11. November 2010

[Rezension] Cayla Kluver - Alera. Geliebter Feind

Cayla Cluver
Alera - Geliebter Feind
Originaltitel: Legacy
Verlag: PIPER
Seiten: 560
Ausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-492-70216-4
Preis: € 19,95



Während Misstrauen und Rivalität zwei Königreiche in einen Krieg treiben, muss sich Prinzessin Alera entscheiden – für ihr Land, für ihre Freiheit oder für ihren Feind.

Alera ist nicht nur die Thronfolgerin des Königreichs – sie hat auch ihren eigenen Kopf, und ihre Vorstellungen von Freiheit und Gerechtigkeit finden am traditionellen Hof nicht immer Anklang. Das Land blickt dunklen Zeiten entgegen. Die lange währende Feindschaft mit dem Nachbarreich droht in einen Krieg zu münden. Und als eines Tages der junge Narian aus dem Feindesland an Aleras Hof auftaucht, ändert sich alles: Ist Narian ein Spion, ein Attentäter oder gar ein Freund? Alera erfährt mehr über das Volk, das sie für ihren erbitterten Gegner hielt. Sie erkennt, dass sie sich unsterblich in Narian verliebt hat – und dass ihre Liebe nicht nur ihr Leben, sondern das Schicksal des ganzen Königreichs aufs Spiel setzt.

Meine Rezension:

Das Buch ist mir auf einem Streifzug durch einen Buchladen aufgefallen. Mir gefiel das Buchcover mit diesem verträumten Mädchengesicht und auch der Klappentext hat mich sehr angesprochen, dass ich das Buch unbedingt lesen musste.
Alera – Geliebter Feind“ ist der 1. Band der „Alera“ Trilogie von Cayla Kluver und ein wunderbarer Auftaktband. Schon alleine der Titel des Buchs zeigt, dass es sich hierbei um einen romantischen Fantasy-Roman handelt.
Alera ist die älteste Tochter des Königspaars von Hyantica und dazu verpflichtet an ihrem 17. Geburtstag zu heiraten. Allerdings nicht aus Liebe, sondern ihrem Vater und ihrem Land zuliebe. So ist der Favorit ihres Vaters Stendor, ein arroganter und jähzorniger Schönling, der nach der Heirat über das Königreich regieren wird. Immer wieder wird Alera von ihrem Vater dazu gedrängt ihn zu heiraten, da es keinen angemesseneren König für die und das Reich gäbe. Doch eines Tages wird der Cokyrier Narian gefangen genommen und es stellt sich heraus, dass er der Sohn einer adligen Familie ist, der vor vielen Jahren entführt wurde. Alera fasziniert sein Mut und seine Verschlossenheit und es kommt zu einer langsamen Annäherung der beiden. Doch Alera hat Pflichten ihrem Vater, dem König, und auch ihrem Volk gegenüber und Narian ist der Feind, den sie eigentlich nicht lieben sollte…
Aber nicht nur die Romantik spielt eine große Rolle in dem Roman, sondern auch die tragische Leben der jungen Prinzessin mit all ihren Sorgen und Nöten sind sehr gut ausgearbeitet und es gibt einige dramatische Wendungen. Auch das Ende des Romans ist sehr mitreisend und ganz anders als man zuerst gedacht hat und als ich auf der letzten Seite angekommen war, hätte ich so gerne weiter gelesen um zu wissen, wie es mit ihr weitergeht.Die Charas sind gut und authentisch dargestellt. Allerdings hat mich Aleras Naivität anfangs doch etwas gestört. Vielleicht kann man aber aufgrund ihrer jungen 17 Jahre und der Tatsache dass sie als Prinzessin aufgewachsen ist darüber hinwegsehen.
Für ihre 17 Jahre beweist die Autorin ein tolles Sprachgefühl und begeistert mit ausführlichem Erzählstil, der nie langweilig wird oder sich in die länge zieht. Die Sprache ist verständlich und es gibt auch ein paar Spannungselemente, die aber aufgrund des romantisch angehauchten Genres aber eher gering bleiben. Die Geschichte wird aus Aleras Sicht geschrieben und der Leser bekommt einen sehr guten Eindruck in ihr Gefühlsleben und dem höfischen Leben auf dem Schloss. Was jedoch ausserhalb passiert und was es mit dem bevorstehenden Krieg auf sich – darüber schweigt sich die Autorin (noch) aus.

Mein Fazit:
Alera – Geliebter Feind“ ist ein gelungener Debutroman der jungen Autorin Cayla Kluver. Es ist ein atemberaubender und bezaubernder Roman mit einer entzückenden Liebesgeschichte, die einen nicht mehr so schnell loslässt und deswegen die volle Punktzahl verdient.

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