch ist die Story, trotz Meghans unmöglicher Art, abwechslungsreicher, da sie teilweise überraschende und ungeahnte Wendungen in sich birgt. Die Autorin versteht es gekonnt in ihren Text verschiedene Rätsel und Hinweise zu verstecken, welche die Fantasie der Leser nur anregen.


In dem vorliegenden Buch sind neben ein paar neuen auch viele altbekannte Charaktere wieder vertreten. So habe ich mich über die Katze Grimalkin sehr gefreut, die für mich immer wieder ein Highlight ist, oder aber das Eisenpferd. Ash ist mit seinem undurchschaubaren und kühlen Charakter ein Traumprinz für jede junge Leserin, die zur Zielgruppe dieses Jugendbuchs gehört. Ich bin gespannt, ob die Autorin Ash und Puck in dem nächsten Buch noch ein bisschen mehr an Tiefgang verleihen wird. Wünschen würde ich es mir vor allem aber für Meghan. Ich glaube nochmal ein Buch mit so einer Heulsuse ist nicht wünschenswert.


Mein Fazit:
Ein gutes Buch, obwohl mir der erste Teil besser gefallen hat. Es könnte besser sein, wenn Meghan mit ihrer unmöglichen Art nicht gewesen wäre. Trotzdem war das Buch sehr schön zu lesen und hat mir sehr gut gefallen.

1. November 2011

[Rezension] Amanda Hocking - Unter dem Vampirmond - Versuchung


Amanda Hocking
Unter dem Vampirmond - Versuchung, Teil 1
Verlag: cbj
Seiten:
320
Ausgabe: Paperback, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-570-16135-7
Leseprobe


Inhalt:
Als die 17-jährige Alice zusammen mit ihrer besten Freundin nach Hause geht, gerät sie in eine Lebensgefährliche Situation und wird von dem gut aussehenden Jack gerettet. Und schnell wird Alice klar, dass er über eine bestimmte Macht an Ausstrahlung verfügen muss. Alle Menschen in seiner Umgebung, egal ob Mann oder Frau, fühlen sich plötzlich zu ihm hingezogen – nur Alice lässt sein Charme anfänglich total kalt. Das ändert sich aber in den darauf folgenden Tagen, als die beiden immer mehr zusammen unternehmen. Dabei merkt sie, dass er irgendwie anders ist und vor ihr auch etwas zu verbergen scheint. Jack hat immer genug Geld und fährt ein teures und schnelles Auto. Auf Fragen nach seiner Arbeit weicht er ihr aus. Weitere Mysterien sind, dass er sich nur nachts mit ihr treffen will, nie Hunger zu haben scheint, übernatürlich stark ist und dass seine Wunden unnormal schnell heilen. Auch seine Familie scheint irgendwie anders zu sein. Am meisten wundert sie sich allerdings über Jacks Bruder Peter. Schon bei ihrer ersten Begegnung lässt er sie seinen tiefen Hass und seine Ablehnung spüren. Dennoch fühlt sie sich aber unerklärlich zu ihm hingezogen, und das obwohl sie sich in Jack verliebt hat. Letztenendes jedoch muss sie sich entscheiden: Für Jack oder Peter.

Meine Rezension:
Mit „Unter dem Vampirmond – Versuchung“ (Teil 1) und „Unter dem Vampirmond – Verführung“ (Teil 2) erscheinen bei cbj gleich zwei Bücher dieser Erfolgsserie von Amanda Hocking, die bereits in den USA für großes Aufsehen gesorgt hat. Die Reihe ist in die Kategorie der Jugendbücher einzuordnen, deren Zielgruppe 13-17-jährige Mädchen sein dürften. Obwohl ich nicht zu dieser Zielgruppe gehöre, habe ich mich richtig auf diese Vampirgeschichte gefreut und wurde schon auf den ersten paar Seiten enttäuscht. Ich fand keinen Zugang zu der Geschichte, da bereits auf den ersten Seiten die beiden besten Freundinnen Alice und Jane für mich zu unterschiedlich waren. Mir ist es immer noch schleierhaft, was die beiden aneinander finden, da sie so keine Gemeinsamkeiten zu haben scheinen. Schließlich wird die Hauptprotagonistin Alice auch gleich von einem attraktiven Unbekannten gerettet, der dazu noch reich zu sein scheint und ein schnelles Auto fährt. Ein altbekanntes Thema gleich zum Einstieg der Geschichte, dass man schon so oft in dieser Form gelesen hat. Zudem scheint der Plot eine Mischung aus „Twilight“ und „Vampire Diaries“ zu sein, da es zu viele eindeutige Parallelen gibt. Für mich störend, da ich mit den beiden überhaupt nichts anfangen kann und ich eigentlich darauf gehofft habe, eine neue, frische und eigenständige Story vorzufinden. Es ist alles irgendwie so glatt – interessant wird es jedoch erst, als Jacks Bruder Peter ins Spiel kommt und die Dreieckskiste losgeht.

Die Charaktere sind gut – ihnen fehlt jedoch die nötige Tiefe und konnten somit nicht ganz begeistern. So wird dem Leser schnell klar wer oder was Jack ist. Die Autorin macht keinen großen Heel daraus. Auch trifft hier das typische Klischee wieder zu: Einem Vampir müssen alle verfallen. Selbst Alices Mutter benimmt sich in seiner Gegenwart wie ein verrückter Teenager und schwärmt von ihm. Für mich leider unbegreiflich…  Alice ist mir leider auch nicht greifbar. Mit der Zeit entwickelt sich mehr als nur freundschaftliche Gefühle für Jack – spürt aber auf der anderen Seite ein tiefes Verlangen zu dessen Bruder Peter. Und das obwohl er sie wie Dreck behandelt. Klar ist, dass sie sich entscheiden muss. Was sie aber noch nicht weiß, ist, dass sie einem mysteriösen Geheimnis der Familie auf die Spur kommt. Sehr schön fand ich, dass die Autorin einmal eine andere und neue Art der Vampire erschaffen hat. Sie können bei Tageslicht unterwegs sein, werden dafür allerdings ganz schnell müde. Sie müssen nicht an ihren zivilen Opfern rumnuckeln, sondern haben Zugriff auf Blutkonserven und auf bestimmte Spender. Sie leben wie die Menschen, gehören aber aufgrund ihres Andersseins nicht dazu. Auch können Amanda Hockings Vampire sterben wenn sie kein Blut mehr trinken oder sie sie schlimm verwundet sind. Das wichtigste bei ihren Vampiren ist jedoch, dass es für jeden Vampir eine Seelenverwandtschaft mit einer anderen Person gibt. Und diese besondere Art von Beziehung gibt es eben nur ein einziges Mal. Bei jedem. Dachten die Vampire. Denn Alice bringt Jacks und Peters Familienleben ganz schön durcheinander.

Aufgrund des einfach gehaltenen Schreibstils liest sich das Buch insgesamt sehr flüssig. Die Autorin weiß mit einfachen Worten den Leser ans Buch zu fesseln und es wird auch nicht langweilig, da es an einigen Stellen doch gute Action gibt. Dennoch muss man ganz klar sagen, dass dieses Buch die Basis für die weiteren 3 Bände bildet, in denen es dann rasanter zugehen wird.

Obwohl ich nun einiges an Kritik losgelassen habe, möchte ich noch kurz die Covergestaltung ansprechen. Sie ist wunderschön gestaltet worden und auch von den Farben her sehr stimmig. Alle 4 Teile sind im gleichen Stil gehalten, dass ein Wiedererkennungswert vorliegt, und die 4 Bücher im Buchregal sehr schick und stimmig nebeneinander anzuschauen sind.

Mein Fazit:
„Unter dem Vampirmond – Versuchung“ (Teil 1) ist eine Fantasygeschichte um Vampire, die an manchen Stellen oberflächlich ist und sich wie bereits gelesen anfühlt. Die Autorin greift auf altbewährtes zurück und bringt keine neuen Ideen zu Papier. Leider konnte das Buch meine Erwartungen somit nicht erfüllen, was nicht heißen soll, dass es ein schlechtes Buch ist. Für alteingeschworene Vampirfans, die „Twilight“ und „Vampire Diaries“ lieben, ist dieses Buch genau richtig und wird ihre Erwartungen vollstens übertreffen.

[Rezension] Alison Goodman - Eona. Drachentochter

Alison Godman
Das letuzte Drachenauge, Eona-Reihe, Teil 2  
Originaltitel: The Last Dragoneye
Verlag: cbj
ISBN: 978-3-570-13682-9
Seiten: 608
Ausgabe:
Hardcover mit Schutzumschlag



Seitdem Eona erfahren hat, dass die ein Drachenauge ist, eine der wenigen Personen, die Drachen sehen und beschwören können, ist sie auf der Flucht vor dem Tyrannen Lord Sethon. Er hat seinen Bruder, den rechtmäßigen Kaiser ermordet und dessen Thron seitdem eingenommen. Obwohl sich immer mehr Widerstandskämpfer zusammen finden, ist ihre Zahl immer noch sehr gering. Hinzu kommt, dass Eona ihre Kräfte noch immer nicht richtig einsetzen kann. Lord Ido, ein weiteres Drachenauge, ist ihre einzige Hoffnung ihre Gabe nun endlich beherrschen zu können. Doch leider sitzt Ido in einem Gefängnis in Sethons Palast und die Zukunft des Landes hängt somit an Eona. Doch neben dieser Aufgabe muss sie auch noch eine andere bewerkstelligen:  Si e muss Kyogo helfen Sethon zu stürzen, damit er seinen rechtmäßigen Platz auf dem Thron einnehmen kann…

Meine Rezension:
Nachdem ich den ersten Teil „Eona – Drachentochter“  in einem Rutsch gelesen habe, habe ich mich sehr auf den 2. Teil dieses magischen Fantasy Abenteuers gefreut. Obwohl mir der erste Teil einen kleinen Tick besser gefallen hat, ist der 2. Teil aber keineswegs schlecht. Der  Schwerpunkt dieses epischen Werks liegt nun mehr denn je an dem Schicksal eines mutigen Mädchens in einer Welt voller politischer Intrigen. So muss Eona dem rechtmäßigen Erben Kyogo helfen seinen Onkel, den Tyrannen Lord Sethon zu stürzen. 

Dazu hat die Autorin beiden Teile der Saga miteinander verknüpft und weiß ganz genau, wie sie die verschiedensten Inhalte miteinander verflechten muss.
Was ich jedoch vermisst habe, ist ein Glossar mit wichtigen Begriffen, denn am Anfang (mit einem Jahr Abstand zum ersten Teil) war es wieder ziemlich schwer sich in die Geschehnissen um Drachen und Drachenaugen hineinzufinden. Doch wenn man sich dann mal wieder eingelesen hat, findet man sich in der Welt von Eona sehr gut zu recht und es hat mir dann doch sehr viel Spaß gemacht zu lesen.
So kommt neben all den politischen Intriegen aber auch die Liebe nicht zu kurz. Sie nimmt einen kleinen aber doch sehr interessanten Teil ein, denn hier gibt es gleich 2 Männer, die um Eonas Gunst buhlen, ohne die Geschichte kitschig wirken zu lassen.

Alles in allem ist das Buch sehr schön geschrieben und auch flüssig zu lesen. Allerdings muss man mit den Gedanken bei der Sache sein um der Geschichte zu folgen. Man darf sich nicht von irgendwas ablenken lassen oder einfach mal „querlesen“, da es in der Geschichte, wie bereits erwähnt, um sehr viel politische Intrigen und Machtspiele geht. Diese sind aber so gut beschrieben, wie sie für ein Jugendbuch verständlich sind.
Wie im ersten Teil verwendet die Autorin in ihrer Handlung wieder viele Elemente der chinesischen und japanischen Mythologie und entwickelt so ihre eigene Geschichte.

Die Charaktere sind wie im Vorgängerband wunderbar ausgearbeitet. Eonas entwickelt sich weiter und man merkt richtig, wie sie mit jeder neuen Hürde stärker zu werden scheint. Aber auch die anderen Charaktere stagnieren keinesfalls, sondern können den Leser durchaus überraschen. Am besten haben mir die Szenen zwischen Ido und Kyogo gefallen, da sie sehr spannungsgeladen sind.

Mein Fazit:
Wer die Reihe von „Eona“ noch nicht kennt und gerne in eine gefährlich-magische Welt eintauchen will, sollte sich schleunigst den 1 Teil „Drachentochter“ besorgen und lesen. Die Reihe lohnt sich auf jeden Fall zu lesen und ich bin mir sehr sicher, dass jeder an ihr seine wahre Freude haben wird.

27. Oktober 2011

[Rezension] Sebastian Fitzek - Der Augenjäger

 
Sebastian Fitzek
Der Augenjäger

Verlag: Droemer-Knaur
Seiten:
432
Ausgabe:
Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN:
978-3-426-19881-0
Preis: € 16,95
 
Zum Inhalt:
Nach „Der Augensammler“ befindet sich Alexander Zorbach noch immer in Mitten des Grauens. Sein Kollege Frank Lahrmann hat seine Frau ermordet und Zorbach ist immer noch auf der Suche nach seinem Sohn Julian, dessen Leben vom Augensammler an einem seidenen Faden hängt. Um seinen Sohn zu retten, will Alexander Zorbach sich das Leben nehmen – was allerdings misslingt und er schließlich körperlich und psychisch am Ende in einer speziellen Klinik wieder zu sich kommt. Was er jedoch zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß: Ein neuer Serienkiller treibt sein Unwesen. Der Augenjäger entführt Frauen, entfernt ihnen die Augenlieder, vergewaltigt sie dann mehrfach und lässt sie anschließend gehen. Bisher hat jedoch keines seiner Opfer überlebt, da sie meist so traumatisiert sind, dass sie Selbstmord begehen – alle bis auf eine. Und die hält sich in der gleichen Klinik auf wie Zorbach.
Zeitgleich trifft Alina Gregoriev auf den in U-Haft sitzenden Augenjäger, Dr. med. Zarin Suker, einer der besten Augenchirurgen der Welt. Da er jedoch bald entlassen werden soll, bittet die Polizei sie ihre hellseherischen Fähigkeiten bei ihm einzusetzen, um durch eine Berührung eine Vision von seinem nächsten Opfer zu bekommen.
Somit wird Alina Teil eines grausamen Spiels, und niemand vermag ihr zu helfen, da auch Zorbach in seinem eigenen Wahnsinn gefangen ist…
Meine Rezension: Sebastian Fitzeks „Der Augenjäger“ ist die Fortsetzung von „Der Augensammler“. Obwohl „Der Augenjäger“ eine in sich abgeschlossene Handlung hat, sollte man seinen Vorgänger vorher gelesen haben, da die Charaktere, aber auch der vorangegangene Buchhöhepunkt eine wichtige Rolle für den zweiten Teil spielen.
Wie schon der 1. Band ist auch dieses Buch sehr gut recherchiert worden. Nur ein Beispiel wäre da, wie die  blinde Physiotherapeutin Alina ihren Alltag meistert. Da sie nicht sehen kann beschreibt der Autor sehr gekonnt wie sie ihre Umwelt wahrnimmt und vor allem auch, welche Auswirkungen es mit sich zieht, wenn sie um weitere Sinne beraubt wird. Dies macht sie als Charakter sehr glaubhaft und schockiert auf der anderen Seite aber auch den Leser, da er wie die blinde Frau die Umgebung und die vorhandenen Personen mit erforscht und so dem psychopathischen Täter schutzlos ausgeliefert ist.
Dies und ein weiterer Punkt machen meines Erachtens Sebastian Fitzek zu Deutschlands bestem Thriller-Autor, der auch seine amerikanischen Kollegen sehr schnell in den Schatten stellt: Er schafft es wie kein anderer mit seiner Handlung und vor allem mit seinen Lesern zu spielen. Rasant jagt er durch seine brutal-fesselnde Story  und macht immer alles zu nichte, was einem so an Mutmaßungen und Verdächtigungen im Kopf rumschwirrt.
Und auch am Ende hält er nochmal eine kleine Überraschung parat. Was Zorbach am Ende aufdeckt, hat mich fassungslos zurück gelassen. Natürlich nur im positiven Sinn, denn wie im richtigen Leben gibt es in den Büchern von Herrn Fitzek neben der grausamen Realität kein Happy End, das man erst mal verdauen muss und nichts für schwache Nerven ist.
Auch dieses Mal enthält das Buch ein kleines Extra, dass ich in dieser Form noch in keinem anderen Buch gesehen habe. Ich will aber nicht zu viel verraten, da sonst der Effekt weg wäre.
In dem Buch gibt es zwei Handlungsstränge, die abwechselnd erzählt werden. Zum einen ist es Alexander Zorbach, der auf der Suche nach seinem Sohn Julian und dem Augensammler ist, zum anderen die blinde Alina, die dem psychopathischen Augenarzt sehr nahe kommt. Die Kapitel beginnen, wie schon im Vorgänger, mit dem Namen der Person, aus deren Sicht gerade erzählt wird. Ebenso gibt es zum Ende eines jeden Kapitels einen gemeinen Cliffhenger, der einen immer und immer weiter lesen lassen will und das Buch somit zu einem echten Pageturner werden lässt.
Da die Charaktere bereits aus „Der Augensammler“ bekannt sind, gibt es zu den Hauptprotagonisten nicht sehr viel zu erzählen. Nur, dass sich hier jeder Charaktere für sich noch weiter entwickelt. Durch Zorbachs Wahnsinns-Tat, mit dem der Autor den Leser am Anfang der Geschichte schockt schockt, ist dessen Hass auf den Augensammler nur noch mehr zu verstehen. Alina selber ist mir durch ihre Gefangenschaft noch greifbarer geworden, da alles so spannend und realistisch erzählt wird und man mit ihr gemeinsam im „Dunkeln tappt“. Davon abgesehen fand ich den Charakter des Psychopathen Dr. Suker sehr interessant. Seine Hintergründe und seine Verhaltensmuster waren sehr stimmig und er vermittelt eine wunderbare Glaubwürdigkeit, die grauenhafter nicht sein könnte. Einzig und alleine mit einer Frau namens Iris konnte ich nicht wirklich viel anfangen. Sie nahm eine zu große Nebenrolle ein, als dass als plötzlicher Höhepunkt für mich greifbar gewesen wäre.
Mein Fazit: Sebastian Fitzek hat mit diesem Buch einen gelungenen Fortsetzungsband geschrieben, der nichts für schwache Nerven ist. Das Buch ist düster und schockierend und stellt so manches Werk eines US-Autors in den Schatten. Herr Fitzek ist somit ein richtiges Meisterwerk gelungen, das von der ersten bis zur letzten Seite spannend ist und man sich wirklich fragt, wie viel mehr Wahnsinn denn noch möglich ist.

20. Oktober 2011

Buchvorstellung: Whisper Island - Sturmwarnung, Band 1

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, das am 04.11.2011 bei Egmont INK erscheint und eine Menge Potential mit sich bringt. Vielleicht hat der Eine oder Andere schon davon gehört. Die Bestsellerautorin Elizabeth George beweist in ihrem ersten Jugendbuch tiefe Menschenkenntnis und ein feines Gespür für Charaktere und Details. Einfühlsam beschreibt sie die Träume und Ängste ihrer jungen Protagonisten. Zum ersten Mal lässt sie die wildromantische Schönheit ihrer eigenen Heimat zur Kulisse eines Romans werden. „Sturmwarnung“ ist der erste Teil einer achtbändigen Serie. 
Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf diesen Titel und möchte ihn euch heute vorstellen:


Becca King hat eine Gabe, die gleichzeitig ein Fluch ist. Sie kann die Gedanken anderer Menschen hören. Sie umgeben sie wie ein ständiges Rauschen, dem sie nicht entrinnen kann. Jetzt ist Becca auf der Flucht, weil ihr Stiefvater ihre Fähigkeiten skrupellos ausnutzen wollte. Sie hat eine neue Haarfarbe und eine neue Identität. Auf einer geheimnisvollen, abgeschiedenen Insel hofft Becca, Unterschlupf bei einer Freundin ihrer Mutter zu finden. Doch als sie dort ankommt, erfährt sie, dass die Freundin kurz zuvor gestorben ist. Verzweifelt versucht Becca, ihre Mutter zu erreichen ohne Erfolg: Das Handy ist tot.

Whisper Island – Sturmwarnung, Band 1
Autor: Elizabeth George
Verlag: EGMONT INK
ISBN: 978-3-86396-001-8
Preis: € 19,99
Erscheint am 04.11.2011

Quelle: Pressemitteilung Egmont INK

[Rezension] Michelle Harrison - Elfenseele. Jenseits der Ferne


Michelle Harrison
Jenseits der Ferne, Elfenseele Band 3
Verlag:
Loewe
Seiten:
544
Ausgabe:
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-7855-7358-7
Leseprobe 
 
Zum Inhalt:
Vor 1 Jahr wurde Rowan „Red“ Fox auf der Suche nach ihrem kleinen Bruder James zusammen mit Fabians Vater Warwick von der bösen Heckenhexe im Elfenreich gefangen genommen. Mit ihnen gab es noch einen weiteren Gefangenen: Eldritch. Da er jedoch vor einigen Jahren an James Entführung beteiligt war, hat Rowan ihn bei ihrer Flucht angekettet an einer Mauer im Keller der Heckenhexe zurückgelassen.
Nach nun einem Jahr belastet sie immer wieder die Frage was aus ihm geworden ist. Sitzt er immer noch im Keller fest? Ist ihm ebenfalls die Flucht gelungen und sinnt er nach Rache an ihr, da sie ihn zurückgelassen hat? Dunkle Hirngespinste machen sich in ihren Gedanken breit und lassen sie nicht zur Ruhe kommen. Dann tauchen auch noch plötzlich alte Bekannte auf, die ihr Leben zusätzlich durcheinander bringen. Tino, Sperling und Co. sind Mitglieder eines Covens, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschenkinder, die durch Wechselbälger ausgetauscht wurden, wieder aus dem Elfenreich zu holen. Allerdings hat der Coven gerade mit ein paar ernsten Problemen zu kämpfen; so sind einige Mitglieder des Kreises verschwunden und werden etwas später ermordet aufgefunden. Aber nicht irgendwie. Irgendjemand scheint hinter das Geheimnis des Covens gekommen zu sein, denn jedes getötete Mitglied wurde mit Bezug zu seiner Gabe getötet. Red, die mit ihrem einstigen Leben im Kreis des Covens abgeschlossen hatte, soll nun wieder ihre frühere Aufgaben übernehmen um somit dem Coven zu helfen. Natürlich wollen auch Tanya und Fabian helfen, doch schon bald finden sich alle Beteiligten in einer finsteren Verschwörung wieder, die alle in Lebensgefahr bringt…

Meine Rezension:
Jenseits der Ferne“ ist der dritte und auch letzte Teil der „Elfenseele“-Trilogie der britischen Autorin Michelle Harrison.
Leider muss ich sagen, dass mir dieser Teil der Trilogie nicht so ganz gefallen hat. Dies liegt an mehreren Faktoren. Wie im letzten Band übernimmt auch hier wieder Red die Rolle der Hauptprotagonistin und ich habe das Gefühl, dass sich ihre Geschichte über zwei Bände verteilt, sehr in die Länge zieht. Tanya wäre mir hier lieber gewesen. Gerne hätte ich noch irgendetwas von ihr oder Fabian erfahren oder gelesen, wo sie die Hauptrollen spielen. Im Gegensatz zu den anderen beiden Bänden spielt diese Handlung auch nicht in der Welt der Feen sondern in unserer realen Welt. Obwohl das Buch spannend geschrieben ist und auch eine wunderbare Geschichte in sich birgt, habe ich den Flair der magischen Feenwelt vermisst. Zwar gibt es hier auch lustige Abflussbewohner, aber es fehlt einfach das gewisse Etwas. Letztens möchte ich noch erwähnen, dass es auch sehr viele neue Figuren in der Handlung gibt. Aufgrund des Covens kommt man unweigerlich mit seinen Mitgliedern in Berührung, aber ich konnte zu den einzelnen Charakteren einfach keine Beziehung aufbauen. Zudem war auch in meinen Augen ziemlich schnell ersichtlich, wer der Verräter im Coven ist. Deshalb konnte mich auch leider der eigentlich sehr dramatische Höhepunkt nicht überraschen.
Der Schreib- und Erzählstil ist aber wie in den Vorgängerbüchern wieder leicht verständlich und sehr gut zu lesen. Michelle Harrison beschreibt sehr detailliert und lässt durch ihre flüssige und bildliche Sprache prächtige Bilder im inneren Auge des Lesers entstehen.

Mein Fazit:
Auch wenn es sich durch meine Kritik nicht so angehört hat, ist der 3. Teil der „Elfenseele“-Reihe nicht schlecht. Er kommt zwar leider nicht auf das Niveau seiner Vorgänger heran, ist aber an sich ein tolles Buch, das ich gerne gelesen habe. Man erfährt in dem Band mehr über das Geschäft der Elfen mit dem Austausch der Menschenkinder durch Wechselbälger, man trifft Vertraute und weniger freundliche Bekannte wieder und darf auf einen tollen Endkampf hin lesen.
Alles in allem ist „Elfenseele“ eine wunderbare Trilogie, die ich sicher noch einmal lesen werde und die ich nicht in meinem Bücherregal missen will.

4. Oktober 2011

[Rezension] Kady Cross - Das Mädchen mit dem Stahlkorsett

Kady Cross
Das Mädchen mit dem Stahlkorsett
Verlag: Heyne
Seiten: 368
Ausgabe: Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-453-26740-4
Preis: € 14,99

 
Inhalt:
Auf den ersten Blick ist die 16 Jahre alte Finley Jane ein ganz normales Mädchen. Doch in ihrem Innern gibt es eine dunkle Seite mit übermenschlichen Kräften. Als ihr eines Tages der Sohn einer noblen Familie nachstellt, geht dieser Besinnungslos zu Boden und Finley Jane hat somit erneut ihre Anstellung als Dienstmädchen verloren. In ihrer überstürzten Flucht trifft sie auf den jungen adligen Griffin King, der zusammen mit seinen Freunden wunderliche Experimente veranstaltet.
Gemeinsam kommen sie schließlich einer gigantischen Verschwörung auf die Spur, in der nicht nur Königin Victoria sondern auch das gesamte Empire bedroht wird…

Meine Meinung:
Die Handlung des Romans „Das Mädchen mit dem Stahlkorsett“ spielt im Jahre 1897 in London. Und wie es das Genre des „Steampunk“ es so will, geht es zu dieser Zeit sehr modern zu, indem es sehr viele technische und geistreiche Erfindungen und Geräte gibt. So entführt uns die Autorin Kady Cross in die Straßen von London, wo man sich mit Dampfmaschinen fortbewegt und arbeiten von dampfbetriebenen Automaten erledigt werden.
Aber nicht nur das. Auch beinhaltet der Roman eine phantastische Interpretation von Darwins Evolutionstheorie in Verbindung mit Jule Vernes Geschichte „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“. So haben eben in diesem vorliegenden Roman Griffins Eltern bei ihrer Reise zum Mittelpunkt der Erde eine wundervolle Entdeckung gemacht: Organellen. Dieser Stoff ist in der Lage Wunden sehr schnell zu heilen. Jedoch hat nicht nur Griffins Bekannte Emily entdeckt, dass man Organellen dazu benutzen kann Mensch-Maschine-Hybride zu erschaffen. Irgendjemand hat die strikte Geheimhaltung von Königin Victoria gebrochen und nutzt den Stoff für seine kriminellen Zwecke. Leider muss man aber nicht besonders schlau sein um zu erraten wer der geheimnisvolle Maschinist ist. Andeutungen gibt es in dem Buch genügend – wobei man auch wieder nicht vergessen darf, dass „Das Mädchen mit dem Stahlkorsett“ ein Roman für Jugendliche ist, der aber auch sehr gut von Erwachsenen gelesen werden kann.
Leider empfand ich persönlich jedoch den Einstieg in die Geschichte etwas holprig, da ich Probleme mit den Fähigkeiten von Griffin und seinen Freunden hatte. Für mich haben sie eher wie eine Gruppe Wissenschaftler oder Superhelden gewirkt, aber nicht wie eine Gruppe Jugendlicher.

So verfügt Finley aufgrund der Experimente ihres Vaters über eine gute und eine böse Seite, wobei letztere übermenschliche Kräfte inne hält, die immer dann zum Vorschein kommen, wenn sie sich bedrängt fühlt. Durch diese Fähigkeit kann sie sich selber sehr gut verteidigen und ordentlich austeilen. Im Lauf des Buchs trifft sie auf den Duke of Greythrone, Griffin King. Er ist allerdings auch kein typischer adliger. Er kann sich den Äther zu Nutze machen und beherbergt bei sich noch weitere Jugendliche, die ebenfalls wie er bestimmte Fähigkeiten besitzen. So nett sich das auch anhören mag, mich persönlich hat sehr gestört, welch unerschütterliches Vertrauen er in Finley hat, ohne sie anfänglich zu kennen und später auch ohne zu wissen, was sie eigentlich ist. Am schlimmsten und unnützesten war die Person des Jack Dandy. Er taucht immer wieder in den unrealistischsten Momenten auf, und vor allem wenn es darum geht Finleys dunkle Seite zu zeigen. Auch so erfährt man nicht allzu viel über ihn und sein Slang, der in welchen Momenten auch immer mal da und dann wieder weg ist, macht ihn als Charakter nicht gerade interessant.

„Das Mädchen mit dem Stahlkorsett“ gehört zu jenen Büchern, die schön, flüssig und einfach zu lesen sind und bei denen die Zeit einfach viel zu schnell vergeht. Auch positiv zu erwähnen ist, dass jeder Charakter seine eigene Art zu sprechen und zu denken hat, die der jeweiligen Zeit sowie dem damaligen Stand angemessen ist. So wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt, die in kurze Kapitel gehalten wurde und es somit einfach ist der spannenden Handlung zu folgen.
Aber natürlich geht es nicht nur spannend sondern auch ein wenig romantisch zu, indem es hier nicht nur eine sondern gleich zwei Dreiecksbeziehungen gibt. Nicht nur Finley Jane kann sich zwischen Griffin und dem Gauner Jack Dandy nicht entscheiden – auch Emily wird von Griffins Freund Sam und dem Amerikaner Jasper umworben. Die Frage ist nur: Mussten gleich zwei Dreiecksbeziehungen in einer Geschichte sein? Hätte man die Nebencharas nicht anders dem Leser nahebringen können?
Dennoch endet das Buch in einem gemeinen Cliffhenger, der mit Jaspers Vergangenheit zu tun hat und der Fortsetzungsband vermutlich in New York handeln wird.

Mein Fazit:
„Das Mädchen mit dem Stahlkorsett“ ist ein wunderbarer Auftakt zu einer Steampunkreihe, der wunderbar, spannend und einfach nur lesenswert ist. Er hält einen von der ersten bis zur letzten Seite gefangen, auch wenn man bei den Charakteren einige Abstriche machen muss. Trotzdem freue ich mich schon auf die Fortsetzung dieses fantastischen Abenteuers und bin gespannt, was es mit Jaspers Vergangenheit auf sich hat und welche Abenteuer die Gruppe in Amerika bestehen muss.

15. September 2011

[Rezension] Nina Blazon - Zweilicht

Nina Blazon
Zweilicht
Verlag: cbt
Seiten: 416
Ausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-570-16117-3
Preis: € 18,95

Inhalt:
Nach dem Tod seines Vaters und der schwierigen Zeit mit seiner Mutter und ihres Lebensgefährten in Berlin, flüchtet Jay für ein Jahr als Austauschschüler in die Heimatstadt seines Vaters nach New York. Hier wohnt er bei seinem Onkel Matt und seinem Cousin Aiden. Zwar kommen er und Jay nicht wirklich gut miteinander aus, jedoch lernt Jay das Mädchen Madison kennen, in dessen mysteriöse Augen er sich sofort verliebt. Aber es gibt auch noch ein anderes Mädchen, die außer ihm scheinbar niemand sieht: Ivy. Sie trägt immer einen selber gebastelten Speer bei sich und trägt ungewöhnliche Kleidung. Noch ungewöhnlicher ist das, was sie Jay erzählt. Nämlich, dass er sein bisheriges Leben nur träumt und eigentlich in einer anderen Zukunft lebt, in der Städte verwüstet sind und immer bei Wintereinbruch Dämonen kommen um das Leben vollständig auszulöschen. So warnt sie ihn auch explizit vor dem alles verschlingenden Wendigo.
Schneller als Jay lieb ist, findet er sich in 2 Welten wieder. Doch welchem Mädchen kann er vertrauen und welches sagt die Wahrheit?
 
Meine Rezension:
Nachdem ich schon viele Bücher von Nina Blazon gelesen habe, habe ich mich unglaublich auf ihr neuestes Werk „Zweilicht“ gefreut. Vor allem ist mir das geheimnisvolle Cover ins Auge gesprungen und habe gehofft, dass der Inhalt mich genauso gefangen nimmt. Aber ich wurde enttäuscht…
Schon zu Beginn des Buchs ist es teilweise schwierig die Handlungen und Zusammenhänge zu verstehen. Die vielen Namen und die noch nicht greifbare Umgebung haben mich verwirrt. Schließlich jedoch verliebt sich der Hauptprotagonist in ein außergewöhnliches Mädchen. Doch er merkt, dass mit ihr irgendwas nicht stimmt. Dann taucht noch ein anderes, scheinbar unsichtbares Mädchen auf und es geschehen seltsame Dinge. Bis hierhin ist die Handlung, wenn man sich eingelesen hat, gut zu lesen. Aber ab ca. Seite 200 lässt die Autorin eine unvorhersehbare Wendung eintreten und ich konnte von da an der Geschichte nicht mehr folgen. Für mich war schleierhaft war real mit Jay passiert und was nicht – welches Mädchen es gut mit ihm meint und welches nicht. Ehrlich gesagt konnte ich der Handlung irgendwann nicht mehr folgen und musste das Buch –so schade es ist – aufgrund zu vieler Fragezeichen auf meinem Gesicht ungelesen bei Seite legen.
Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin etwas ausführlicher die Zusammenhänge geschildert hätte um so meine Verwirrung zu vermeiden.
 
Ansonsten ist der Schreibstil, wie man von Nina Blazon gewohnt ist, flüssig zu lesen. Das vorliegende Buch ist eine Mischung aus modernem Märchen, alten Sagen, Spannung, Abenteuer und natürlich etwas Liebe.
Die Charaktere sind leider aufgrund des skurrilen Plots nicht wirklich greifbar für mich gewesen.
 
Mein Fazit:
Das Buch war für mich aufgrund des skurrilen Plots verwirrend zu lesen. Obwohl ich die Grundidee der Handlung wirklich toll finde, konnte ich mich nicht mit „Zweilicht“ anfreunden.  „Faunblut“ hat mir eindeutig besser gefallen und ich hoffe, dass Nina Blazons nächster Roman mich genauso anspricht.

14. September 2011

[Rezension] Licia Troisi - Drachenschwester. Eltanins Verrat

 
Licia Troisi
Drachenschwester - Eltanins Verrat
Originaltitel: La Ragazza Drago - L'albero di Idhun
Verlag: cbj
Seiten: 256
Ausgabe: Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-570-15287-4
Preis: € 14,99
 
Inhalt:
Die 13-jährige Sofia trägt das Erbe des mächtigen Drachen Thuban in sich, der vor mehr als 30.000 Jahren seinen Wiedersacher, den Lindwurm Nidhoggr, besiegt und tief unter die Erde verbannt hat. Doch Nidhoggr gelangt immer mehr an seine alte Stärke zurück und sinnt nach Rache. Sofia und ihre Freundin Lidja sind die einzigsten, die ihn besiegen können. Dazu müssen sie nur die zweite Frucht des Weltenbaums finden, die sich in der Stadt Benevent verbirgt und an dem in den vergangenen Jahrhunderten die Hexen ihre Zusammenkünfte abhielten.
Während Professor Schlafen nach Budapest reist um einen weiteren Dragonier zu finden, verliebt sich Sofia in den Jungen Fabio. Der jedoch scheint von einem unheimlichen Geheimnis umgeben zu sein. Wer ist er wirklich? Und warum wird sie von schrecklichen Vorahnungen geplagt?

Meine Rezension:
„Eltanins Verrat“ ist der zweite Band der „Drachenschwester“-Reihe der italienischen Autorin Licia Troisi, die im Gegensatz zu ihren anderen Reihen in unserer realen Welt, genau genommen in Italien, und nicht in einer Fantasy-Welt spielt. In der vorliegenden Geschichte geht es darum wie Drachen und Menschen vor langer Zeit Seite an Seite zusammen gegen die Lindwürmer, und vor allem gegen den gefährlichen Nidhoggr, gekämpft haben. Da Nidhoggr vor vielen Jahrtausenden von dem Drachen Thuban  besiegt wurde, sinnt dieser nach Rache und gelangt durch seine Helfer immer mehr an Macht, um erneut die Welt zu erobern. So liegt es an den beiden Dragoniern Sofia und Lidja, die die beiden Drachen Thuban und Rastaban in sich tragen, die Welt zu retten.

Mit den beiden hat Licia Troisi wunderbare Charaktere erschaffen. Beide teilen das gleiche Schicksal, in dem sie das Erbe eines Drachen in sich tragen. Doch im Gegensatz zu Lidja, ist die Hauptcharakteron Sofia unsicher und hat kein großes Selbstvertrauen. Erst als Thubans Kräfte langsam in ihr zum Vorschein kommen, überwindet sie sich und wird immer selbstsicherer und findet allmählich zu ihrer eigenen Stärke. Und dann gibt es hier in der vorliegenden Geschichte noch den Jungen Fabio. Er nimmt eine ganz tragische Rolle ein, die ich aber aus dramaturgischen Gründen nicht erörtern will, sondern ist nachzulesen im Buch ;-)

Der Schreibstil von Licia Troisi ist wie immer flüssig und leicht zu lesen. Mit ihrem packenden Erzählstil lässt sie wunderbare Bilder im Kopf entstehen, die den Leser so schnell nicht mehr los lassen. Da gehen die 12 kapitel und 256 Seiten viel zu schnell vorbei.

Wie bei allen Büchern der Autorin wurde auch diese Coverillustration wieder von Paolo Barbieri gestaltet und ist wie immer sehr gelungen. Sie ist farblich sehr gut abgestimmt und zeigt das Portrait einer Dragonerin. Ein wahrlicher Blickfang im Buchregal!

Mein Fazit:
„Eltanins Verrat“ ist eine schöne und spannende Fortsetzung von „Thubans Vermächtnis“, die sicher noch die eine oder andere Überraschung für den Leser parat hält. Das Buch ist absolut zauberhaft und sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene Leser geeignet. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf den nächsten Teil und ich hoffe sehr, dass uns der Verlag nicht allzu lange darauf warten lässt.