1. November 2010

[Rezension] Nora Melling - Schattenblüte. Die Verborgenen


Nora Melling
Schattenblüte - Die Verborgenen
Verlag:
rowohlt POLARIS
Seiten:
352
Ausgabe:
Hardcover
ISBN: 978-3-86252-000-8
Preis: € 14,95
Leseprobe


Der Bruder der 17-jährigen Luisa ist vor einem halben Jahr an Krebs gestorben. Die Eltern können den Tod des Sohnes nicht verkraften und ziehen direkt nach der Beerdigung nach Berlin. Da Luisa das gespannte Verhältnis zu Hause nicht mehr aushält, beschließt sie sich umzubringen. Sie geht im Grunewald auf einen alten, verlassenen Aussichtsturm und will hinunter springen. Doch plötzlich taucht ein Junge auf und hält sie fest. Er hält sie von diesem schrecklichen Fehler ab und stellt sich ihr mit dem Namen Thursen vor. Luisa ist sofort fasziniert von Thursen und die beiden beginnen sich fortan im Wald zu treffen, denn hier lebt Thursen mit einigen anderen Jugendlichen und Wölfen zusammen. Doch Luisa findet schnell heraus, dass es sich bei den Wölfen eigentlich um Werwölfe handelt, die zwischen der menschlichen und der wölfischen Gestalt hin und her wechseln können. Doch mit jeder Verwandlung werden sie mehr und mehr zum Wolf: Sie werden blasser und sie vergessen ihren Namen, ihre Herkunft und auch ihre Vergangenheit, weshalb sie eigentlich zu Werwölfen werden wollten. Aber Luisa liebt Thursen und da sie ihn nicht verlieren will forscht sie in der Hoffnung diesen Fluch zu brechen nach seiner Vergangenheit...

„Schattenblüte – Die Verborgenen“ ist der viel versprechende Auftaktband einer Serie der deutschen Autorin Nora Melling. Das wunderschön gestaltete Cover, das durchaus zum Träumen einlädt, hat mich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht und ich wurde keineswegs enttäuscht. Die romantische und überaus phantastische Geschichte hat mich sofort vom ersten Satz an so gefesselt, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Viele würden jetzt vielleicht sagen: „Nicht schon wieder so ein Romantasy-Roman mit Werwölfen.“ Aber ich kann versichern, dass diese Leute eines besseren belehrt werden. Das Buch ist wunderbar spannend und faszinierend geschrieben, dass selbst große Autoren wie Stephanie Meyer neidisch werden könnten. Nora Melling benutzt in „Die Verborgenen“ alles was einen gute Geschichte ausmacht: Liebe, Freundschaft, Verlust und Trauer.

Dabei bedient sie sich einer einfachen Sprache und einem wundervolle Schreib- und Erzählstil. Die Handlung ist super geschrieben und auch Luisas Depressionen und ihre Krise sind so real beschrieben, dass man als Leser einfach nur Gänsehaut bekommen muss. Aber auch die Liebe der beiden Hauptprotagonisten ist so unheimlich gefühlvoll dargestellt, dass sie so süß wie Zucker und schön zu lesen ist.
Die Charaktere in der Geschichte sind allesamt sehr facettenreich und sehr greifbar dargestellt. Sie sind so sympathisch, dass man sofort ein Bild von Ihnen im Kopf hat und man gar nicht anders kann als sie einfach nur ins Herz zu schließen.

Mein Fazit:
„Schattenblüte – Die Verborgenen“ ist eines der besten Romantasy-Bücher, das ich in der letzten Zeit gelesen habe. Es ist durch die zauberhafte Geschichte und wunderbaren Charakteren einfach in seinem Genre ein Buch der superlative und wird von mir deswegen mit voller Punktzahl bewertet. Ich hoffe sehr, dass die Autorin und der Verlag nicht allzu lange auf die Fortsetzung warten lassen, denn dieses Buch macht süchtig nach mehr!

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