13. März 2010

[Rezension] Alison Goodman - Eona. Drachentochter

Alison Godman
Drachentochter, Eona-Reihe, Teil 1  
Originaltitel: Eon-Dragoneye Reborn
Verlag: cbj
ISBN: 978-3-570-13565-5
Seiten:
512
Ausgabe:
Hardcover mit Schutzumschlag


Seit Jahrhunderten herrschen sie neben dem Kaiser über das Reich: die Drachenaugen, Auserwählte der magischen Drachen und Träger ihrer Macht. Eona, das Mädchen aus den Salzminen, träumt davon, eine von ihnen zu sein, schließlich hat sie die seltene Gabe, die Drachen in ihrer wahren Gestalt zu sehen. Aber Eonas Traum ist Frevel und Rebellion – ist es doch Mädchen und Frauen unter Todesstrafe verboten, Magie zu wirken. Als Eona sich als Junge verkleidet in die Auswahlzeremonie schmuggelt, geschieht das Unglaubliche: Der lange verschollene Spiegeldrache erwählt sie zu seiner magischen Novizin. Doch einer hat in ihr das Mädchen erkannt: der charismatische Lord Ido, erstes und mächtigstes Drachenauge. Als er Eonas besondere Kräfte für seine dunklen Pläne missbrauchen will, muss sie schneller lernen, ihre Magie zu beherrschen, als je ein Novize zuvor …

Meine Rezension:
Mit Alison Goodmans Debüt „Eona – Drachentochter“ taucht der Leser in eine phantastische Fantasywelt voller Mythen ein. Dabei hat die Autorin eine eigene neue Welt mit wundervollen Sagen und Fabeln geschaffen. So wird das Reich schon seit hunderten von Jahren neben dem Kaiser auch von den sogenannten Drachenaugen beherrscht. Dabei ist jedes dieser Drachenaugen mit einem der zwölf Energiedrachen, Wesen, die nur von den Fähigen und den Auserwählten gesehen und beherrscht werden können, verbunden. Mit ihrer Hilfe besitzen die Drachenaugen jene Magie, um das Reich und die Menschen vor Unwetter und Gefahren zu schützen. Zu Beginn der eigentlichen Geschichte gibt es jedoch nur elf Drachenaugen, denn der zwölfte Drache, der Spiegeldrache, hat sich vorüber 500 Jahren zurückgezogen und seit dem verschwunden.
Es ist ausschließlich den Männern vorbehalten die Drachensicht, eine Sicht mit der Fähigkeit alle Drachen sehen zu können, von den Göttern zu bekommen. Frauen ist es verboten solche Magie zu wirken und wird mit der Tod bestraft. Jedoch besitzt das Mädchen Eona jene Gabe und wird, obwohl sie ein Mädchen ist, von ihrem Meister Brannon zum Drachenauge ausgebildet. Getarnt als Junge und mit einer kaputten Hüfte setzt er alle Hoffnung in sie, um das neue Tiegerdrachenauge zu werden. Und tatsächlich wird „Eon“ ein Drachenauge. Aber nicht irgendeines: Sie wird zum ersten Spiegeldachenauge seit mehr als 500 Jahren.
Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer. Kaum dass sie in den Palast des Kaisers eingezogen ist, merkt sie, dass sie sich mit dem Spiegeldrachen nicht wirklich verbunden hat und sie ihn nicht nach Belieben rufen kann: Sie kennt seinen Namen nicht.
Doch nicht nur das: Auch steht ein Putsch gegen den Kaiser bevor und so muss sie nicht nur politisch Stellung beziehen, sondern auch lernen ihren Drachen wiederzufinden, da er sich allmählich immer weiter von ihr zurückzieht.
Das Buch ist wunderschön aufgemacht. Leider liegt mir nur ein Leseexemplar im Paperback vor und kann es nicht mit dem Hordcover vergleichen, in dem man das Buch im Laden kaufen kann. Das Cover ist jedoch das gleiche. Es zeigt das Mädchen Eona, die ihr Schwer vor sich hält während eine Gesichtshälfte von ihr normal, die andere mit der Drachensicht verziert ist. Im Innern des Buchs gibt es auch eine Karte des kaiserlichen Palasts. Jedoch muss ich sagen, dass ich die Karte für den Verlauf der Geschichte nicht benutzen musste. Was ich jedoch vermisst habe, ist ein Glossar mit wichtigen Begriffen, denn am Anfang war es ziemlich schwer die Geschehnissen um Drachen und Drachenaugen zu begreifen. Auch hat mich mein Kopfkino im Bezug auf die Drachen, die nur von den Menschen mit der Drachensicht gesehen werden können und einem Buch, dass sich um einen Arm schlingen kann, etwas verlassen. Es war schwer in die Geschichte hineinzufinden, doch nach und nach habe ich mich in der Welt von Eona zu recht gefunden und mir hat es dann doch sehr viel Spaß gemacht zu lesen. Auch wenn leider ein paar Dinge vorhersehbar waren. Wie zum Beispiel: Warum sich der Spiegeldrache von Eona zurückzieht. Alles in allem ist das Buch aber sehr schön geschrieben und auch flüssig zu lesen. Allerdings muss man mit den Gedanken bei der Sache sein um der Geschichte zu folgen. Man darf sich nicht von irgendwas ablenken lassen oder einfach mal „querlesen“, da es in der Geschichte auch um sehr viel politische Intrigen und Machtspiele geht. Diese sind aber so gut beschrieben, wie sie für ein Jugendbuch verständlich sind.
Die komplette Geschichte wird aus Eonas Sicht erzählt und man kann sich wunderbar in ihre Gefühle und Gedankengänge hinein versetzen und versteht zu jeder Zeit ihre Handlungen. Was auf der einen Seite schön ist, ist auf der anderen Seite ein Versäumnis, denn ich hätte wirklich sehr gerne mehr über den Bösewicht in der Geschichte erfahren, da er für mich zum Teil nicht wirklich greifbar war. Alle anderen Figuren, ihnen voran Eona, sind wunderbar ausgearbeitet und man kann nicht anders als sie einfach nur ins Herz zu schließen.

Mein Fazit:
Die komplette Handlung wurde von der Autorin wunderbar ausgearbeitet und ist sehr Nahe an die chinesische und japanische Kultur angelehnt. Es bietet eine wunderbare Mischung aus Fantasy und Spannung und ich kann das Buch jedem Fantasyfan, egal welchen Alters, nur empfehlen.
Mir hat das Buch bis auf ein paar kleine Schwächen sehr gut gefallen und hat mir ein paar wunderschöne Lesestunden beschert. Da es sich bei „Eona“ um einen Mehrteiler handelt, bin ich schon sehr gespannt, wie es in der Geschichte weitergeht. Ich hoffe der Verlag lässt nicht zu lange auf den Folgeband warten.

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