1. Mai 2010

[Rezension] Suzanne Collins - Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele

 Suzanne Collins
Tödliche Spiele, Die Tribute von Panem, Band 2
Verlag: Oetinger
Seiten: 414
Ausgabe:
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-7891-3218-6
Leseprobe

Nordamerika wurde zerstört und das Land in 12 Distrikte eingeteilt. Um Rebellionen zu vermeiden, finden jedes Jahr die sogenannten Hungerspiele statt, die denen aus jedem Distrikt zwei Kinder ausgelost werden. Ein Junge und ein Mädchen. Diese 24 Kandidaten, die Tribute, treten in einer Arena gegeneinander an und kämpfen bis zum Tod gegeneinander. An jenem Tag wird Katniss´ jüngere Schwester Prim ausgewählt an den Hungerspielen teilzunehmen. Um sie vor dem sicheren Tod zu bewahren, meldet sich Katniss freiwillig an Prims Stelle. Zusammen mit ihr tritt der Bäckersjunge Peeta an, der ihr einst in sehr großer Not geholfen hat. Doch kann sie ihm vertrauen? Immerhin darf nur einer der 24 Kandidaten überleben…

Das Hardcoverbuch wurde mit einem Schutzumschlag versehen, dessen Cover ein Mädchengesicht zeigt, dass sich hinter blutbefleckten Blättern versteckt. Einige Elemente des Covers sind in Hochglanz gedruckt, während der Rest matt ist. Eine schöne Illustration, welche auf die vorliegende Geschichte abgestimmt ist.
Suzanne Collins hat mit ihrer Trilogie „Die Tribute von Panem“ ein neuer Meilenstein im Genre der Phantastik geschrieben. Schon lange hat mich ein Buch nicht mehr derart gefesselt, dass ich an manchen Stellen eine richtige Gänsehaut bekommen habe. Zusammen mit der sympathischen Hauptprotagonistin Katniss taucht der Leser in die grausame Welt der Hungerspiele von Panem ein und fiebert mit ihr richtig mit. So greifen zum Beispiel die Spielveranstalter mit Feuersbrünste oder mit speziell gezüchteten Wildtier-Mutanten in die Geschehnisse ein, wenn die Kinder zu wenig Brutalität oder nicht genug Engagement an den Tag legen. Da es sich bei der Trilogie aber um ein Jugendbuch handelt, hat es die Autorin geschafft diese tödlichen Kämpfe so gewaltverherrlichend zu verpacken, dass die Geschichte beruhigt von der Zielgruppe, aber auch von junggebliebenen Erwachsenen, gelesen werden kann.
Zum Schluss der Handlung gibt es noch einen spannenden Cliffhenger, der Lust und Vorfreude auf das nächste Buch macht.
Suzanne Collins erzählt ihre Geschichte im Präsens und aus der Sicht von Katniss, was der Geschichte eine unglaubliche Tiefe verleiht. Der Schreibstil ist knapp in kurzen und klaren Sätzen, ohne sich groß im Detail zu verlieren.
Die 16-jährige Katniss ist als Hauptcharakter der Mittelpunkt dieser Geschichte und ist eine durchaus sympathische Heldin. Vor allem ihr innerer Kampf den Konkurrenten Peeta als ihren feind zu betrachten, ist sehr gut beschrieben und wird dem Leser sehr gut vermittelt, da er für den Leser eine lange Zeit sehr undurchsichtig bleibt. Aber auch die Nebenfiguren haben haben eine jeweils eigene Beschreibung und Facette bekommen, die einfach ins gesamte Erscheinungsbild der „Tribute von Panem“ passt.

Mein Fazit:
„Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“ ist eine Mischung aus Fantasy und Science Fiction sowie einem düsteren Endszenario. Obwohl es in der Handlung um ein grausames Thema geht, ist das Buch genial geschrieben und somit für mich eines der am meisten herausragendsten Bücher auf dem deutschen Fantasymarkt. Ich habe mit der Hauptprotagonistin mitgefiebert und mitgelitten, auch wenn in der Handlung ein paar kleine Schwachstellen drin waren. Dies tut aber überhaupt nichts zur Sache: Dieses Buch ist eines der spannendsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Am liebsten würde ich sofort mit dem zweiten Teil „Die Tribute von Panem – Gefährliche Liebe“ weiterlesen, der am 19. Mai 2010 erscheinen wird.

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