20. November 2010

[Rezension] Lara Adrian - Geweihte des Todes

 Lara Adrian
Geweihte des Todes, Midnight Breed-Reihe, Band 8
Verlag:
LYX
Seiten: 384
Ausgabe:
kartoniert mit Klappe
ISBN: 978-3-8025-8383-4
Preis: € 9,95
ET: 11/2010
 
Inhalt:
Die ehemalige Polizistin Jenna wird in der Wildnis von Alaska von einem Urvampir angegriffen. Als sie wieder zu sich kommt, ist sie im geheimen Quartier des Ordens und steht unter ärztlicher Behandlung. Und das aus gutem Grund, denn nachdem sie von ihrem komaähnlichen Schlaf erwacht ist, gehen seltsame Veränderungen mit ihr und ihrem Körper vor. Was hat der Ur-Vampir mit ihr gemacht? Sie muss nun versuchen sich neu zu orientieren und zu akzeptieren, dass sie ihr altes Leben hinter sich lassen muss. Zusammen mit den Kriegern des Ordens sowie deren Stammesgefährtinnen, und vor allem mit Brock, dessen Anziehungskraft sie sich nicht entziehen kann, versucht sie herauszufinden, was mit ihr passiert ist. Aber auch Dragos mischt gewaltig mit...

Rezension:
„Geweihte des Todes“ ist inzwischen der 8. Teil der „Midnight Breed“-Reihe von Lara Adrian und steht trotz den vielen Vorgängerbänden ihnen in nichts nach.
Die Geschichte knüpft nahtlos an seinen Vorgänger an und schon nach den ersten Seiten ist man wieder in der Welt der Stammesvampire gefangen. Und dieses mal ist die Geschichte ganz anders. Sind die Handlungen immer recht vorhersehbar verlaufen, das heisst: Der Vampir will lieber für immer und ewig alleine bleiben, trifft er schließlich seine „Frau“, nach vielem hin und her kommen sie doch zusammen und er nimmt sie zu seiner Stammesgefährtin – so ist es dieses mal ganz anders. Jenna ist keine Stammesgefährtin, da sie nicht das sichelförmige Muttermal trägt. Vielmehr ist sie eine ganz normale Frau, was sie äußerst sympathisch macht. Sie ist endlich mal eine Heldin, die keine Superkräfte hat.
Ihr Gegenpart in dieser Geschichte ist der Stammesvampir Brock, der leider in dem gesamten Buch etwas farblos wirkt und ich mir von ihm kein wirkliches Bild machen konnte. Bei ihm hat mir einfach das gewisse „etwas“ gefehlt, wie es die anderen Krieger haben. Aber dank Dragos, dem Bösewicht in der Geschichte, wird es nie langweilig, da es immer wieder neue Überraschungen gibt. Sie verleihen der Handlung die nötige Spannung und stellt sich endlich mal als Gegner dar, den die Krieger auch wirklich fürchten müssen.
Der Roman ist typisch in Lara Adrian-Manier locker und leicht zu lesen, bei dem man sich an ein paar Stellen ein Schmunzeln nicht verkneifen kann. Mit einer gelungenen Mischung aus Spannung, Liebe und Erotik weiss er zu überzeugen und den Leser zu fesseln. Die Autorin versteht es wie keine andere/kein anderer den Leser immer weiter lesen lassen zu wollen.

Fazit:
Während andere Serien mit der Zeit anfangen zu schwächeln ist selbst der 8. Band der „Midnight Breed“-Reihe von Lara Adrian schwer aus der Hand zu legen. Die frohe Leidenschaft springt einem förmlich entgegen, Spannung ist garantiert und auch die Charaktere sind sehr interessant. Obwohl der Roman durch den hohen Erotikfaktor keine hochwertige Literatur ist, überzeugt er mit seinem Charme und man darf als Leser gespannt sein, wie es im nächsten Band mit Corinne und Hunter weitergeht und ich hoffe, dass wir auch noch was von Jenna und Brock lesen werden, denn noch sind einige Geheimnisse, wie zum Beispiel das Geheimnis um Jennas Verwandlung, noch nicht gelüftet.

[Rezension] P.C. Cast & Kristin Cast - Ungezähmt

 
P.C. Cast & Kristin Cast
Ungezähmt, House of night-Reihe, Band 4
Verlag:
Fischer
Seiten: 538
Ausgabe:
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-8414-2004-6
Preis: € 16,95
ET: 11/2010
Leseprobe
Inhalt:
In kürzester Zeit hat sich das Leben der mächtigen Jungvampirin Zoey geändert und sie steht nun ganz alleine da, weil sich ihre Freunde von ihr abgewandt haben. Sie konnten Zoeys Heimlichkeiten und Lügen einfach nicht mehr verzeihen. Auch ihre drei Geliebten Heath, Erik und Loren hat sie ebenfalls verloren, einzig die Außenseiterin Aprhrodite und die untote Stevie Rea scheinen noch zu ihr zu halten und sie im Kampf gegen die Hohepriesterin Neferet und ihre bösartigen Pläne zu unterstützen. Neferet hingegen will sich jedoch nicht von den Jungvampiren aufhalten lassen und zieht alle Register. So erfährt Zoey von Aphrodite, die mittlerweile wieder ein Mensch geworden ist, dass sie schreckliche Visionen über einen Krieg hat, der den Untergang ankündigt. Und plötzlich bricht eine dunkle Macht über das House of night herein...

Rezension:
„Ungezähmt“ ist der 4. Band der „House of night“-Reihe des erfolgreichen Mutter-Tochter-Duos P.C. Cast und Kristin Cast und er steht trotz seiner Vorgängerbänden diesen in nichts nach. Das Buch zeigt keine Anzeichen von Schwächen – eher das Gegenteil. „Ungezähmt“ knüpft in hervorragender Manie an das Niveau der vorhergegangenen Teile an. So präsentiert sich die Handlung in lustigen und spannenden Geschichten um das House of night, wobei das Autorenduo auf eine schwerelose und witzige Umgangssprache der Jugendlichen zurückgreift.

Nach einem romantischen dritten Teil gibt es nun etwas Abwechslung. So liegt der Fokus in dem vorliegenden Band auf dem Kampf und nicht allein nur der Romantik. Das ist auch gut so, denn eine unbekannte, böse Macht nähert sich dem House of night. Spannung ist da vorprogrammiert. So nimmt die Geschichte den Leser schon von der ersten Seite an gefangen und fesselt ihn mit vorhersehbaren und unvorhersehbaren Momenten.

Leider gibt es in dem Band nicht sehr viele charakterlichen Entwicklungen. Die einzige, die für mich so eine Entwicklung durchmacht, ist Aphrodite, da sie anscheinend gar nicht so fies ist, wie sie sich sonst immer gibt. Ich würde mich sehr freuen, wenn das Autorenduo im nächsten Teil mehr auf ihre Figur eingehen würde, wenn die Hauptcharakterin einmal mehr von den Achterbahnen ihrer Gefühle heimgesucht wird.

Mein Fazit:
„Ungezähmt“ ist eine spannende Geschichte, die flott erzählt wird und dessen Spannungsbogen so gehalten wird, dass man den nächsten und somit 5. Band „Gejagt“, der im Februar 2011 erscheinen soll, mit großer Vorfreude erwartet. Für Fans der Serie ist das Buch ein absolutes Muss! Einsteiger sollten mit dem ersten Band „Gezeichnet“ beginnen, um komplett und in vollsten Zügen in die mystische Welt von P.C. Cast und Kristin Cast und des House of night eintauchen zu können.
ch auf jeden Fall lesenswert und nicht nur Fantasyfans werden an ihm ihre Freude haben.

15. November 2010

[Rezension] Licia Troisi - Drachenschwester. Thubans Vermächtnis

 
Licia Troisi
Drachenschwester - Thubans Vermächtnis
Originaltitel: La Ragazza Drago # 1 – L’eredità di Thuban
Verlag: cbj
Seiten: 320
Ausgabe: Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-570-13970-7
Preis: € 14,99




Die 13-jährige Sofia lebt in einem Waisenhaus in Rom und kann nicht glauben was sie gerade erfahren hat. Obwohl sie eigentlich schon viel zu alt ist um auf eine Adoption zu hoffen, will ein alter Freund ihres verstorbenen Vaters sie zu adoptieren. Sie kann nicht glauben, dass Professor Georg Schlafen ihr ein neues zu Hause geben will – hat sie bisher doch nur Ablehnung und Ignoranz der anderen Heimbewohner erfahren. Doch nun hat sie in der exklusiven Villa ein eigenes Zimmer, neue Kleidung, und das Beste: Der Professor hochpersönlich unterrichtet sie. Doch das neue Leben ist ihr auf irgendeiner Weise auch unheimlich. Erst als sie bei einem Spaziergang am nahegelegenen See von einem unheimlichen Monster angegriffen wird erfährt sie von Professor Schlafen ihre eigentliche Bestimmung. Sie trägt nämlich das Erbe des mächtigen Drachen Thuban in sich. Vor mehr als 30.000 Jahren besiegte er seinen Widersacher, den Lindwurm Nidhoggr und verbannte ihn tief unter die Erde. Doch Nidhoggr bekommt nun immer mehr seine alte Stärke zurück und sinnt nach Rache. Sofia ist die einzigste die ihn besiegen kann, doch dafür muss sie Thubans Kräfte erstmal lernen zu kontrollieren und ihre eigene Angst zu überwinden.

Mit „Thubans Vermächtnis“ eröffnet Licia Troisi ihre neue Saga „Drachenschwester“, die ihren anderen Trilogien in nichts nachsteht. Im Gegensatz zu diesen Reihen, die in einer Fantasy-Welt spielen, handelt diese Geschichte in unserer realen Welt. Dafür hat sich die italienische Autorin eine ganz besondere Stadt ausgesucht: Rom. In der vorliegenden Geschichte geht es darum wie Drachen und Menschen vor langer Zeit Seite an Seite zusammen gegen die Lindwürmer, und vor allem gegen den gefährlichen Nidhoggr, gekämpft haben. Da Nidhoggr von Thuban vor vielen Jahrtausenden besiegt wurde, geriet diese glorreiche Zeit von Mensch und Drache in Vergessenheit. Doch da der Lindwurm Nidhoggr sich erneut erhebt wird er auch wieder über die Welt herfallen. Doch die Drachen haben vorgesorgt und halten sich bis zur Zeit ihres Erwachens in besonderen Menschen verborgen.
Wie immer hat Licia Troisi wunderbare Charaktere erschaffen. Unter ihnen die beiden ungleichen Freundinnen Sofia und Lidja, die beide das gleiche Schicksal teilen in dem sie das Erbe eines Drachens in sich tragen. Im Gegensatz zu der selbstsicheren und tapferen Lidja wird Sofia von Selbstzweifel und Ängsten geplagt. Dennoch ist es schön, wie die 13-jährige diese im Lauf der Geschichte überwindet und immer selbstsicherer wird. Durch die Tatsache, dass der Leser zusammen mit Sofia lernen muss was es heißt das Erbe eines Drachen in sich zu tragen ist die Geschichte sehr spannend. Man weiss nicht was als nächstes passiert und ob die beiden Hauptcharaktere den Feinden etwas entgegensetzen können. Der Schreibstil ist dabei flüssig und leicht zu lesen, während die Geschichte spannend und überaus packend ist, dass sie den Leser so schnell nicht mehr los lässt.
Wie die anderen Sagen der Autorin wurde auch diese Coverillustration wieder von Paolo Barbieri gestaltet und ist wie immer sehr gelungen, da es fablich sehr gut abgestimmt ist und ein wahrlicher Blickfang im Buchregal ist.

Mein Fazit:
„Thubans Vermächtnis“ ist ein toller neuer Auftaktband einer Trilogie der italienischen Autorin Licia Troisi, der Lust auf mehr macht. Ich bin gespannt was sie aus dem vorgegebenen Plot noch macht und welche Überraschungen sie noch parat hält. Das Buch ist absolut Zauberhaft und sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene Leser geeignet. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf den nächsten Teil und ich hoffe sehr, dass uns der Verlag nicht allzu lange darauf warten lässt.

14. November 2010

[Rezension] Thomas Thiemeyer - Korona

Thomas Thiemeyer
Korona
Verlag: Droemer-Knaur
Seiten: 512
Ausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-426-66291-5
Preis: € 16,99


Die Biologin Amy Walker arbeitet zusammen mit ihrem Forschungsteam im Mgahinga Gorilla Nationalpark, am Fuß der mächtigen Virunga Vulkane. Bei seinen Beobachtungen um das Verhalten der seltenen Berggorillas hat der Teamleiter Dr. William Burke eine ganz spezielle Gorillafamilie entdeckt, die sich weiter entwickelt hat als ihre Artgenossen. Doch kurz nach dieser Entdeckung verschwindet William Burke bei einer Expedition ins Ruwenzori-Gebirge. Amy bekommt deshalb von ihrem Vorgesetzen Professor Whitmann einen neuen Kollegen vor die Nase gesetzt: Den Iren Ray Cox, der die letzten 10 Jahre im Gefängnis saß und in Amys Augen weder ein Biologe ist noch vertrauenswürdig erscheint. Und zu recht: Obwohl sich Ray sehr schnell in die Gruppe einfügt, hat er doch etwas zu verbergen…
Als sich schließlich ein Wetterumschwung ankündigt machen Amy, Ray, der Wetterexperte Karl, der Geologe Dan und die Botanikerin Mellie auf den Weg zu den Bugonde. Sie hoffen von dem abgeschieden lebenden Stamm auf Informationen über Burkes Verbleib zu bekommen. Und tatsächlich. Die Schamanin des gegenüber fremden abweisenden Stammes hat Burke gesehen. Jedoch warnt die Schamanin das Team, dass dies eine Suche ohne Wiederkehr sein könnte. Und schließlich findet sich das Team schneller als ihnen lieb ist in einem phantastischen Abenteuer wieder, dass jegliche Vorstellungskraft übersteigt.

Ich habe mich schon sehr lange auf den neuen Roman von Thomas Thiemeyer gefreut und war nun so überglücklich ihn endlich in den Händen zu halten. Ich habe mich sofort auf meine gemütliche Couch verkrochen und bin ganz in Thiemeyers Welt eingetaucht. Die Handlung von „Korona“ ist eine gelungene Mischung aus einem Abenteuer-/Wissenschaftsroman und einer Prise Fiktion bzw. Fantasy und kann neben einer spannenden Story auch durch detailreiche Beschreibungen des Autors begeistern. Er beschreibt die Landschaft in dem Buch so anschaulich, dass man sofort ein Bild vor Augen hat. Hier merkt man sofort, dass Thomas Thiemeyer sehr gut vor Ort und in dem Gebiet der Berggorillas recherchiert hat und seine Erlebnisse und Eindrücke in dem Buch verarbeitet hat und auch einfließen ließ. Gleichzeitig möchte er mit seinen Worten auch auf die Lebenssituation der Berggorillas hinweisen von deren Art es nur noch 300 Stück gibt. Er regt an, die Welt und die vom aussterben bedrohten Tiere zu schützen und nicht deren Lebensräume zu vernichten.
Aber neben all dem fundierten Wissen und den wissenschaftlichen Fakten kommt auch die Fiktion nicht zu kurz. So reist der Leser zusammen mit den Protagonisten in eine Parallelwelt in der man auf Lebewesen und Pflanzen trifft, die es so in unserer Welt nicht gibt.

Mein Fazit:
Thomas Thiemeyer verknüpft in „Korona“ eine spannungsgeladene Geschichte und einem schönen flüssigen Schreib- und Erzählstil. Er vermischt gekonnt wissenschaftliches Wissen, historische Fakten und Fiktion zu einem fantastischen Abenteuer, das ich jedem Thriller/Mystery-Liebhaber ans Herz legen möchte. Thomas Thiemeyer hat es geschafft mich so ans Buch zu fesseln, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte, da mich das Buch einfach nur begeistert und inhaltlich gepackt hat.

11. November 2010

[Rezension] Cayla Kluver - Alera. Geliebter Feind

Cayla Cluver
Alera - Geliebter Feind
Originaltitel: Legacy
Verlag: PIPER
Seiten: 560
Ausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-492-70216-4
Preis: € 19,95



Während Misstrauen und Rivalität zwei Königreiche in einen Krieg treiben, muss sich Prinzessin Alera entscheiden – für ihr Land, für ihre Freiheit oder für ihren Feind.

Alera ist nicht nur die Thronfolgerin des Königreichs – sie hat auch ihren eigenen Kopf, und ihre Vorstellungen von Freiheit und Gerechtigkeit finden am traditionellen Hof nicht immer Anklang. Das Land blickt dunklen Zeiten entgegen. Die lange währende Feindschaft mit dem Nachbarreich droht in einen Krieg zu münden. Und als eines Tages der junge Narian aus dem Feindesland an Aleras Hof auftaucht, ändert sich alles: Ist Narian ein Spion, ein Attentäter oder gar ein Freund? Alera erfährt mehr über das Volk, das sie für ihren erbitterten Gegner hielt. Sie erkennt, dass sie sich unsterblich in Narian verliebt hat – und dass ihre Liebe nicht nur ihr Leben, sondern das Schicksal des ganzen Königreichs aufs Spiel setzt.

Meine Rezension:

Das Buch ist mir auf einem Streifzug durch einen Buchladen aufgefallen. Mir gefiel das Buchcover mit diesem verträumten Mädchengesicht und auch der Klappentext hat mich sehr angesprochen, dass ich das Buch unbedingt lesen musste.
Alera – Geliebter Feind“ ist der 1. Band der „Alera“ Trilogie von Cayla Kluver und ein wunderbarer Auftaktband. Schon alleine der Titel des Buchs zeigt, dass es sich hierbei um einen romantischen Fantasy-Roman handelt.
Alera ist die älteste Tochter des Königspaars von Hyantica und dazu verpflichtet an ihrem 17. Geburtstag zu heiraten. Allerdings nicht aus Liebe, sondern ihrem Vater und ihrem Land zuliebe. So ist der Favorit ihres Vaters Stendor, ein arroganter und jähzorniger Schönling, der nach der Heirat über das Königreich regieren wird. Immer wieder wird Alera von ihrem Vater dazu gedrängt ihn zu heiraten, da es keinen angemesseneren König für die und das Reich gäbe. Doch eines Tages wird der Cokyrier Narian gefangen genommen und es stellt sich heraus, dass er der Sohn einer adligen Familie ist, der vor vielen Jahren entführt wurde. Alera fasziniert sein Mut und seine Verschlossenheit und es kommt zu einer langsamen Annäherung der beiden. Doch Alera hat Pflichten ihrem Vater, dem König, und auch ihrem Volk gegenüber und Narian ist der Feind, den sie eigentlich nicht lieben sollte…
Aber nicht nur die Romantik spielt eine große Rolle in dem Roman, sondern auch die tragische Leben der jungen Prinzessin mit all ihren Sorgen und Nöten sind sehr gut ausgearbeitet und es gibt einige dramatische Wendungen. Auch das Ende des Romans ist sehr mitreisend und ganz anders als man zuerst gedacht hat und als ich auf der letzten Seite angekommen war, hätte ich so gerne weiter gelesen um zu wissen, wie es mit ihr weitergeht.Die Charas sind gut und authentisch dargestellt. Allerdings hat mich Aleras Naivität anfangs doch etwas gestört. Vielleicht kann man aber aufgrund ihrer jungen 17 Jahre und der Tatsache dass sie als Prinzessin aufgewachsen ist darüber hinwegsehen.
Für ihre 17 Jahre beweist die Autorin ein tolles Sprachgefühl und begeistert mit ausführlichem Erzählstil, der nie langweilig wird oder sich in die länge zieht. Die Sprache ist verständlich und es gibt auch ein paar Spannungselemente, die aber aufgrund des romantisch angehauchten Genres aber eher gering bleiben. Die Geschichte wird aus Aleras Sicht geschrieben und der Leser bekommt einen sehr guten Eindruck in ihr Gefühlsleben und dem höfischen Leben auf dem Schloss. Was jedoch ausserhalb passiert und was es mit dem bevorstehenden Krieg auf sich – darüber schweigt sich die Autorin (noch) aus.

Mein Fazit:
Alera – Geliebter Feind“ ist ein gelungener Debutroman der jungen Autorin Cayla Kluver. Es ist ein atemberaubender und bezaubernder Roman mit einer entzückenden Liebesgeschichte, die einen nicht mehr so schnell loslässt und deswegen die volle Punktzahl verdient.

1. November 2010

[Rezension] Nora Melling - Schattenblüte. Die Verborgenen


Nora Melling
Schattenblüte - Die Verborgenen
Verlag:
rowohlt POLARIS
Seiten:
352
Ausgabe:
Hardcover
ISBN: 978-3-86252-000-8
Preis: € 14,95
Leseprobe


Der Bruder der 17-jährigen Luisa ist vor einem halben Jahr an Krebs gestorben. Die Eltern können den Tod des Sohnes nicht verkraften und ziehen direkt nach der Beerdigung nach Berlin. Da Luisa das gespannte Verhältnis zu Hause nicht mehr aushält, beschließt sie sich umzubringen. Sie geht im Grunewald auf einen alten, verlassenen Aussichtsturm und will hinunter springen. Doch plötzlich taucht ein Junge auf und hält sie fest. Er hält sie von diesem schrecklichen Fehler ab und stellt sich ihr mit dem Namen Thursen vor. Luisa ist sofort fasziniert von Thursen und die beiden beginnen sich fortan im Wald zu treffen, denn hier lebt Thursen mit einigen anderen Jugendlichen und Wölfen zusammen. Doch Luisa findet schnell heraus, dass es sich bei den Wölfen eigentlich um Werwölfe handelt, die zwischen der menschlichen und der wölfischen Gestalt hin und her wechseln können. Doch mit jeder Verwandlung werden sie mehr und mehr zum Wolf: Sie werden blasser und sie vergessen ihren Namen, ihre Herkunft und auch ihre Vergangenheit, weshalb sie eigentlich zu Werwölfen werden wollten. Aber Luisa liebt Thursen und da sie ihn nicht verlieren will forscht sie in der Hoffnung diesen Fluch zu brechen nach seiner Vergangenheit...

„Schattenblüte – Die Verborgenen“ ist der viel versprechende Auftaktband einer Serie der deutschen Autorin Nora Melling. Das wunderschön gestaltete Cover, das durchaus zum Träumen einlädt, hat mich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht und ich wurde keineswegs enttäuscht. Die romantische und überaus phantastische Geschichte hat mich sofort vom ersten Satz an so gefesselt, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Viele würden jetzt vielleicht sagen: „Nicht schon wieder so ein Romantasy-Roman mit Werwölfen.“ Aber ich kann versichern, dass diese Leute eines besseren belehrt werden. Das Buch ist wunderbar spannend und faszinierend geschrieben, dass selbst große Autoren wie Stephanie Meyer neidisch werden könnten. Nora Melling benutzt in „Die Verborgenen“ alles was einen gute Geschichte ausmacht: Liebe, Freundschaft, Verlust und Trauer.

Dabei bedient sie sich einer einfachen Sprache und einem wundervolle Schreib- und Erzählstil. Die Handlung ist super geschrieben und auch Luisas Depressionen und ihre Krise sind so real beschrieben, dass man als Leser einfach nur Gänsehaut bekommen muss. Aber auch die Liebe der beiden Hauptprotagonisten ist so unheimlich gefühlvoll dargestellt, dass sie so süß wie Zucker und schön zu lesen ist.
Die Charaktere in der Geschichte sind allesamt sehr facettenreich und sehr greifbar dargestellt. Sie sind so sympathisch, dass man sofort ein Bild von Ihnen im Kopf hat und man gar nicht anders kann als sie einfach nur ins Herz zu schließen.

Mein Fazit:
„Schattenblüte – Die Verborgenen“ ist eines der besten Romantasy-Bücher, das ich in der letzten Zeit gelesen habe. Es ist durch die zauberhafte Geschichte und wunderbaren Charakteren einfach in seinem Genre ein Buch der superlative und wird von mir deswegen mit voller Punktzahl bewertet. Ich hoffe sehr, dass die Autorin und der Verlag nicht allzu lange auf die Fortsetzung warten lassen, denn dieses Buch macht süchtig nach mehr!